Cricetiscus
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| Cricetiscus | ||||||||||||
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| Datei:Phodopus sungorus 314234677.jpg
Dsungarischer Zwerghamster (Cricetiscus sungorus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cricetiscus | ||||||||||||
| Thomas, 1917 |
Cricetiscus ist eine aus dem Dsungarischen Zwerghamster und dem Campbell-Zwerghamster bestehende Gattung der Hamster (Cricetinae). Häufig wird der Campbell-Zwerghamster dem Dsungarischen Zwerghamster als Unterart zugeordnet. Die Gruppe bewohnt die Steppen und Halbwüsten des nordöstlichen Kasachstans, des südwestlichen und südlichen Sibiriens, der Mongolei und des nordöstlichen Chinas.
Die Hamster der Gattung Cricetiscus werden etwa sieben bis zehn Zentimeter lang und 26 bis 45 Gramm schwer. Das weiche Fell der Oberseite ist grau bis braun mit einem dunklen Aalstrich. Das hellere Fell der Unterseite verläuft an den Körperseiten in drei Bögen nach oben. Der Dsungarische Zwerghamster färbt sich im Winter teilweise oder vollständig weiß.
Merkmale
Körpermaße
Der Rumpf der Hamster der Gattung Cricetiscus ist kurz, kompakt und robust.<ref>Ross 1998 (S. 1, „General Characters“).</ref> Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 67 bis 103 Millimeter, die Länge des Schwanzes 4 bis 18 Millimeter. Die Hinterpfoten sind 11 bis 18 Millimeter lang, die Ohrmuscheln 11 bis 16 Millimeter.<ref>Vgl. Flint 1966 (S. 7): Kopf-Rumpf-Länge 67–102, Schwanz 6–18, Hinterpfoten 11–14 und Ohrmuscheln 12–15 Millimeter.</ref> Der Campbell-Zwerghamster wird etwas größer als der Dsungarische Zwerghamster. In der Natur liegt das Körpergewicht im Sommer bei durchschnittlich 45 Gramm, im Winter bei etwa 26 Gramm. In menschlicher Obhut können die Hamster ein Gewicht bis etwa 50 Gramm erreichen.<ref name="H2005">Sandra Honigs: Zwerghamster. Biologie. Haltung. Zucht. 2. Auflage. Natur- und Tier-Verlag, Münster 2005, ISBN 3-931587-96-7, S. 9.</ref>
Fell und Farbe
Das dichte, feine, weich und wollig aussehende<ref name="H2005" /> Fell der Hamster der Gattung Cricetiscus ist auf der Oberseite aschgrau bis dunkelbraun oder gräulich-braungelb mit einem dunklen Aalstrich. An den Schultern, den Flanken und der Hüfte erstreckt sich das hellere Fell der Unterseite in drei Bögen nach oben. Der Dsungarische Zwerghamster färbt sich im Winter teilweise oder vollständig weiß, der Campbell-Zwerghamster hellgrau. Daneben unterscheidet sich der Campbell-Zwerghamster durch ein gelblicheres Sommerfell, einen schmaleren Aalstrich, das Fehlen eines dunklen Flecks auf dem Scheitel, den gelbbraunen Überzug der Dreibogenlinie zwischen der Oberseite und der Unterseite sowie die schiefergraue Haarbasis auf der Unterseite.<ref>Ross 1998 (S. 1, „Context and Content“ der Gattung).</ref> Die Sohlen sind mit Ausnahme der Zwischenzehenballen, des großen Daumenballens und des kleinen, mittigen Handwurzelballens der Vorderpfoten sowie der drei kleinen, seitlich liegenden Ballen der Hinterpfoten dicht behaart.<ref>Thomas 1905. Ross 1995 (S. 1, „General Characters“).</ref> Die drei hinteren Ballen der Hinterpfoten fehlen.<ref>Ross 1998 (S. 1, „Context and Content“ der Gattung, „General Characters“).</ref>
Sekretion
Zwischen der Außenhaut der Backen und den Backentaschen befindet sich jeweils ein Hautbeutel, der zu den Mundwinkeln hin geöffnet ist. Er entsteht durch eine komplexe Umformung von Muskel- und Bindegewebe während der Ontogenese und ist nach 20 Lebenstagen voll entwickelt.<ref>W. E. Sokolow, N. I. Demina: The development of pouch-like structures at the angles of the mouth in the ontogeny of the hamster Phodopus campbelli. In: Izvestiia Akademii Nauk SSSR. Seria Biologicheskaia. Nr. 5, 1992, S. 724–732. Zitiert in: Ross 1995 (S. 2, „Form and Function“).</ref> Die Öffnung des Beutels ist von einem Ring langfaserigen, quergestreiften Muskelgewebes umgeben. Die Außenwand wird durch zwei Schichten faserigen, elastischen Bindegewebes gebildet, die durch eine dünne Schicht quergestreiften Muskelgewebes getrennt sind. Die Innenwand wird durch mehrschichtiges Epithelgewebe mit abblätternder Oberflächenschicht gebildet. Dichte Blätter abgestorbener Zellen werden in den Hohlraum des Beutels abgestoßen und bilden einen Teil der weißlich-gelben, streng riechenden, sekretorischen Substanz. Zusammen mit dem Sekret der Talgdrüsen in den Mundwinkeln könnte der Inhalt des Beutels dem Markieren des Backentascheninhalts oder der Verteidigung dienen. Sokolow und Mitarbeiter (1991) stellen eine durchschnittliche Masse der Beutel von 7,5 Milligramm bei drei männlichen und 8,4 Milligramm bei drei weiblichen Campbell-Zwerghamstern fest. Die Masse des Beutelinhalts geben sie mit 4,1 bis 20,5 Milligramm sowie 5,7 bis 10,1 Milligramm an.<ref>W. E. Sokolow, N. Ju. Wasiljewa, N. I. Demina, N. Ju. Feoktistowa: Supplemental saccules at the entrance of the cheek pouches in the Campbell hamster (Phodopus campbelli Thomas, 1905; Cricetidae, Rodentia). In: Doklady Akademii Nauk SSSR. Biological Science Section. Band 316, 1991, S. 102–106. Zitiert in: Ross 1995 (S. 2, „Form and Function“).</ref> Die Masse des Beutels sowie die des Inhalts sind bei Weibchen mit Jungtieren am größten.<ref>W. E. Sokolow, N. Ju. Feoktistowa, N. Ju. Wasiljewa: Communicative function of the secretion of additional sacculi at the opening of cheek pouches of Campbell hamsters (Phodopus campbelli Thomas, 1905) and Sungarian hamsters (Phodopus sungorus Pallas, 1773): the role in individual recognition. In: Doklady Biological Sciences. Band 335, 1994, S. 145–146. Zitiert in: Ross 1998 (S. 2, „Form“).</ref>
Verbreitung und Fossilfunde
Das Verbreitungsgebiet der Gattung Cricetiscus sind die Steppen und Halbwüsten des nordöstlichen Kasachstans, des südwestlichen Sibiriens, des Altai, Tuwas, Dauriens, der Mongolei und des nordöstlichen Chinas. Der Dsungarische Zwerghamster bewohnt den westlichen Teil des Verbreitungsgebiets, der Campbell-Zwerghamster den östlichen.
Fossilfunde sind aus dem Jungpleistozän von Ungarn, der Schweiz und Deutschland bekannt. Einige Fossilien könnten fälschlicherweise der Gattung Cricetulus zugeordnet worden sein.<ref>Samuel Schaub: Quartäre und Jungteriäre Hamster. In: Abhandlungen der Schwizerischen Paläontologischen Gesellschaft. Band 2, 1930, S. 1–49. Zitiert in: Ross 1998 (S. 1, „Fossil Record“).</ref>
Systematik und Nomenklatur
Zur Gattung Cricetiscus gehören zwei Arten:
- Dsungarischer Zwerghamster, Cricetiscus sungorus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pallas, 1773) und
- Campbell-Zwerghamster, Cricetiscus campbelli <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thomas, 1905).
Häufig wird der Campbell-Zwerghamster dem Dsungarischen Zwerghamster als Unterart zugeordnet.
Peter Simon Pallas beschrieb den Dsungarischen Zwerghamster 1773 als Mus sungorus,<ref>Peter Simon Pallas: Reise durch verschiedene Provinzen des Russischen Reichs. Zweyter Theil. Kayserliche Academie der Wissenschaften, Sankt Petersburg 1773, S. 703. Zitiert in: Ross 1998 (S. 1, Synonymie der Art).</ref> Oldfield Thomas den Campbell-Zwerghamster 1905 als Cricetulus campbelli.<ref>Thomas 1905 (S. 322). Zitiert in: Ross 1995 (S. 1, Synonymie).</ref> Ned Hollister ordnete beide 1912 der Gattung Phodopus zu.<ref>Ned Hollister: New mammals from the highlands of Siberia. In: Smithsonian Miscellaneous Collections. Band 60, Nr. 14, 1912, S. 1–6, hier S. 3. Zitiert in: Ross 1995 (S. 1, Synonymie) und Ross 1998 (S. 1, Synonymie der Art).</ref>
1917 stellte Thomas den Campbell-Zwerghamster als Typusart in die neue Gattung Cricetiscus und ordnete außerdem den Dsungarischen Zwerghamster dieser Gattung zu.<ref name="Thomas 1917" /> Der Schweizer Paläontologe Samuel Schaub synonymisierte im Jahr 1930 Cricetiscus mit der Gattung Phodopus, da fossile Funde von Cricetiscus aus dem Pleistozän mit Phodopus übereinstimmten.<ref name="Schaub 1930" />
A. I. Argiropulo vereinte den Dsungarischen Zwerghamster und den Campbell-Zwerghamster 1933 als Unterarten der Art Phodopus sungorus.<ref>A. I. Argiropulo: Die Gattungen und Arten der Hamster (Cricetinae Murray, 1866) der Paläarktik. In: Zeitschrift für Säugetierkunde. Band 8, 1933, S. 129–149, hier S. 133. Zitiert in: Ross 1995 (S. 1, Synonymie) und Ross 1998 (S. 6, „Remarks“).</ref> Der Status des Campbell-Zwerghamsters als eigenständige Art oder als Unterart des Dsungarischen Zwerghamsters ist seitdem umstritten.<ref name="R1995:R">Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref>
Neben Argiropulo (1933) ordnen Allen (1940),<ref>Glover Morrill Allen: The mammals of China and Mongolia. In: Walter Granger (Hrsg.): Natural History of Central Asia (= Central Asiatic Expeditions). Band 11. American Museum of Natural History, New York 1940, S. 621–1350. Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> Ellerman (1941),<ref>John Reeves Ellerman: The families and genera of living rodents. Vol. 2: Family Muridae. British Museum (Natural History), London 1941. Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> Bannikow (1951),<ref> Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Ellerman und Morrison-Scott (1951),<ref>John Reeves Ellerman, Terence Charles Stuart Morrison-Scott: Checklist of Palaearctic and Indian Mammals 1758 to 1946. British Museum (Natural History), London 1951. Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> Flint und Golowkin (1961),<ref> Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Bobrinskii und Mitarbeiter (1965),<ref> Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Flint (1966),<ref name="F1966:7">Flint 1966 (S. 7).</ref> Meier (1967),<ref> Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Piechocki (1969),<ref>Rudolf Piechocki: Familie Wühler. In: Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Martin Eisentraut, Hans-Albrecht Freye, Bernhard Grzimek, Heini Hediger, Dietrich Heinemann, Helmut Hemmer, Adriaan Kortlandt, Hans Krieg, Erna Mohr, Rudolf Piechocki, Urs Rahm, Everard J. Slijper, Erich Thenius (Hrsg.): Grzimeks Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs. Elfter Band: Säugetiere 2. Kindler-Verlag, Zürich 1969, S. 301–344, hier S. 306.</ref> Walker (1975),<ref>Ernest P. Walker: Mammals of the World. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore/London 1975, ISBN 0-8018-1657-2, hier S. 815.</ref> Corbet (1978),<ref>Gordon Barclay Corbet: The Mammals of the Palaearctic Region: A Taxonomic Review. British Museum (Natural History), London 1978. Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> Corbet und Hill (1980),<ref>Gordon Barclay Corbet, John Edwards Hill: A World List of Mammalian Species. British Museum (Natural History)/Comstock Publishing Associates (Cornell University Press), London / Ithaca 1980, ISBN 0-8014-1260-9, S. 156.</ref> Gromow und Baranowa (1981),<ref> Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Nowak und Paradiso (1983),<ref>Ronald M. Nowak, John L. Paradiso: Walker’s Mammals of the World. 4. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore / London 1983, ISBN 0-8018-2525-3, S. 621–622.</ref> Hamann (1987),<ref>U. Hamann: Zu Aktivität und Verhalten von drei Taxa der Zwerghamster der Gattung Phodopus Miller, 1910. In: Zeitschrift für Säugetierkunde. Band 52, 1987, S. 65–76. Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Nowak (1991),<ref>Ronald M. Nowak: Walker’s Mammals of the World. 5. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore/London 1991, ISBN 0-8018-2525-3, S. 704.</ref> Gromow und Jerbajewa (1995),<ref>I. M. Gromow, M. A. Jerbajewa: [The mammals of Russia and adjacent territories. Lagomorphs and Rodents]. Russische Akademie der Wissenschaften (Zoologisches Institut), Sankt Petersburg 1995. Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> Zhang und Mitarbeiter (1997)<ref>Zhang Yong-Zu, Jin Shan-Ke, Quan Guo-Qiang, Li Si-Hua, Ye Zhong-Yao, Wang Feng-Gui, Zhang Man-Li: Distribution of Mammalian Species in China. China Forestry Publishing House, Peking 1997. Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> sowie Wang (2003)<ref>Wang Ying-Xiang: A Complete Checklist of Mammal Species and Subspecies in China. A Taxonomic and Geographic Reference. China Forestry Publishing House, Peking 2003. Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> den Campbell-Zwerghamster als Unterart dem Dsungarischen Zwerghamster zu.
Außer Hollister (1912) betrachten Woronzow und Mitarbeiter (1967),<ref>Nikolai Nikolajewitsch Woronzow, Sewili Ibragimowne Radschabli, K. L. Ljapunowa: Karyological differentiation of allopatric forms of hamsters of the superspecies Phodopus sungorus and heteromorphism of the sex chromosomes in the females. In: Doklady Biological Sciences. Band 173, 1967, S. 55–58. Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Honacki und Mitarbeiter (1982),<ref>James H. Honacki, Kenneth E. Kinman, James W. Koeppl (Hrsg.): Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference. Allen Press/Association of Systematics Collections, Lawrence, Kansas 1982. Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Corbet (1984),<ref>Gordon Barclay Corbet: The Mammals of the Palaearctic Region: A Taxonomic Review. Supplement. British Museum (Natural History), London 1984. Zitiert in: Ross 1995 (S. 5, „Remarks“).</ref> Corbet und Hill (1986),<ref>Gordon Barclay Corbet, John Edwards Hill: A World List of Mammalian Species. 2. Auflage. Facts on File Publications / British Museum (Natural History), New York / London 1986, ISBN 0-8160-1548-1, S. 175 (oder ISBN 0-565-00988-5).</ref> Pawlinow und Rossolimo (1987),<ref></ref> Niethammer (1988),<ref>Jochen Niethammer: Wühler. In: Bernhard Grzimek (Hrsg.): Grzimeks Enzyklopädie der Säugetiere. Band 5. Kindler-Verlag, München 1988, S. 206–265, hier S. 212–213.</ref> Musser und Carleton (1993),<ref>Guy G. Musser, Michael D. Carleton: Family Muridae. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference. 2. Auflage. Smithsonian Institution Press, Washington 1993, ISBN 1-56098-217-9, S. 501–755. Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> Pawlinow und Mitarbeiter (1995),<ref> Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> Pawlinow und Rossolimo (1998),<ref> Zitiert in: Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> Nowak (1999),<ref>Ronald M. Nowak: Walker’s Mammals of the World. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore/London 1999, ISBN 0-8018-5789-9, S. 1419.</ref> Feaver und Zhibin (2001),<ref>Julie Feaver, Zhang Zhibin: Hamster. In: David W. Macdonald (Hrsg.): Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Könemann (Tandem-Verlag), Königswinter 2004, ISBN 3-8331-1006-6, S. 650–651 (Übersetzung der Englischen Ausgabe von 2001; S. 869–870).</ref> Pawlinow (2003)<ref></ref> sowie Musser und Carleton (2005)<ref>Musser und Carleton 2005 (S. 1045).</ref> den Dsungarischen Zwerghamster und den Campbell-Zwerghamster als eigenständige Arten. Woronzow und Mitarbeiter (1967), Pawlinow und Rossolimo (1987) sowie Pawlinow (2003) fassen beide Arten als Superspezies Phodopus sungorus oder Phodopus-sungorus-Gruppe zusammen.
Der slowenische Biologe Boris Kryštufek und sein russischer Kollege Georgy I. Shenbrot revalidierten im Jahr 2025 die Gattung Cricetiscus in einer Monografie über die Hamster der Paläarktis.<ref name="Kryštufek&Shenbrot2025" />
Cricetiscus und der Mensch
Im Englischen werden Dsungarischer Zwerghamster und Campbell-Zwerghamster begrifflich häufig nicht klar voneinander getrennt.<ref name="R1995:R" /><ref>Stephan Steinlechner: Djungarian hamster and/or Siberian hamster: Who is Who? In: European Pineal Society NEWS. Band 38, 1998, S. 7–11 (dwerghamster.nl [PDF; 104 kB] Volltext).</ref>
Literatur
Hauptsächlich verwendete Literatur:
- Wladimir Jewgenjewitsch Flint: Die Zwerghamster der paläarktischen Fauna. In: Die Neue Brehm-Bücherei. 2. Auflage. Band 366. Westarp-Wissenschaften, Hohenwarsleben 2006, ISBN 3-89432-766-9 (Erstausgabe: 1966, Nachdruck der 1. Auflage von 1966).
- Guy G. Musser, Michael D. Carleton: Superfamily Muroidea. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4, S. 894–1531.
- Patricia D. Ross: Phodopus campbelli. In: Mammalian Species. Band 503, 1995, S. 1–7 (science.smith.edu [PDF; 887 kB] Volltext).
- Patricia D. Ross: Phodopus sungorus. In: Mammalian Species. Band 595, 1998, S. 1–9 (science.smith.edu [PDF; 1,1 MB] Volltext).
Weitere mehrmals zitierte Literatur:
- Oldfield Thomas: A new Cricetulus from Mongolia. In: Annals and Magazine of Natural History. Band 6, 1905, S. 322–323.
Einzelnachweise und Anmerkungen
<references> <ref name="Kryštufek&Shenbrot2025"> Boris Kryštufek & Georgy I. Shenbrot (2025): True Hamsters (Cricetinae) of the Palaearctic Region. University of Maribor, University Press, Maribor. ISBN 978-961-286-940-3.</ref> <ref name="Schaub 1930"> Samuel Schaub (1930): Quartäre und jungtertiäre Hamster. Abhandlungen der Schweizerischen Palaeontologischen Gesellschaft. Birkhäuser und Cie.</ref> <ref name="Thomas 1917"> Oldfield Thomas: On the small hamsters that have been referred to Cricetulus phaeus and campbelli. In: Annals and Magazine of Natural History. Reihe 8. Band 19, 1917, S. 456–457. Zitiert in: Ross 1998 (S. 1, Synonymie der Gattung).</ref> </references>