Zum Inhalt springen

Christo Markow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. November 2025 um 11:35 Uhr durch imported>Frank63 (Link).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Christo Markow (* 27. Januar 1965 in Borowo, Bulgarien) ist ein ehemaliger bulgarischer Dreispringer. Bei einer Körpergröße von 1,85 m betrug sein Wettkampfgewicht 76 kg.

Karriere bis 1988

Bei den Halleneuropameisterschaften 1983 in Budapest erreichte Christo Markow seine erste Finalteilnahme in der Erwachsenenklasse. Mit 16,06 m belegte er Platz 7. Im Sommer wurde Markow Junioreneuropameister. Ein Jahr später wurde er bei den Halleneuropameisterschaften in Göteborg mit 16,89 m Fünfter.

1985 siegte er bei den Hallenweltspielen in Paris mit 17,22 m und war damit (inoffizieller) Hallenweltmeister. Sechs Wochen danach gewann er bei den Halleneuropameisterschaften in Piräus mit 17,29 Meter seinen ersten offiziellen Titel.

Am 30. August 1986 gewann er bei den Europameisterschaften in Stuttgart mit 17,66 m und 33 Zentimetern Vorsprung auf Māris Bružiks aus der Sowjetunion.

1987 begann für Christo Markow mit einer Niederlage bei den Halleneuropameisterschaften in Liévin. Mit 17,12 m hatte er drei Zentimeter Rückstand auf den Franzosen Serge Hélan. Zwei Wochen später wurde Markow bei den Hallenweltmeisterschaften in Indianapolis Vierter mit 16,96 m. Es siegte der US-Amerikaner Mike Conley Sr. mit 17,54 m. Im Finale der Weltmeisterschaften in Rom am 31. August sprang Conley sogar 17,67 m, aber Markow setzte mit 17,92 m im fünften Versuch einen Europarekord in die Grube und gewann sicher.

Das Olympiajahr 1988 begann für Markow mit einem vierten Platz und 17,19 m bei den Halleneuropameisterschaften in Budapest. Bei den Olympischen Spielen in Seoul sprangen in der Qualifikation drei Dreispringer aus der Sowjetunion weiter als Markow: Alexandr Kowalenko, Ihar Lapschyn und Oleg Prozenko. Das Finale am 24. September versprach demnach große Spannung. Gleich mit seinem ersten Sprung von 17,61 m nahm Markow aber die Spannung aus dem Wettbewerb. Lapschin kam mit seinem letzten Sprung auf 17,52 m und gewann Silber vor Kowalenko und Prozenko.

Mit 23 Jahren hatte Christo Markow damit alle großen Titel gewonnen und war zum erfolgreichsten bulgarischen Leichtathleten aller Zeiten aufgestiegen.

Nach 1988

Bei den Europameisterschaften 1990 in Split sprang Christo Markow mit 17,43 m zu Silber hinter Leonid Woloschin aus der Sowjetunion, der auf 17,74 m kam. Bei den Weltmeisterschaften 1991 in Tokio und bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona scheiterte Markow jeweils in der Qualifikation.

Nach seiner Karriere schlug Christo Markow die Trainerlaufbahn ein.

Literatur

  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896–1996 Track and Field Athletics, Berlin 1999, publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e. V.

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg James Connolly | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Peter O’Connor | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Tim Ahearne | 1912: SchwedenSchweden Gustaf Lindblom | 1920: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Vilho Tuulos | 1924: AustralienAustralien Nick Winter | 1928: Japan 1870Japan Mikio Oda | 1932: Japan 1870Japan Chūhei Nambu | 1936: Japan 1870Japan Naoto Tajima | 1948: SchwedenSchweden Arne Åhman | 1952: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1956: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1960: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1964: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1980: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Jaak Uudmäe | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Joyner | 1988: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Christo Markow | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Conley | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kenny Harrison | 2000: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Edwards | 2004: SchwedenSchweden Christian Olsson | 2008: PortugalPortugal Nelson Évora | 2012: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2020: PortugalPortugal Pedro Pichardo | 2024: SpanienSpanien Jordan Díaz

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Hallenweltmeister im DreisprungVorlage:Klappleiste/Anfang 1934: Willem Peters | 1938: Onni Rajasaari | 1946: Valle Rautio | 1950: Leonid Schtscherbakow | 1954: Leonid Schtscherbakow | 1958: Józef Szmidt | 1962: Józef Szmidt | 1966: Georgi Stojkowski | 1969: Wiktor Sanejew | 1971: Jörg Drehmel | 1974: Wiktor Sanejew | 1978: Miloš Sreiović | 1982: Keith Connor | 1986: Christo Markow | 1990: Leonid Woloschin | 1994: Denis Kapustin | 1998: Jonathan Edwards | 2002: Christian Olsson | 2006: Christian Olsson | 2010: Phillips Idowu | 2012: Fabrizio Donato | 2014: Benjamin Compaoré | 2016: Max Heß | 2018: Nelson Évora | 2022: Pedro Pichardo | 2024: Jordan Díaz Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Halleneuropameister im Dreisprung