Awdal
| Awdal | |
|---|---|
| Datei:Awdal in Somaliland.svg | |
| Basisdaten | |
| Staat | Somalia |
| Hauptstadt | Boorama |
| Fläche | 21.374 km² |
| Einwohner | 673.263 (Berechnung 2013<ref>population estimation survey 2014 (UNFPA), Tabelle A3 (englisch; PDF; 5,38 MB).</ref>) |
| Dichte | 31 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | SO-AW |
{{#coordinates:10|43,2|primary
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}}Awdal (somalisch Awdal, arabisch أودال, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Region (gobolka) im Norden Somalias und Teil des Gebiets, das vom international nicht anerkannten Somaliland beansprucht wird. Seine Hauptstadt nach Verwaltungseinteilung Somalias ist die Stadt Baki. Größere Bedeutung haben heute aber vor allem das deutlich angewachsene Boorama, die größte Stadt der Region und Hauptstadt nach Verwaltungseinteilung Somalilands, oder auch die Hafenstadt Zeila (Seylac). Der Name leitet sich ab vom ehemals die Region beherrschenden Sultanat Adal.
Awdal besteht aus den Distrikten Baki, Boorama, Lughaya und Saylac und liegt zwischen dem Golf von Aden, Dschibuti, der äthiopischen Region Somali und der innerhalb Somalias angrenzenden Region Woqooyi Galbeed (bzw. Saaxil). Früher war Awdal ein Teil von Woqooyi Galbeed.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNHCR: Somalia-Länderinformation ( vom 26. August 2006 im Internet Archive)(englisch).</ref><ref>CIA-Karte der Verwaltungsgliederung Somalias, Stand 1988 (englisch).</ref>
Die Bewohner von Awdal gehören hauptsächlich dem Somali-Clan Gadabuursi an, einem Subclan der Dir.
Geschichte
Das Gebiet war während des 15. und 16. Jahrhunderts Teil des Sultanat Adal, einer mittelalterlichen Großmacht in der Region. In Zeila an der Küste und entlang der südlichen Grenze zum benachbarten Äthiopien sind aus dieser Zeit noch zahlreiche Ruinen erhalten, die durch den britischen Afrikaforscher Richard Francis Burton beschrieben wurden, als er die Region in den 1850ern besuchte.<ref>Timothy Insoll: Aksum to Adal: Ethiopia and the Horn of Afrika. In: The Archaeology of Islam in Sub-Saharan Africa, Cambridge University Press 2003, ISBN 978-0-521-65702-0, S. 59 ff. (englisch).
(eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref>
In der Kolonialzeit war das Gebiet ein Teil von Britisch-Somaliland und nach Erlangung der Unabhängigkeit bildete es die Grenzregion Somalias zur ehemals französischen Kolonie, deren Bevölkerung zwar ebenfalls mehrheitlich aus Somali des Issa-Clan besteht, sich aber in einer Abstimmung gegen einen Zusammenschluss entschied und als Dschibuti einen eigenen Staat bildete.
Beim Zerfall des Zentralstaats nach Ausbruch des Somalischen Bürgerkriegs, stand das Gebiet unter Kontrolle der Clanführer, die im Jahr 1991 Somaliland gegründet haben und mit neuer Hauptstadt Hargeysa seither für die dauerhafte Loslösung von Somalia und eine internationale Anerkennung als unabhängiger Staat kämpfen.
Einige Clans, welche die Autorität des mehrheitlich von Isaaq bewohnten Somaliland nicht anerkennen wollten, erklärten das Gebiet im Jahr 1995 als „Republik Awdal“ für unabhängig.<ref>Awdal Republic, Declaration of Independence (englisch).</ref> Die umgangssprachlich oft als Awdalland bezeichnete Staatsgründung wurde jedoch von keinem anderen Staat anerkannt und scheint auch in der Folgezeit nicht ernsthaft oder zumindest nicht dauerhaft umgesetzt worden zu sein.
Im Jahr 2009 folgte die Neugründung durch Gegner der Regierung in Somaliland, die als Awdalland oder Adal State of Somalia zwar eine Trennung von Somaliland, aber keine vollständige Eigenstaatlichkeit, sondern die Rückkehr als Bundesstaat in ein föderales Somalia zum Ziel hatte. Im Jahr 2011 erklärten lokale Führer der Region mit vergleichbaren Motiven zunächst für Zeila, im darauffolgenden Jahr auch das Umland als Saylac & Lughaya State of Somalia zum somalischen Bundesstaat und lösten sich damit von Somaliland.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Saylac-und-Lughaya-Staat auf xariiradnews.com ( vom 14. Mai 2013 im Internet Archive), abgerufen am 18. Juni 2013 (englisch).</ref> Die Bewegung konnte aber der durch Somaliland eingesetzten Regionalverwaltung die Kontrolle über das Gebiet nicht abnehmen.
Weblinks
- Karte der Region bei Food Security Analysis Unit Somalia (englisch; PDF; 164 kB)
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Navigationsleiste Verwaltungsgliederung SomalilandVorlage:Klappleiste/Anfang
Bakool | Banaadir | Bay | Galguduud | Gedo | Hiiraan | Jubbada Dhexe | Jubbada Hoose | Shabeellaha Dhexe | Shabeellaha Hoose
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Somaliland: Awdal | Sanaag | Sool | Togdheer | Woqooyi Galbeed (Maroodi Jeex) | Saaxil
| Kolonialzeit |
Datei:Majeerteen sultanate flag.jpg Majerteen-Sultanat (1600–1924) | Datei:Dervish flag.svg Staat der Derwische (1896–1920, Unabhängigkeitsbewegung/Miliz) | Datei:Flag of the German East Africa Company.svg Deutsche Kolonialbestrebungen (1885–1890, Schutzverträge) | Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Italienisch-Somaliland (ab 1888 Protektorat unter Zivilverwaltung durch Kolonialgesellschaften, ab 1905 Kolonie) | Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Oltre Giuba (1924–1926), eigenständige Kolonie bis zur Angliederung an Ital.-Somaliland) | Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Italienisch-Ostafrika (1936–1941, enthielt Somalia als Teilgebiet, ab 1940 inkl. erobertes Britisch-Somaliland) | Britisch-Somaliland (Datei:Flag of the United Kingdom.svg ab 1884 aus Britisch-Indien verwaltet, Datei:Flag of British Somaliland (1903–1950).svg ab 1903 unter Foreign Office, 1905–1940 und ab 1941 Colonial Office) | ||||||
| Nach dem Zweiten Weltkrieg |
Datei:State ensign of Italy.svgDatei:Flag of the United Nations.svg Treuhandgebiet Somalia (1947–1960) | Datei:Flag of British Somaliland (1950–1952).svg Britisch-Somaliland (1941–1960, Kolonie) | Datei:Flag of Somalia.svg Staat Somaliland (26. Juni 1960 – 1. Juli 1960, Übergangsstaat) | ||||||
| Ab Unabhängigkeit bis zum Bürgerkrieg |
Datei:Flag of Somalia.svg Republik Somalia (Juli 1960 – Oktober 1969, demokratisches Präsidialsystem) | ||||||
| Bürgerkriegszeit Zerfall des Zentralstaats (Ansprüche auf Anerkennung) |
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| Neue Verfassung von 2012 |
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