Yburg (Remstal)
| Yburg | ||||||
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Luftbild der Yburg von Westen | ||||||
| Alternativname(n) | Eibenburg, Yberg | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Kernen im Remstal | |||||
| Entstehungszeit | um 1300 bis 1350 | |||||
| Burgentyp | Höhenburg, Hanglage | |||||
| Erhaltungszustand | Ruine | |||||
| Geographische Lage | 48° 47′ N, 9° 21′ O
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| Höhenlage | 330 m ü. NN | |||||
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Die Yburg [<templatestyles src="IPA/styles.css" />], auch Yberg oder Eibenburg genannt, ist die Ruine einer Hangburg auf der Gemarkung der Gemeinde Kernen im Remstal im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg.
Geographische Lage
Südwestlich oberhalb des Kernener Ortsteils Stetten im Remstal auf 330 m ü. NN ragt die Yburg weithin sichtbar aus den Weinbergen an den Hängen eines Seitentals der Rems empor. Die von Weinbergen umgebene ehemalige Wohnburg wurde nicht auf einer Anhöhe, sondern in den Hang hinein gebaut.
Sie liegt inmitten der renommierten Weinlagen Pulvermächer, Lindhälder und Brotwasser.<ref>FAZ.net vom 16. April 2021: Der Sprengmeister von der Y-Burg</ref>
Name
Der ursprüngliche Name des Gebäudes lautete Eibenburg. Dieser Name wandelte sich allmählich über Yberg zur heutigen Bezeichnung Yburg.
Geschichte
Die Yburg wurde im frühen 14. Jahrhundert von den Truchsessen von Stetten erbaut; die genaue Bauzeit ist unbekannt. Nach dem Bau des Schloss Stetten im Tal (1384–1387) verlor die Yburg an Bedeutung für die Stettener Herrschaft. Hans von Yberg verkaufte sie 1443 mitsamt seinem Anteil am Dorf an das Haus Württemberg. Die 1598 als baufällig beschriebene Burg wurde 1659 instand gesetzt und erhielt ein viertes Stockwerk.
Auf Befehl des Herzogs Carl Eugen von Württemberg wurde die Burganlage 1760/61 bis auf die heute noch sichtbaren Außenwände abgerissen.
1845 wurde im Innenhof der Yburg eine Platane gepflanzt.<ref>Erwin Bochterle: Aus der Geschichte von Stetten im Remstal und seinen Fluren. Greiner, Remshalden, 2005, S. 20.</ref> Diese wurde 1931 wieder entfernt, da sich in der Baumkrone etliche Vögel sammelten, die sich über die Trauben der umliegenden Weinberge hermachten.
1969 kaufte die Gemeinde Stetten im Remstal die Yburg vom Haus Württemberg und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich.<ref>Walther-Gerd Fleck: DIE YBURG OB STETTEN IM REMSTAL. In: Burgen und Schlösser 1974/1. 1974, abgerufen am 11. September 2021.</ref> 2018 wurde das Mauerwerk saniert.<ref>Harald Beck: Wie die Herren von Stetten auf Wohnungsuche waren. Stuttgarter Zeitung, 22. August 2022, abgerufen am 27. August 2022.</ref>
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Modell der Yburg im Museum unter der Yburg
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Pinselzeichnung der Yburg von 1840
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Yburg mit Platane im Innenhof
Beschreibung
Da die Burganlage als reine Wohnburg konzipiert war, verfügte sie über keinerlei Verteidigungsanlagen.
Die Yburg gleicht in ihrem äußeren Erscheinungsbild etwa einem Würfel. Die schmucklosen Außenmauern sind noch alle erhalten. Auf der talwärts gerichteten Westseite befindet sich das Eingangstor. Linker Hand des Eingangs liegt im Inneren der Burg ein türloser Raum mit gewölbter Decke, der bis zur Nordmauer reicht und dort ein schmales Fenster hat.
An der Ostseite befinden sich zwei ebenfalls mit gewölbter Decke versehene Räume, deren spitzbogige Zugänge gegenüber dem Burgeingang liegen. Die Räume selbst reichen bis zur Außenwand der Burg und haben dort jeweils ein schmales Fenster.
In der rechts des Eingangs liegenden Südwestecke des Gebäudes führt eine Treppe hinauf in das nächste Stockwerk. Die Decken der darüber liegenden Geschosse und das Dach sind nicht mehr vorhanden.
Da die Burg keinen eigenen Brunnen besaß, musste das Wasser über die Burgsteige vom Tal herauf getragen werden.
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Bauaufnahme der Yburg von Westen (links) und von Norden (rechts)
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Grundriss vom Erdgeschoss (links) und vom 1. Obergeschoss (rechts)
Bilder
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Blick auf die Yburg von Südosten
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Das Eingangstor
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Eingänge der Kellerräume
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Innenansicht der Westmauer
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Anschluss des Nischengewölbes an die Kellerwand
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Blick von den Weinbergen aus über Burg und Remstal
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Die beleuchtete Yburg bei Nacht
Heutige Nutzung
Die Ruine ist ein beliebtes Wanderziel, da sie eine gute Aussicht über Stetten und das Remstal bietet.
Jedes Jahr im August findet hier eine Weinprobe der Stettener Weingärtnergenossenschaft statt.
Besonderheiten
Der Stettener Weinweg, ein etwa einstündiger Rundgang rund um die Burg durch die Weinberglagen Lindhälder, Brotwasser und Pulvermächer, bietet die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Sorten und ihren Anbau zu informieren.
Die Lage „Brotwasser“ unterhalb Burg verdankt ihren Namen einer in Stetten residierenden Hofdame, die ihr Brot statt in Wasser heimlich in Wein tauchte.
Seit dem 17. April 2011 sind bei der Yburg Skulpturen von Karl Ulrich Nuss aufgestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beitrag der Stuttgarter Zeitung über die Skulpturen an der Yburg ( vom 15. Februar 2015 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ZVW - Eine Begegnung mit Bildhauer Karl Ulrich Nuss und seinem Werk mit der Stadt- und Kunstführerin Toni Herm in Kernen ( vom 18. Juni 2019 im Internet Archive)</ref>
- Skulpturen bei der Yburg
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Literatur
- Gerhard Fritz, Roland Schurig (Hrsg.): Die Burgen im Rems-Murr-Kreis. 1. Ausgabe. Verlag Manfred Hennecke, Remshalden 1994, ISBN 3-927981-42-7, S. 78–80.
- Walther-Gerd Fleck: Die Yburg ob Stetten im Remstal. Zeitschrift Burgen und Schlösser 1974/1, S. 28–31
Weblinks
- Stettener Weinweg
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Herkunft der Bezeichnung „Brotwasser“ (pdf) ( vom 28. September 2007 im Internet Archive) (377 kB)
- Dokumentation auf YouTube: Die Yburg - Geschichte und Geschichten aus Kernen-Stetten
Einzelnachweise
<references />
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Befestigte Höfe: Erbachhof | Gollenhof
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