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Chris Anderson (Journalist)

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Datei:Chris Anderson 2020.jpg
Chris Anderson (2020)

Chris Anderson (* 1961 in London) ist ein US-amerikanischer Journalist und Unternehmer. Er ist CEO von 3D Robotics sowie Gründer von DIY Drones. Von 2001 bis 2012 war er Chefredakteur der Zeitschrift Wired.<ref name="AboutChris">Chris Anderson: Chris Anderson. In: about.me. 2013, abgerufen am 19. Januar 2013 (englisch).</ref> Vorher war er sieben Jahre bei dem britischen Wirtschaftsblatt The Economist, sowie bei Nature und Science beschäftigt.<ref>Interview mit Spiegel Online, 2002</ref> Er besitzt einen Bachelor of Science in Physik von der George Washington University.<ref name="AboutChris" />

Ideen

Anderson sorgte mit seiner Long-Tail-Theorie, die er im Jahre 2004 in einem Artikel für Wired erstmals vorstellte, für Aufsehen in und außerhalb der Computer- und Medienbranche. In einem gleichnamigen Buch aus dem Jahre 2006 (The Long Tail. Why the Future of Business Is Selling Less of More.) erläuterte er sie näher. Es geht dabei um das Phänomen, dass neben den sogenannten Blockbustern z. B. im Musikgeschäft heutzutage beträchtliche Kaufkraft auch in Nischenmärkte mit weniger bekannten Künstlern entfalle<ref>arte.tv: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview der Woche – Chris Anderson (Memento vom 12. Januar 2009 im Internet Archive)</ref> und so der Anteil der Hits relativ gesehen abnehme, dies werde möglich gemacht durch moderne Produktionstechniken wie z. B. Musiksoftware zum Selberaufnehmen von Musiktiteln, das Internet als Distributionsmedium sowie Foren wie MySpace oder auch Amazon, in denen weniger die Werbebotschaften der Produzenten als vielmehr die Beurteilungen durch sogenannte Peers über den Erfolg eines Musikstücks oder eines Künstlers entschieden. Anderson ist auch einer der Vordenker des Web-2.0-Journalismus. Im Interview mit Focus Online sagte er im Jahr 2010: „Ich denke gar nicht mehr in solchen Kategorien wie ‚Journalismus‘. Mir geht es um etwas anderes: Es ist offensichtlich, dass das Internet Verbreitungskanäle für jedermann geöffnet hat. Heutzutage hat eine überwältigende Mehrheit all jener Nutzer, die schreiben, Videos und Hörstücke produzieren – also alle denkbaren Arten von Inhalten produzieren, die vorher den traditionellen Medien vorbehalten waren –, nichts mehr mit berufsmäßigem Journalismus zu schaffen. Diese Nutzer stehen direkt mit qualifizierten Journalisten im Wettbewerb.“<ref>„Wired“-Chefredakteur Chris Anderson: „Man muss den Online-Zugang begrenzen“. auf: focus.de, 22. Januar 2010.</ref>

Plagiatsvorwurf 2009

Bei der Vorstellung seines Buches Free im Juni 2009 warf ein Rezensent Anderson vor, weite Strecken seines Buches unter anderem aus der Wikipedia übernommen zu haben.<ref>vqronline.org: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chris Anderson’s Free Contains Apparent Plagiarism (Memento vom 7. Juli 2009 im Internet Archive) (englisch)</ref> Anderson gab zu, dies getan zu haben; eine ordentliche Herkunftsangabe sei bedauerlicherweise teilweise unterblieben, da er im Gespräch mit dem Verlag keine geeignete Zitierweise gefunden habe.<ref>The Chris Anderson Plagiarism Controversy. auf: plagiarismtoday.com, 24. Juni 2009.</ref><ref>huffingtonpost.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (englisch)</ref> In seinem Blog übernahm er die Verantwortung für diese Fehler und merkte an, dass diese in der digitalen Ausgabe von Free korrigiert worden seien. Die Quellennachweise wurden später in seinem Blog nachgereicht.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Free Notes.] (PDF; 85 kB) In: longtail.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Schriften

  • The Long Tail – der lange Schwanz. Nischenprodukte statt Massenmarkt – Das Geschäft der Zukunft. Aus dem Amerikanischen von Michael Bayer und Heike Schlatterer. Hanser, München 2007, ISBN 978-3-446-40990-3.
  • Free – Kostenlos: Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets. Campus, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-593-39088-8.
  • Makers: Das Internet der Dinge: Die nächste industrielle Revolution. Hanser, München 2013, ISBN 978-3-446-43482-0.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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