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Buggensegel

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Buggensegel
Gemeinde Salem
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(365)&title=Buggensegel 47° 45′ N, 9° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(365) 47° 44′ 42″ N, 9° 18′ 10″ O
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Höhe: 432 m ü. NHN
Fläche: 3,61 km²
Einwohner: 365 (31. Dez. 2024)<ref name="Kommunaldaten">Einwohnerzahl und Fläche Gemeinde Salem. Abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 88682
Vorwahl: 07553
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Buggensegel ist ein Ortsteil der Gemeinde Salem im Bodenseekreis in Baden-Württemberg.

Geographie

Lage

Buggensegel liegt in der Bodenseeregion, am Südrand des Salemertals. Es ist ein kleines Dorf rund drei Kilometer südlich des Ortszentrums von Salem und schmiegt sich an die Ostseite des Margaretenberges.<ref> Buggensegel auf Landeskunde entdecken online – leoBW</ref> Hier vereinigen sich die Wasserläufe des unteren Linzgaus. Zuerst im Ort die Salemer Aach mit dem Stefansfelder Kanal und dann etwas östlich bei Wehausen der Zusammenfluss mit der Deggenhauser Aach zur Seefelder Aach.

Gliederung

Zu Buggensegel gehören das Dorf Buggensegel, das Hofgut Wehausen und die Höfe Bremgarten und In den Rubäckern.<ref name="Amtliche Beschreibung">Salem b) Buggensegel in: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 591f.</ref>

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte

Buggensegel dürfte vermutlich in der ersten fränkischen Siedlungsphase des 6./7. Jahrhunderts entstanden sein.<ref>Hugo Gommeringer: Buggensegel, S. 60–61, in: Salemer Wappen. 2000</ref>

Mittelalter und frühe Neuzeit

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Buggensegel unter dem Namen Bugo Sedilium = „Siedlung des Bugo“ im Jahre 1094 in einer Urkunde des Schaffhauser Klosters „Allerheiligen“. Konrad von Markdorf verkaufte 1220 sein Dorf Buggensegel an Kloster Salem, das 1270 von den Grafen von Heiligenbergern auch die Vogtei erwarb.<ref>Buggensegel auf Landeskunde entde-cken online – leoBW</ref> Im Jahr 1637 erwarb Salem auch die Landeshoheit (Hochgerichtsbarkeit) von Heiligenberg.

Das Hofgut Wehausen kommt 1260 als Schenkung von der Familie Falkenstein an das Spital Konstanz. Im Dreißigjährigen Krieg 1647 wurde der Hof von den Schweden verbrannt. Der Wiederaufbau erfolgte 1786.

Moderne

Nach der Enteignung des Klosters Salem im Rahmen der Säkularisation 1803 gehört der Ort zunächst zum markgräflichen Oberamt, ab 1813 zum großherzoglichen Bezirksamt Salem im Seekreis und ab 1857 zum Bezirksamt Überlingen im Großherzogtum Baden, das 1939 in Landkreis Überlingen umbenannt wurde. Bis 1972 war Buggensegel selbständige Gemeinde.<ref></ref>

Im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg schloss sich Buggensegel 1972 mit sieben weiteren Orten zur Gemeinde Salem zusammen.<ref> Statistisches Landesamt BW: Gemeindeliste III - Herkunft und Verbleib der Gemeinden nach Abschluss der Kreis- und Gemeindereform, Stuttgart 1999 </ref>

Gesellschaft

Bevölkerung

Die Zahl der Einwohner stieg von 1850 bis in die 1980er Jahre nur sehr moderat an. In den folgenden Jahren bis heute hat sie sich dann um mehr als 50 % erhöht.

Vorlage:Tabellenstile
Jahr 1852 1871 1890 1910 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2024
Einwohnerzahl<ref>Einwohnerentwicklung von Buggensegel bei leograph-bw.de</ref> 178 146 180 173 205 181 228 210 224 230 292 365

Religion

Die Bevölkerung war bis zur Aufhebung der Klosterherrschaft 1803 ausschließlich katholisch. Dies ändert sich im 19. Jahrhundert kaum. Im Jahr 1925 waren dann etwa 5 % der Bewohner evangelisch, bis ins Jahr 1970 hat sich dies auf etwa 10 % erhöht.<ref>Buggensegel auf Landeskunde entdecken online – leoBW</ref> Buggensegel gehört zur ehemaligen katholischen Pfarrei Leutkirch (Neufrach), ab 2026 zur Pfarrei St. Nikolaus Markdorf.

Die altehrwürdige, der hl. Margareta und dem hl. Laurentius geweihte Kapelle in Buggensegel ist erstmals 1177 erwähnt. Zur Ausstattung des ursprünglich wohl romanischen Gotteshauses zählt ein Flügelaltar aus dem Jahr 1760. Die Kapelle wurde zwischen 1980 und 1984 innen und außen renoviert und erhielt eine kleine Orgel. Ein Kulturgut von besonderem Rang ist das romanische Altarkreuz vom Ende des 11. Jahrhunderts aus vergoldetem Kupfer.<ref>Hugo Gommeringer: Buggensegel, S. 51–53, in: Salemer Wappen. 2000</ref> Es stammt von den Herren von Markdorf waren, die Schutzvögte des Ortes und der Kapelle waren. Das Kreuz ist ein Andenken an die Teilnahme Conrads von Markdorf am Kreuzzug.<ref>Kuratorium Heimat und Arbeit: Die Gemeinden im oberen und unteren Linzgau, Bug-gensegel, S. 310–311 in: Der Kreis Überlingen / Überlingen und der Linzgau am Bodensee. 1972.</ref>

Politik

Letzter amtierender Bürgermeister der Gemeinde Buggensegel vor dem Zusammenschluss zur Gemeinde Salem 1972 war M. Felder.

Der Gemeinderat von Salem wurde von 1972 bis 2004 in einer unechte Teilortswahl gewählt. Das System garantierte jedem Ortsteil eine bestimmte Anzahl von Sitzen. In der Gemeinde Salem gibt es für jeden Ortsteil einen Ortsreferenten.

Datei:Buggensegel-PK1948 Adler-Kirche Schule P1949.tif
Postkarte Buggensegel um 1948 mit Schule, Kapelle und Gasthaus

Wappen

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Blau, vorne ein halbes, achtspitziges rotes Rad ohne Felgen am Spalt, hinten ein goldener Krummstab mit silbernem Pannisellus.“

Das Rad ist Sinnbild der Einheit. Es erinnert auch an die 1000-jährige Geschichte der Ritterschaft von Raderach und Markdorf. Der Krummstab mit Pannisellus lässt die Zugehörigkeit Buggensegels zur Zisterzienserabtei Salem erkennen.<ref>Hugo Gommeringer: Buggensege S. 51–53, in: Salemer Wappen. 2000</ref>

Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

Im Jahre 1906 wurde ein eigenes Volksschulgebäude in Buggensegel gebaut. 1951 errichtete die Gemeinde eine zentrale Wasserversorgung. In den Jahren 1962/63 wurde unter Bürgermeister Matthäus Feld die Flurbereinigung durchgeführt. In der Nähe des Ortes befindet sich die 1991 eingeweihte Kläranlage der Gesamtgemeinde Salem. Im Jahr 1999 wurden die Kanalisationsarbeiten im Ort abgeschlossen.

Verkehr

Die Hauptverbindungsstraße ist die K7760 von Mimmenhausen nach Ahausen. Sie durchquert Buggensegel. Die K7759 verbindet den Ort mit Neufrach, die K7761 mit Grasbeuren. Die Buslinie 7382 von Markdorf nach Meersburg führt durch Buggensegel. Die Bahnstation Salem ist knapp einen Kilometer entfernt.

Wirtschaft

Buggensegel war von der Landwirtschaft geprägt. 1939 gab es noch 26 Vollerwerbsbetriebe, bis 1970 hatte sich die Zahl bereits auf 13 reduziert. Ein wichtiger Betrieb war früher die Mühle mit Mahl- und Sägebetrieb an der Salemer Aach. Ein Dorfwirtshaus gab es schon im 19. Jahrhundert.<ref>Staiger, F. X. Conrad: Buggensegel, S. 255–258, in: Salem oder Salmansweiler … Constanz 1863 (ND 2008)</ref> Später gab es den Gasthof Adler.

Kultur

Sehenswürdigkeiten

Unter Denkmalschutz stehen neben der Kapelle die Mühle und das Sägewerk. Auch zwei Bauernhäuser (Bugostr. 13 / Margaretenstr. 9) und eine Fachwerkscheune (Margaretenstr. 3) haben diesen Status.<ref>Regierungspräsidium Tübingen Referat 26 Denkmalpflege: Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale in Baden-Württemberg, Bodenseekreis – Salem – Buggensegel</ref>

Bildung

Buggensegel gehörte schulisch bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts zum Schulverband Grasbeuren. Mit diesem blieb die Gemeinde anscheinend auch nach der Errichtung eines eigenen Volksschulgebäudes in Buggensegel im Jahre 1906 verbunden. Schulort ist heute Neufrach, nachdem die einklassige Schule 1966 aufgegeben worden war. In Buggensegel gibt es eine Sonderschule für entwicklungsverzögerte Kinder mit angeschlossenem Schulkindergarten.

Vereine und Veranstaltungen

Der Narrenverein Bugosteitzer Buggensegel führt während der Fasnachtszeit mehrere Veranstaltungen im Ortskern durch.

Literatur

  • Kuratorium Heimat und Arbeit (Hrsg.): Die Gemeinden im oberen und unteren Linzgau, Buggensegel, in: Der Kreis Überlingen / Überlingen und der Linzgau am Bodensee.1972. ISBN 3-8062-0102-1. , S. 310 f
  • Hugo Gommeringer: Buggensegel, in: Salemer Wappen. 2000. ISBN 3-929551-09-8. S. 51 ff
  • Gemeinde Salem: Findbuch Gemeindearchiv. Daten zur Geschichte der Altgemeinde Buggensegel. 2009
  • Staiger, F. X. Conrad: Buggensegel, in: Salem oder Salmansweiler … Constanz 1863 (ND 2008). S. 255 ff
  • Regierungspräsidium Tübingen Referat 26 Denkmalpflege: Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale in Baden-Württemberg Bodenseekreis – Salem – Buggensegel
  • Hugo Gommeringer: Kirchen und Kapellen in der Seelsorgeeinheit Salem. 2004. ISBN 3-7954-6483-8

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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