Fritz von Bergmann
Friedrich (Fritz) Ernst von Bergmann (* 17. September 1907 in Berlin; † 20. Juni 1982 ebenda), Dr. med., war Begründer, Kurator, Ehrenmitglied und Kanzler der Freien Universität Berlin.
Familie und Leben
Er entstammte einer baltischen Familie und war der Sohn des Medizin-Professors Gustav von Bergmann (1878–1955) und dessen erster Ehefrau Auguste Verwer (1882–1923).
Sein Abitur bestand er am Lessing-Gymnasium in Frankfurt am Main im Jahre 1927.<ref>Abiturjahrgang Ostern 1927; 731, v. Bergmann, Friedrich, *Berlin 17.09.07, Dr. Kuratorialdirektor zu Berlin-Wannsee, stud.med. Heidelberg, München Berlin München; dort Staatsexamen 32 und Prom. 34 (51/538); praktisches Jahr und Assistententätigkeit zu München; 37 Privatassistent am pharmakologischen Institut der Universität Berlin; bis 45 Wehrmachtsauftrag; nach verschiedenen Zwischentätigkeiten Sekretär des vorbereitenden Ausschusses zur Gründung einer freien Universität in Berlin; seit Februar 49 deren Kuratorialsekretär; K: Ruth (34); Helga (36); Klaus (40); Volker (43); Eva (45).
(Aus: Rudolf Bonnet: Das Lessing Gymnasium zu Frankfurt am Main - Lehrer und Schüler 1897–1947, Frankfurt am Main 1954)</ref>
Bergmann heiratete am 1. März 1933 in München die Fachärztin Christiane (Christel) Hetzer, die Tochter des Bankdirektors Dr. jur. Fritz Hetzer und der Ella Voss. Das Ehepaar hatte fünf Kinder.
Beide Eheleute waren Mitglieder der Berliner Widerstandsgruppe Onkel Emil.<ref>Rudolf Walther: Gruppe "Onkel Emil": Die vergessenen Hitler-Gegner. In: sueddeutsche.de. 18. Mai 2020, abgerufen am 17. Juli 2020.</ref>
Während des Zweiten Weltkriegs war er beim Heereswaffenamt eingesetzt.<ref name="spiegel-44418142">„Sie sind entlassen, Genosse“. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1970 (online).</ref>
Von September 1945 bis Juni 1946 leitete er die Abteilung Wissenschaft und Ausbildung der Deutschen Zentralverwaltung für das Gesundheitswesen in der Sowjetischen Besatzungszone. Danach arbeitete er als freier Journalist beim Tagesspiegel. Im Juni 1948 wurde er Sekretär des "Vorbereitenden Ausschusses der FU" und gehört im Dezember 1948 zu den Gründungsmitgliedern der Freien Universität Berlin.
Ab 1949 ist Friedrich von Bergmann Kurator und ab Juli 1969 Kanzler der FU Berlin.<ref>Chrinik der FU Berlin. Freie Universität Berlin, abgerufen am 27. Februar 2026.</ref>
Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Waldfriedhof Zehlendorf, Feld 036.
Ehrungen
Bergmann war Ehrendoktor der veterinärmedizinischen und der philologischen Fakultät.
Literatur
- Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser B Band XVI, Seite 65, Band 86 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1985, ISSN 0435-2408
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Literatur von und über Fritz von Bergmann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Biografie Friedrich von Bergmann in Kleine Chronik der FU
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bergmann, Fritz von |
| ALTERNATIVNAMEN | Bergmann, Friedrich von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 17. September 1907 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 20. Juni 1982 |
| STERBEORT | Berlin |