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Teerfleckenkrankheit

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Datei:Rhytisma acerinum.jpg
Durch Rhytisma acerinum hervorgerufene Teerfleckenkrankheit
Datei:Rhytisma acerinum 133667701.jpg
Teerfleck (Rhytisma acerinum) im Detail

Als Teerfleckenkrankheit, Schwarzfleckigkeit<ref>Eberhard Brockhaus (Hrsg.): Der grosse Brockhaus. Band 10.</ref> oder Ahornrunzelschorf<ref>Ahornrunzelschorf. In: Spektrum.de Lexikon der Biologie. Abgerufen am 18. August 2020.</ref> wird eine Blattkrankheit an Ahornbäumen bezeichnet.

Die Krankheit wird durch lokale Pilzinfektionen in den Blättern hervorgerufen. Die Fruchtkörper des parasitierenden Pilzes reifen im Spätsommer und sind zu dieser Zeit von intensiv pigmentierten Hyphen umgeben. Hierdurch verfärben sich die infizierten Blattpartien schwarz und das namengebende Krankheitsbild wird sichtbar. Zwei zu den Ascomyceten zählende Pilze gelten als Urheber der Krankheit: Während Rhytisma punctatum eher kleine schwarze Flecken bildet und ausschließlich Bergahorn befällt, verursacht Rhytisma acerinum große schwarze Flecken von 1–2 cm Durchmesser. Letztere Art ist weitaus häufiger und befällt sowohl Berg- als auch Spitzahorn und wird gelegentlich auch an anderen Ahornarten gefunden.

Die Infektion erfolgt im Frühjahr und geht von den Apothecien auf den abgefallenen Laubblättern des Vorjahres aus. Durch Regen und Wind werden die infektiösen Sporen gelöst und gelangen auf die Unterseite der Ahornblätter. Hier keimen die Sporen. Die Hyphen dringen also über die Blattunterseite ein, während sich die „Teerflecken“ später stets auf der Blattoberseite befinden.

Die Pilze sind für den Baum ungefährlich, da sie erst kurz vor dem Laubfall auftreten.<ref>Ahorn-Runzelschorf auf Baumportal.de</ref>

Andere Runzelschorf-Arten parasitieren an Weiden (Weiden-RunzelschorfRhytisma salicinum) oder Rosmarinheide (Rosmarinheiden-Runzelschorf – Rhytisma andromedae).

Bei starkem Befall empfiehlt sich eine Entfernung des abgefallenen Laubes im Herbst, um erneutem Befall im Folgejahr vorzubeugen.

Die frühere Annahme, die Teerfleckenkrankheit wäre ein Weiser für Reinluftgebiete, lässt sich nicht belegen. Diese Korrelation lässt sich vielmehr auf die jährlich Laubentfernung in städtischen Parks etc. zurückzuführen, die den Entwicklungszyklus des Pilzes unterbricht.<ref>Band 62 Bergahorn in der Reihe LWF-Wissen</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />