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Podest

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Datei:MP MTB Szczawno-Zdroj 2007 - kat. junior.jpg
Podeste bei einer Siegerehrung

Ein Podest ist eine Plattform, die dazu dient, eine Person, ein Bauwerk oder einen Gegenstand gegenüber der Umgebung zu erheben.

Wortherkunft

Podest war ursprüngliche nur eine Nebenform von Pedest. Dieses ist entweder eine Ableitung von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="Pfeifer-DWDS">So Wolfgang Pfeifer et al.: Podest. In: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache. 1993 (Artikel zum Lemma).</ref> („zu Fuß [gehend], auf den Füßen [stehend]“; zu lateinisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) „Fuß“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) „dastehen, stillstehen, verweilen“) oder – als Verkürzung einer eingedeutschten Form Pedestall – von Piedestal, das letztendlich zurückgeht auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und mittellateinisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Sitz“; seinerseits ein Lehnwort aus dem Germanischen).<ref>Bettina Bock: Etymologie Podest. Arbeitsstelle Deutsche Wortfeldetymologie, Sächsische Akademie der Wissenschaften und Seminar für Indogermanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, abgerufen am 5. August 2025.</ref> Die Entwicklung von „Pedest“ zu „Podest“ mag vom semantisch ähnlichen, aber griechischstämmigen Podium („erhöhte Plattform, Unterbau“; Bedeutung im Lateinischen: „Erhöhung, Untergestell“; von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), wörtlich „Füßchen“), beeinflusst worden sein.<ref name="Pfeifer-DWDS" />

Architektur

In der Architektur können Gebäude auf einem großen Podest ruhen, das von einer Terrasse oder einem Sockelgeschoss gebildet wird. In diesem Zusammenhang spricht man auch von einem „Sockel“, einem „Podium“ oder einer „Plinthe“. Ein Beispiel aus der antiken Sakralarchitektur ist der römische Podiumstempel.

Im Innenbereich werden kleinere Podeste verwendet, um eine Person aus einer Gruppe hervorzuheben, so zum Beispiel den Dirigenten eines Orchesters oder einen Redner bei einer öffentlichen Rede. Eine ein- oder mehrstufige Erhöhung des Bodens im Innenraum wird auch als „Estrade“ bezeichnet und dient beispielsweise als Aufstellungsort für einen Thron oder einen Altar.<ref name="FJ001">Wilfried Koch: Baustilkunde. Das Standardwerk zur europäischen Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart. 29., durchges. Auflage. Wissenmedia, Gütersloh, München 2009, ISBN 978-3-577-10231-5, S. 444.</ref>

Im Treppenbau wird der Treppenabsatz als „Podest“ bezeichnet.<ref name="FJ002">Wilfried Koch: Baustilkunde. Das Standardwerk zur europäischen Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart. 29., durchges. Auflage. Wissenmedia, Gütersloh, München 2009, ISBN 978-3-577-10231-5, S. 475.</ref> Es handelt sich dabei um eine Plattform, die zwischen zwei Treppenläufen eingefügt ist.

Podeste werden auch in Schlafzimmern (oft selbstgebaut) verwendet, um eine Erhöhung für das Bett zu erreichen und gleichzeitig darunter einen Lagerort zu schaffen.

Siegerehrung im Sport

Im Sport haben Podeste (in diesem Zusammenhang in Österreich Stockerl genannt) eine besondere Bedeutung bei der Siegerehrung. So wird bei den meisten Wettkämpfen üblicherweise ein dreistufiges Podest als Siegertreppchen benutzt, bei dem die mittlere Stufe am höchsten und dem Sieger vorbehalten ist.

Veranstaltungsbau

Im Veranstaltungsbereich werden flexible, höhenverstellbare Podeste eingesetzt. Diese einzelnen Podeste können als Bühnenelemente eingesetzt werden. Mit ihnen können unterschiedliche Höhenniveaus beispielsweise für einen Laufsteg ausgeglichen oder für großflächige bestuhlte Zuschauertribünen aufgebaut werden.

Üblich sind im Veranstaltungsbau Scherenpodeste oder Steckfußpodeste. Diese können flexibel auf- und abgebaut werden. Mit Rollen ausgestattet, werden die Podeste als Rollriser bezeichnet.

Datei:Brno, 140 let MHD (9900), vozovna Husovice, Škoda 25Tr-interiér.jpg
Podeste in einem Trolleybus

Personennahverkehr

Im öffentlichen Personennahverkehr wird bei Fahrzeugen von Podesten gesprochen, wenn der Fußboden im Fahrgastraum im Bereich der Sitzreihen höher liegt als im Gang. Insbesondere bei heutigen Niederflurfahrzeugen lassen sich Podeste aus konstruktiven Gründen oft nicht vermeiden.

Im Omnibusbau dienen Podeste auch bei hochflurigen Fahrzeugen dazu, die unter den Sitzen befindlichen Kofferräume für die Gepäckmitnahme zu vergrößern. Ein Beispiel für einen solchen Bus ist der Magirus-Deutz L 117 P, bei dem das „P“ in der Modellbezeichnung auf die Podeste hinweist.

Straßenverkehr

Zur Sichtbarkeit der Verkehrsregelung durch Verkehrsposten sollen Podeste beitragen. Damit diese bei unbesetztem Posten nicht als Hindernis wirken, sind sie häufig wegrollbar.

Datei:FwOl1993Loeschangriff01.jpg
Berlin 1993: X. Feuerwehr-Weltmeisterschaften des CTIF, Start des Löschangriffs vom Podest

Podest beim Feuerwehrsport

Bei der Disziplin Löschangriff beim Feuerwehrsport dient ein Podest als Bereitlegeplatz für die Tragkraftspritze, Feuerwehrschläuche und wasserführende Armaturen.<ref>Franz-Josef Sehr: X. Feuerwehr-Olympiade 1993 in Berlin. In: Florian Hessen 9/1993. Munkelt Verlag, 1993, ISSN 0936-5370, S. 24–26.</ref>

Siehe auch

Wiktionary: Podest – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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