Morinoideae
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| Datei:Morina persica 3.jpg
Morina persica in der Türkei | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Burnett |
Die Morinoideae sind eine Unterfamilie innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Es handelt sich widerstandsfähige, ausdauernde krautige Pflanzen, die Disteln oder Akanthus ähnlich sehen. Die hohlen Stängel sind oft mit verwelkten Blättern bedeckt. Die gegenständig oder quirlig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert; die Basis des Blattstieles ist oft stängelumfassend und bildet eine Blattscheide.<ref name="FOC" /> Die Blattspreiten besitzen oft einen dornigen Rand.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen in Scheinquirlen oder mehr oder weniger kopfigen Blütenständen<ref name="FOC" /> zusammen mit (meist) bedornten Hochblättern<ref name="FlPak" />. Der Nebenkelch wird aus vier verwachsenen Deckblättern gebildet und besitzt einige bis viele dornige Zähne oder Borsten sowie zwölf Nerven.
Die zwittrigen Blüten sind stark zygomorph und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen und der Kelch ist auf der Unterseite gespalten oder zweilippig. Die fünf Blütenkronblätter sind zu einer Röhre verwachsen, die kaum oder deutlich zweilippig, aber immer mit fünf Kronlappen endet. Es ist nur ein Staubkreis vorhanden und nur zwei oder alle vier Staubblätter sind fertil. Die Staubbeutel besitzen zwei Theken und öffnen sich entlang der Längsseite. Zwei<ref name="Delta" /> oder drei<ref name="FOC" /> Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, einkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Die Samenanlagen hängen. Der schlanke Griffel endet in einer einfachen Narbe.<ref name="FOC" />
Sie bilden achänenähnliche Früchte<ref name="Delta" />, die vom Nebenkelch und haltbaren Kelch umhüllt sind<ref name="FOC" />.
Taxonomie und Systematik
Die Morinoideae wurden 1835 von Gilbert Thomas Burnett in Outlines of Botany Seite 918 ("Morinidae") aufgestellt. Die Typusgattung ist Morina <templatestyles src="Person/styles.css" />L., die 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 28 aufgestellt wurde. Der Gattungsname Morina ehrt den französischen Arzt und Botaniker Louis Pierre Morin (ca. 1635–1715).<ref name="Burkhardt2018" />
Die hierher gehörenden Gattungen werden nach den letzten Ausgaben der Angiosperm Phylogeny Group zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) gestellt.<ref name="APGIII" /> Nach anderer Auffassung<ref name="APweb" /> werden sie in eine eigene Familie Morinaceae eingeordnet. Die zwei (oder drei) Gattungen mit etwa 13 Arten kommen von Südosteuropa bis zum Himalaya und südwestlichen China (zwei Gattungen und etwa zehn Arten) vor.
Zur Unterfamilie Morinoideae gehören nur zwei<ref name="FOC" /> (oder drei<ref name="Delta" /><ref name="GRIN" />) Gattungen mit etwa 13 Arten:
- Acanthocalyx (<templatestyles src="Person/styles.css" />DC.) <templatestyles src="Person/styles.css" />Tiegh., (Syn.: Morina sect. Acanthocalyx <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.): Die nur zwei Arten kommen im Himalaya und im Hengduan-Gebirge vor:
- Acanthocalyx alba (<templatestyles src="Person/styles.css" />Hand.-Mazz.) <templatestyles src="Person/styles.css" />M.J.Cannon
- Acanthocalyx nepalensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don) <templatestyles src="Person/styles.css" />M.J.Cannon: Es gibt zwei Unterarten:
- Acanthocalyx nepalensis subsp. delavayi (<templatestyles src="Person/styles.css" />Franch.) <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Y.Hong
- Acanthocalyx nepalensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don) <templatestyles src="Person/styles.css" />M.J.Cannon subsp. nepalensis
- Morina <templatestyles src="Person/styles.css" />L. (Syn.: Asaphes <templatestyles src="Person/styles.css" />Sprengel 1827 non <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. 1825, Cryptothladia (<templatestyles src="Person/styles.css" />Bunge) <templatestyles src="Person/styles.css" />M.J.Cannon, Morina sect. Cryptothladia <templatestyles src="Person/styles.css" />Bunge): Die etwa zehn Arten vom Balkan bis Zentralasien und zum östlichen Himalaya verbreitet, beispielsweise:
- Coulter-Kardendistel (Morina coulteriana <templatestyles src="Person/styles.css" />Royle): Sie kommt in Afghanistan, Pakistan und in Indien vor.<ref name="GRIN" />
- Zentralasiatische Kardendistel (Morina kokanica <templatestyles src="Person/styles.css" />K.S.Hao): Sie kommt in Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan vor.<ref name="POWO1" />
- Langblättrige Kardendistel (Morina longifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Wall. ex <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.)
- Morina persica <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Sie kommt von der Balkanhalbinsel und Vorderasien bis Pakistan, Afghanistan und dem westlichen Himalaja vor.<ref name="MCh" /><ref name="POWO1" />
- Cryptothladia (<templatestyles src="Person/styles.css" />Bunge) <templatestyles src="Person/styles.css" />M.J.Cannon: Diese Gattung wird in der Flora of China 2011 und bei POWO als Synonym von Morina geführt.<ref name="POWO" />
Quellen
- Morinaceae bei der APWebsite. (englisch)
- Charles D. Bell: Eintrag beim The Tree of Life Projekt, Version vom 16. Juli 2004. (englisch)
- Beschreibung der Morinaceae bei DELTA von L. Watson & M. J. Dallwitz. (englisch)
Einzelnachweise
<references> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. online. </ref> <ref name="APGIII"> Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG III. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 161, Nr. 2, 2009, S. 105–121, doi:10.1111/j.1095-8339.2009.00996.x. </ref> <ref name="APweb"> Morinaceae bei der APWebsite. (engl.) </ref> <ref name="Delta"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschreibung der Morinaceae ( des Vorlage:IconExternal vom 19. Oktober 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DELTA von L. Watson & M. J. Dallwitz. ( des Vorlage:IconExternal vom 3. Januar 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (englisch)</ref> <ref name="FlPak"> </ref> <ref name="FOC"> Deyuan Hong, Fred R. Barrie: Morinaceae. In: </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="MCh"> </ref> <ref name="POWO">Cryptothladia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="POWO1">Morina. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>