Edwin Moses
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Edwin Moses (2010)
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| Voller Name | Edwin Corley Moses | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 31. August 1955 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Dayton, Ohio | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 186 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 72 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Hürdenlauf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bestleistung | 47,02 s (400 m Hürden) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | Morehouse College/Team Adidas | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Leroy Walker | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 1988 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Edwin Corley Moses (* 31. August 1955 in Dayton, Ohio) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Leichtathlet. Er startete im 400-Meter-Hürdenlauf und dominierte diese Strecke in den 1970er- und 1980er-Jahren. Er wurde unter anderem zweimal Olympiasieger, zweimal Weltmeister und stellte viermal einen neuen Weltrekord auf.
Leben
Kindheit und Ausbildung
Der in Dayton aufgewachsene Edwin Moses wurde als zweiter von drei Söhnen des Lehrerehepaares Irving und Gladys Moses geboren. Der Vater war Footballspieler gewesen, die Mutter hatte Tennis gespielt. Moses kam zum ersten Mal mit der Leichtathletik an der Fairview High School in seiner Heimatstadt in Kontakt. Er musste aufgrund von Rassenunruhen einmal seine Schule wechseln, galt als unscheinbar und wurde von Baseball- und Basketballtrainern ignoriert. Er erhielt eine umfassende Schulausbildung, interessierte sich für Musik, Kunst und die Naturwissenschaften. Nach dem High-School-Abschluss wechselte Moses auf das renommierte Morehouse College in Atlanta, Georgia, wo er bis 1978 Physik studierte. Erst in seinem letzten College-Jahr 1975 kam in ihm der Wunsch auf, an den Olympischen Spielen 1976 in Montreal teilzunehmen. Der Hobbyläufer, 1,86 m groß und 72 kg schwer, wandte Theorien aus Physik, Biomechanik und Mathematik an, um seine Hürdenlauftechnik mit Kraft, guter Technik, physiotherapeutischer Expertise und vegetarischer Ernährung zu verbessern. Auch nutzte er einen Herzfrequenzmesser. Er lief immer mit dem linken Bein voran über die Hürden; damit konnte er näher an der Innenlinie seiner Bahnbegrenzung heranrücken, was sich in den Kurven als Vorteil erwies. Die Beschleunigung seines Knies optimierte er ebenso wie den Winkel, mit dem sein Fuß auf dem Boden aufkam.<ref>Ich habe solchen Betrug sehr persönlich genommen, Spiegel-Gespräch, Der Spiegel Nr. 48, 23.11.2024, S. 83 f.</ref> In dem militanten Baptistenpfarrer Lloyd Jackson fand er seinen ersten Betreuer und Berater.<ref name="Munzinger">Edwin Moses. In: Internationales Sportarchiv 32/2003 vom 28. Juli 2003, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 26/2012 (abgerufen via Munzinger Online).</ref>
Dominanz in den 1970er- und 1980er-Jahren
Erstmals auf sich aufmerksam machte Moses im März 1976 im 400-Meter-Hürdenlauf bei den Florida Relays in Gainesville. Er begann, bei Leroy Walker zu trainieren, und erzielte einen bis dahin nie bewältigten 13er-Rhythmus zwischen den Hürden auf seiner Spezialstrecke. Zwischen 1977 und 1987 sollte Moses den 400-Meter-Hürdenlauf prägen und blieb in 122 aufeinander folgenden Rennen über diese Distanz ungeschlagen. Am Anfang seiner Karriere wurde er durch sein äußeres Erscheinungsbild mit dunkler Sonnenbrille und Halskette oft mit der schwarzen Befreiungsbewegung in Verbindung gebracht, was er jedoch entschieden zurückwies.<ref name="Munzinger"/> Zu seinen Erfolgen zählen die Olympiasiege in Montreal 1976 und Los Angeles 1984, während er an den Spielen 1980 in Moskau aufgrund des Boykotts der westlichen Staaten nicht teilnehmen konnte. Bei den erstmals ausgetragenen Weltmeisterschaften in Helsinki 1983 gewann er ebenso den Titel auf seiner Paradestrecke wie vier Jahre später in Rom 1987. Zwischen 1976 und 1983 stellte er viermal den Weltrekord auf, zuletzt am 31. August 1983 beim Internationalen Abendsportfest in Koblenz mit 47,02 Sekunden. Diese Zeit wurde erst neun Jahre später bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona durch Kevin Young unterboten. Hinzu kamen Siege beim Weltcup (1977 in Düsseldorf, 1979 in Montreal, 1981 in Rom) und den Goodwill Games 1986 in Moskau.
Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles versprach er sich bei der Eröffnungsfeier beim olympischen Eid. Im gleichen Jahr wurde Moses von der Zeitschrift Sports Illustrated zum Sportler des Jahres gewählt. Moses’ Siegesserie riss im Juni 1987 bei einem Wettkampf in Madrid (er war erst spät am Abend angekommen und hatte sich noch eine Lebensmittelvergiftung zugezogen), als er sich in 47,69 Sekunden seinem neun Jahre jüngeren Mannschaftskollegen Danny Harris (47,56 s) geschlagen geben musste und bei einem Sportfest in Paris stürzte. Nach seinem zweiten WM-Sieg reiste er ein Jahr später wieder als Favorit zu den Olympischen Spielen in Seoul.<ref name="Munzinger"/> Dort dominierte Moses klar Vorlauf und Halbfinale, ehe er sich im Finale hinter seinem Landsmann Andre Phillips (47,19 s) und dem Senegalesen Amadou Dia Ba (47,23 s) in 47,56 Sekunden nur mit Bronze begnügen musste. Im selben Jahr beendete er seine sportliche Karriere. Später angekündigten Comebacks für 1991 und 2004 kam er nicht nach.
Privatleben und Engagement nach Ende seiner Läuferkarriere
1982 heiratete Edwin Moses, der auch den Pilotenschein erwarb, die Berlinerin Myrella Bordt. Von der Kostümbildnerin griechisch-äthiopischer Abstammung trennte er sich 1991.<ref>https://www.sportschau.de/leichtathletik/leichtathletik-legende-edwin-moses-vom-physiker-zum-weltrekordler,leichtathletik-400-huerden-moses-100.html</ref> Aus einer späteren Beziehung mit seiner deutschen Managerin Anne Merrem stammt sein Sohn Ed Julian Moses.<ref>https://www.volksfreund.de/region/mosel-wittlich-hunsrueck/grosse-namen-begleiten-ihren-weg_aid-5072058</ref> Nach seiner Leichtathletikkarriere geriet er in eine persönliche Krise, ordnete sein Leben neu und erwarb 1994 am Pepperdine College in Malibu (Kalifornien) einen Master in Betriebswirtschaftslehre.<ref name="Munzinger"/> Auch versuchte er sich als Bremser im Zweierbob. Dabei erreichte er 1990 einen dritten Platz beim Weltcup in Winterberg.<ref>Hal Higdon: Blur on Ice. In: Boys' Life, Dezember 1991, S. 24-27, 67 </ref>
Später bekleidete Moses offizielle Ämter und engagierte sich für einen sauberen Sport; so gehörte er im Nationalen Olympischen Komitee der USA (USOC) der Anti-Doping-Kommission als Verwaltungsratsvorsitzender an, als sie gegen den US-Radrennfahrer Lance Armstrong vorging. Bis 1996 war Moses auch Mitglied der Athletenkommission des IOC. Aus diesen Ämtern zog er sich jedoch zurück. Als Vorsitzender der Laureus World Sports Academy vergibt er jährlich den Laureus World Sports Award.
Dokumentation
Der Dokumentarfilm 13 Steps (dt. Titel: "Unschlagbar") beschreibt sein Leben und reflektiert seine Tätigkeiten nach seiner Karriere für eine faire Bezahlung von Sportlern, gegen Rassismus und gegen Doping. Die Dokumentation wurde im Dezember 2024 im Kino gezeigt, die deutsche TV-Ausstrahlung erfolgte am 28. August 2025 in der ARD.<ref>https://www.sportschau.de/leichtathletik/leichtathletik-legende-edwin-moses-vom-physiker-zum-weltrekordler,leichtathletik-400-huerden-moses-100.html</ref>
Auszeichnungen
- 2006: Auszeichnung „Sportler mit Herz“ auf dem Deutschen Sportpresseball
- 2009: Sports for Peace Award
- 2012: Aufnahme in die IAAF Hall of Fame
- 2018: Laureus World Sports Awards Lifetime Achievement
Dokumentationen
- Michael Wech: MOSES – 13 STEPS. Deutschland, 2024 (110 Min.)<ref>https://german-documentaries.de/en_EN/films/moses-13-steps.22946 (abgerufen 18 Mai 2024)</ref>
Literatur
- Marty Gitlin: The 100 Greatest American Athletes. Roman & Littlefield, 2018, ISBN 978-1-5381-1027-0, S. 329
Weblinks
- Vorlage:Olympedia
- Sportgespräch: Edwin Moses – Erinnerungen an eine große Karriere. Deutschlandfunk, 16. Mai 2024 (Audio, 26:55 Min.)
- Julien Oberholzer: UNVERGESSEN. Nach 122 Siegen in Folge reisst die unglaubliche Serie von Edwin Moses. Watson, 4. Juni 2020
- Edwin Moses Biography bei Major Taylor Association, Inc.
Einzelnachweise
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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1900: Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Walter Tewksbury | 1904: Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Harry Hillman | 1908: Datei:Flag of the United States (1908-1912).svg Charles Bacon | 1920: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Frank Loomis | 1924: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Morgan Taylor | 1928: Vereinigtes Königreich Lord Burghley | 1932: Datei:Flag of Ireland.svg Bob Tisdall | 1936: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Glenn Hardin | 1948: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Roy Cochran | 1952: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Charles Moore | 1956: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Glenn Davis | 1960: Vereinigte Staaten Glenn Davis | 1964: Vereinigte Staaten Rex Cawley | 1968: Vereinigtes Königreich David Hemery | 1972: Datei:Flag of Uganda.svg John Akii-Bua | 1976: Vereinigte Staaten Edwin Moses | 1980: Datei:Flag of East Germany.svg Volker Beck | 1984: Vereinigte Staaten Edwin Moses | 1988: Vereinigte Staaten Andre Phillips | 1992: Vereinigte Staaten Kevin Young | 1996: Vereinigte Staaten Derrick Adkins | 2000: Vereinigte Staaten Angelo Taylor | 2004: Datei:Flag of the Dominican Republic.svg Félix Sánchez | 2008: Vereinigte Staaten Angelo Taylor | 2012: Datei:Flag of the Dominican Republic.svg Félix Sánchez | 2016: Vereinigte Staaten Kerron Clement | 2020: Datei:Flag of Norway.svg Karsten Warholm | 2024: Vereinigte Staaten Rai Benjamin
Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
1983: Edwin Moses | 1987: Edwin Moses | 1991: Samuel Matete | 1993: Kevin Young | 1995: Derrick Adkins | 1997: Stéphane Diagana | 1999: Fabrizio Mori | 2001: Félix Sánchez | 2003: Félix Sánchez | 2005: Bershawn Jackson | 2007: Kerron Clement | 2009: Kerron Clement | 2011: David Greene | 2013: Jehue Gordon | 2015: Nicholas Bett | 2017: Karsten Warholm | 2019: Karsten Warholm | 2022: Alison dos Santos | 2023: Karsten Warholm | 2025: Rai Benjamin
| Personendaten | |
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| NAME | Moses, Edwin |
| ALTERNATIVNAMEN | Moses, Edwin Corley (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Leichtathlet |
| GEBURTSDATUM | 31. August 1955 |
| GEBURTSORT | Dayton, Ohio |
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