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Auszahlung

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<imagemap> Datei:Grundbegriffe Rechnungswesen.png|thumb|upright=2.4|Abgrenzung der Grundbegriffe des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens hinsichtlich des Gesamtvermögens, des betriebsnotwendigen Vermögens, des Geldvermögens und der Kasse.<ref name="peters175">Sönke Peters (Begründer), Rolf Brühl, Johannes N. Stelling: Betriebswirtschaftslehre. Einführung. 12., durchgesehene Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-486-57685-2 (Google Books).</ref> rect 18 50 165 75 Aufwand rect 585 50 740 75 Ertrag rect 65 85 216 108 Kosten rect 585 85 675 107 Leistung rect 675 85 740 107 Erlös rect 114 118 265 142 Ausgabe rect 585 120 740 144 Einnahme rect 160 153 311 178 Auszahlung rect 585 152 740 180 Einzahlung poly 10 200 10 50 765 50 765 80 55 80 55 200 Gesamtvermögen poly 105 200 55 200 55 82 756 82 756 120 105 120 betriebsnotwendiges Vermögen poly 150 190 105 190 105 118 750 120 750 155 150 155 Geldvermögen poly 150 184 150 155 745 155 745 184 Kasse default Rechnungswesen desc unten links </imagemap>

Als Auszahlung bezeichnet man im Rechnungswesen einen Abfluss an Zahlungsmitteln aus einem Zahlungsmittelbestand. Komplementärbegriff ist die Einzahlung.

Allgemeines

Datei:ÄginaRentner.jpg
Die Auszahlung der Altersrente in Ägina, Griechenland (1987).

Die Begriffe Auszahlung und Einzahlung gehören zur Zahlungsmittelebene (sie betrachtet Stromgrößen).<ref>Peter Janakiew, Unternehmensführung-Rechnungswesen-Controlling, 2009, S. 123</ref> Eine Auszahlung vermindert den Zahlungsmittelbestand (Kassenbestand, Bankguthaben, Schecks), aber nicht notwendigerweise auch das Geldvermögen, zu dem auch kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten gehören. Auszahlungen und Einzahlungen werden zum Cash-Flow verrechnet und wirken sich auf die Liquidität aus.

Abgrenzung Auszahlung/Ausgabe

Auszahlungen und Ausgaben sind stets dann identisch, wenn sich sowohl der Zahlungsmittelbestand als auch das Geldvermögen ändern. So führt der Geschäftsvorfall der Barzahlung eines Wareneinkaufs zur Minderung des Kassenbestands und damit zur Minderung des Geldvermögens.

   Zahlungsmittelbestand  (-)
   + Forderungen          (0)
   - Verbindlichkeiten    (0)
   = Geldvermögen         (-)

Auszahlungen und Ausgaben sind dagegen nicht identisch, wenn Kreditvorgänge stattfinden. Wird der Wareneinkauf mit Zahlungsziel getätigt, so erhöhen sich durch diesen Lieferantenkredit die Kreditoren (Verbindlichkeiten) und führen zu einer Verringerung des Geldvermögens. Es liegt dann zwar eine Ausgabe vor, die Auszahlung erfolgt jedoch erst bei Ablauf des Zahlungsziels durch Verfügung über Zahlungsmittel.<ref>Frank Kalenberg, Kostenrechnung, 2013, S. 6</ref>

   Zahlungsmittelbestand  (0)
   + Forderungen          (0)
   - Verbindlichkeiten    (+)
   = Geldvermögen         (-)

Ausgabenlose Auszahlungen verringern den Zahlungsmittelbestand und die Verbindlichkeiten oder erhöhen die Forderungen. Hierzu gehört beispielsweise die Tilgung von Krediten durch den Kreditnehmer mittels Überweisung aus seinem Bankguthaben. Auszahlungslose Ausgaben berühren dagegen nicht den Zahlungsmittelbestand und verändern ausschließlich das Geldvermögen.<ref>Carl-Christian Freidank, Kostenrechnung, 2012, S. 12</ref> Beispiel hierfür ist der Wareneinkauf mit Zahlungsziel.

Abgrenzung Auszahlung/Aufwand

Auszahlung und Aufwand sind identisch, wenn dem Zahlungsmittelabfluss ein Aufwandsposten in der Gewinn- und Verlustrechnung gegenübersteht. Werden beispielsweise Lohn/Gehalt (Personalaufwand) an Arbeitnehmer durch Barzahlung aus dem Kassenbestand bezahlt, stimmen Auszahlung und Aufwand überein. Auszahlungen und Aufwand sind nicht identisch, wenn etwa eine abnutzungsbedingte Abschreibung auf das Anlagevermögen vorgenommen wird; ihr steht keine Auszahlung gegenüber.

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary: Auszahlung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

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