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Christian Redl (Taucher)

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Christian Redl (* 21. April 1976 in Korneuburg) ist ein österreichischer Apnoetaucher, Unterwasser-Stuntman, Speaker und Autor. Er stellte bis 2025 insgesamt 14 Weltrekorde in alternativen Disziplinen des Freitauchens auf, von denen er aktuell noch fünf Weltrekorde hält.

Datei:Redl-eis-nullzeit2.jpg
Christian Redl unter Eis

Leben

Mit 10 Jahren lernte Christian Redl Gerätetauchen, bevor er mit 17 Jahren das Apnoetauchen für sich entdeckte. Neben seiner Karriere als Investmentbanker bei einer österreichischen Großbank besuchte er zahlreiche Apnoe-Wettkämpfe und arbeitete als Freitauchtrainer. 2006 kündigte er seinen Job als Investmentbanker und arbeitete als Sportler und Freitauch-Instructor weltweit. Seine Erfahrungen bei Wettkämpfen und seinen Weltrekorden gibt er in Mental-Seminaren weiter. 2021 gründete er den Verein „7 Oceans – for the love of the oceans“, der sich für die Erhaltung der Weltmeere einsetzt. Im Jahr 2022 startete er seine Mitarbeit beim Start-up Skytraders.

Rekorde

1998

Bereits 1998, im Alter von 22 Jahren, stellte Redl bei den Freitauch-Weltmeisterschaften in Sardinien mit 4:50 Minuten im Zeittauchen einen österreichischen Rekord auf.

2003

Den ersten Weltrekord stellte Christian Redl im Februar 2003 am Weissensee in Kärnten auf, bei dem er mit Hilfe von Flossen eine 90 Meter lange Strecke (in 90 Sekunden)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />marinepool.de – Christian Redl (Memento vom 31. Januar 2012 im Internet Archive)</ref> unter einer geschlossenen Eisdecke zurücklegte. Bei diesem Rekord verbesserte er die bestehende Bestmarke des Italieners Nicola Brischigiaro um 5 Meter. Am selben Tag stellte er einen weiteren Weltrekord auf, bei dem er 150 Meter mit einem Scooter unter einer geschlossenen Eisdecke tauchte. Bei diesem Rekord verbesserte er den abermals von Nicola Brischigiaro gehaltenen Rekord um 50 Meter.

2006

Im September 2006 stellte er einen Weltrekord im Streckentauchen in einer Höhle auf. Bei diesem Rekord legte er eine Strecke von 101 Metern in einer Höhle in Mexiko zurück. Während des Freitauchens in einer Höhle hat der Taucher nicht die Möglichkeit aufzutauchen. Dieser Rekord wurde im November 2010 von Carlos Coste mit 150 Metern um 49 Meter überboten.

2007

Im September 2007 stellte Redl einen weiteren Rekord in einer Höhle in Mexiko auf. Bei diesem Rekord handelte es sich um einen Tieftauchrekord mit konstantem Gewicht, bei dem er auf eine Tiefe von 60 Metern tauchte. Dadurch, dass die Höhle ab der Hälfte in einem 30-Grad-Winkel nach unten führt, musste er bei diesem Rekord eine Strecke von 70 Metern zurücklegen, um die maximale Tiefe zu erreichen.

2008

Im November 2008 stellte Redl erneut einen Weltrekord im Tieftauchen in einer Höhle (Cenote) auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán auf, dieses Mal in der Disziplin Variables Gewicht. Redl tauchte bei diesem Rekord in der tiefsten bis dato bekannten Höhle und musste, um auf die maximale Tiefe von 71 Metern (2:20 Minuten) zu gelangen, eine Strecke von 120 Metern zurücklegen. Dies gelang ihm, indem er sich mit Hilfe eines Gewichtes an schrägen Seilen nach unten ziehen ließ.

2009

Im März 2009 verbesserte Redl seine persönliche Bestmarke von 90 Meter im Streckentauchen unter Eis auf 93 Meter<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />diveinside.de – Der Iceman ist zurück (Memento vom 22. September 2011 im Internet Archive)</ref> und stellte damit einen weiteren Weltrekord auf. Redl wollte ursprünglich bei diesem Rekord 100 Meter weit tauchen, die schlechten Wetterbedingungen verhinderten dies.

2010

Im Februar 2010 legte Redl als erster Mensch mit Hilfe von Flossen eine Strecke von 100 Metern (in 1:12 Minuten)<ref>unterwasserwelt.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> unter einer geschlossenen Eisdecke zurück. Dieser Rekord wurde im Januar 2011 durch Nik Linder überboten. Die neue Bestmarke beträgt 108 m.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel auf yachtdiver.at (Memento vom 1. April 2012 im Internet Archive)</ref>

2011

Im Februar 2011 startete Redl einen erneuten Weltrekordversuch am Weissensee in Kärnten in der Disziplin Variables Gewicht unter Eis. Er tauchte mit Hilfe eines Gewichtes auf eine Tiefe von 61 Meter (in 1:51 Minuten)<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />unterwasserwelt.de – Apnoe: Eiskalte Weltrekorde (Memento vom 10. Oktober 2012 im Internet Archive)</ref> und tauchte aus eigener Kraft wieder auf. Dies war sein 8. Weltrekord. Dieser Tauchgang ist bis heute (2011) auch der tiefste Freitauchgang unter Eis.

2012

Im Oktober 2012 stellt Redl mit dem höchstgelegenen Freitauchgang, auf 5160 m im höchsten der sechs Gokyo-Seen in Nepal / Himalaya, einen neuen Weltrekord auf. Dabei schafft es Redl über 2 Minuten (STA) die Luft anzuhalten. Die besondere Herausforderung bei diesem Rekord liegt in der Höhenlage des Wasserspiegels des Sees.<ref>Wiener Zeitung – Österreicher absolvierte Freitauchgang im höchsten See des Himalaya</ref>

2016

Seinen zehnten Weltrekord stelle Redl bei „Projekt X“ auf, wo er in Kärnten den Rekord im Streckentauchen unter dem Eis mit einem Scooter auf 200 Meter verbesserte.

2019

„Projekt ICE Shaft“ war sein 11. Weltrekord. Hierbei tauchte er als erster Mensch überhaupt im Natureispalast Hintertuxer Gletscher unter einem Gletscher hindurch.

2022

„Projekt Cycling24“ war Redls 12. Weltrekord und sein erster Weltrekord im Team. Das zehnköpfige Team schaffte in 24 Stunden Unterwasser-Radfahren 123,15 Kilometer.

2024

Redl schaffte es mit seiner fünfköpfigen Staffel als schnellste Apnoe-Staffel auf die Tiefe des Marianengrabens zu tauchen. Dabei tauchten er und seine vier Schüler abwechselnd am Neufelder See 20 Meter tief. Jeder wiederholte das 55 Mal. In 4:26:31 erreichten sie die 11.000 Meter.

2025

Seinen 14. Weltrekord erreichte Redl mit Projekt „Breathless24“ in der Staffel. Dabei tauchten er und die fünf weiteren in seinem Team zusammen 81,1 Kilometer in 24 Stunden im 25-Meter-Becken ohne Flossen.<ref>https://www.noen.at/sport/noe-sportmix/streckentauchen-81-kilometer-getaucht-sechs-niederoesterreicher-brechen-den-weltrekord-491305466</ref>

Aktuelle inoffizielle Weltrekorde

Aktuell ist Christian Redl Weltrekordhalter in folgenden (nicht offiziell anerkannten) Disziplinen:

  • Tieftauchen mit verschiedenen Hilfsmitteln in einer Höhle: 71 m (2008)
  • Tiefster Apnoe-Tauchgang unter Eis mit Variablem Gewicht: 61 m (2010)
  • Höchstgelegener Apnoe-Tauchgang (Statik): 2 Minuten auf 5160 m (2012) (Laut orf.at über 3 Minuten im sechsten Goyko-See.<ref>Eistauchen: Weltrekordversuch gescheitert. In: kaernten.orf.at. 26. Februar 2018, abgerufen am 9. November 2018.</ref>)

Freitauchsport

Kurse

Christian Redl ist zertifizierter Apnoe-Tauchlehrer der Verbände CMAS und PADI und ISE und hält regelmäßig Apnoe-Kurse, in Kooperation mit lokalen Tauchbasen und Vereinen in Deutschland, Österreich und Ägypten. In den Kursen will Christian Redl den Schülern sowohl theoretische als auch praktische Ansätze des Freitauchens wie, Atemtechniken, Entspannungstechniken, Rettungstechniken Strecken- und Tieftauchen beibringen. Die Kursteilnehmer werden über mögliche Risiken des Freitauchens aufgeklärt. Dank seiner Initiative hat PADI nun auch den Apnoe-Bereich in seine Ausbildung aufgenommen und bietet dort den PADI Freediver und PADI Advanced-Freediver als Brevet an. Seit 2013 führt er für den internationalen technischen Tauchverband InnerSpace Explorers auch spezielle Seminare für technische Taucher durch.<ref>Artikel bei tauchjournal.de</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel bei oceanman.de (Memento vom 20. Februar 2016 im Internet Archive)</ref>

Eishockey unter Eis

Christian Redl ist der Initiator der Weltmeisterschaft im Eishockey unter Eis, die am 25. Februar 2007 am Weissensee in Kärnten zum ersten Mal stattfand und an der 8 Nationen (Österreich, Deutschland, Finnland, Holland, Slowenien, Tschechien, Slowakei und Polen) teilnahmen. Beim Eishockey unter Eis werden die Tore verkehrt (auf den Kopf gestellt) unter dem Eis befestigt und ein Spielfeld mit den Maßen 8 × 6 Meter markiert. Pro Mannschaft spielen zwei Spieler gegeneinander, die mit einem Taucheranzug, Maske, Flossen und einem Eishockeyschläger ausgestattet sind. Ziel des Spieles ist es einen Puck aus Styropor, so oft wie möglich ins gegnerische Tor zu schießen. Zum Atmen werden Löcher außerhalb des Spielfeldes in die Eisdecke geschnitten. Die Spieldauer eines Drittels beträgt 10 Minuten.

Vom 15. bis 16. Februar 2013 fand die Weltmeisterschaft im Eishockey unter Eis zum zweiten Mal statt. Austragungsort war abermals der Weissensee in Kärnten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Standard – Eishockey mit Neoprenanzug und Schwimmflossen (Memento vom 9. August 2013 im Internet Archive)</ref> 2020 fand die dritte Weltmeisterschaft statt.

TV-Auftritte

Einige von Redls Rekorden wurden von der Fernsehsendung Galileo (Pro7) begleitet, er wurde auch zur Latenight-Show TV-Total (Pro7) von Stefan Raab und mehrfach zur ZDF-Sendung Johannes B. Kerner eingeladen. Weiters war Christian als Stuntman für Unterwasseraufnahmen in Fernsehsendungen wie Medicopter 117 oder Küstenwache im Einsatz.

Auszeichnungen

Christian Redl ist zweifacher Gewinner des NÖN Sport Award (2004 und 2006). Weiterhin erhielt er am 10. Oktober 2014 den „X-Award“ für mehrere Rekorde.<ref>Extremsport – X-Award. Ergebnisse Sieger X-Award – 2014 in Salzburg.</ref>

Literatur

  • Freitauchen. Meine Welt in Bildern. Mit Manfred Dorner und Leo Ochsenbauer, Nullzeit, Wien 2006, ISBN 3-9502122-0-5.
  • Freitauchen: Schwerelos in die Tiefe. Müller Rüschlikon, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-275-01715-7.
  • Grenzbereiche meistern durch mentale Stärke: Sicher tauchen Müller Rüschlikon, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-275-01733-1.
  • Wirklich Leben heißt Entscheiden. Mit Tom Gschwandtner, Kremayr & Scheriau, Wien 2020, ISBN 978-3-218-01206-5
  • Breath to success: Mehr Ruhe, mehr Kraft, mehr Erfolg: Goldegg Verlag, Wien 2025, ISBN 978-3-99060-450-2

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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