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Anthron

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Struktur von Anthron
Allgemeines
Name Anthron
Andere Namen
  • 10H-Anthracen-9-on
  • 9(10H)-Anthracenon
  • Carbothron
  • Anthranon
  • 9-Oxoanthracen
Summenformel C14H10O
Kurzbeschreibung

hellgelber, fast geruchloser Feststoff<ref name="MERCK" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 201-994-0
ECHA-InfoCard 100.001.813
PubChem 7018
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 194,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

151–156 °C<ref name="MERCK" />

Löslichkeit
  • gut in Benzol<ref name="ABC Chemie">Brockhaus ABC Chemie. F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 93.</ref>
  • nahezu unlöslich in Wasser (4,6 mg·l−1 bei 20 °C)<ref name="MERCK" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="MERCK">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="MERCK" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Anthron ist eine tricyclische Verbindung. In der Biochemie wird diese Verbindung zur Bestimmung des Gesamtgehalts an Kohlenhydraten einschließlich Glycerol in biologischen Proben verwendet.<ref>A. Pons, P. Roca, C. Aguilo, F. J. Garcia, M. Alemany, A. Palou: A method for the simultaneous determination of total carbohydrate and glycerol in biological samples with the anthrone reagent. In: J Biochem Biophys Methods. 4(3–4), 1981, S. 227–331. PMID 7240650.</ref> Anthron ist – wie Anthrachinon – ein Derivat des Anthracens und gilt als Wirkstoff in der Pflanzenheilkunde.

Herstellung

Beim schnellen Erhitzen von Anthranol (1) entsteht Anthron (2):<ref name="Hauptmann1">Siegfried Hauptmann: Organische Chemie, 2. durchgesehene Auflage, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1985, S. 336, ISBN 3-342-00280-8.</ref>

Synthese von Anthron
Synthese von Anthron

1 kann als die transanulare Enolform von 2 betrachtet werden.

Eigenschaften

Anthron löst sich beim Erwärmen in Alkalilaugen, beim Ansäuern fällt Anthranol aus, die Enolform.<ref name="Hauptmann1"></ref>

Weblinks

Commons: Anthron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />