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Fritz Pleitgen

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Fritz Pleitgen, 2007, zu dem Zeitpunkt Intendant des WDR, während des WDR-Literaturmarathons auf der Lit.Cologne

Fritz Ferdinand Pleitgen (* 21. März 1938 in Duisburg; † 15. September 2022 in Köln) war ein deutscher Journalist und Autor. Von 1995 bis Ende März 2007 war er Intendant des Westdeutschen Rundfunks, von 2001 bis 2002 Vorsitzender der ARD. Außerdem war er vom 1. Oktober 2006 bis Ende 2008 Präsident der Europäischen Rundfunkunion EBU. Vom 1. April 2007 bis Ende 2011 war Pleitgen Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH.

Herkunft und Leben

Fritz Pleitgen wurde als fünftes Kind des bei Krupp angestellten technischen Zeichners Fritz Pleitgen und dessen Frau Berta, geb. Walter, in Duisburg-Meiderich geboren.<ref name=":1">Fritz Pleitgen. Munzinger Biographie. In: www.munzinger.de. Abgerufen am 16. Januar 2025.</ref><ref>Knaurs Prominentenlexikon, 3. Ausg., München/Zürich 1982, S. 348.</ref> Er wuchs zunächst in Duisburg auf – darunter zwei Jahre in Kinderheimen. Während des Krieges wurde die Familie nach Schlesien evakuiert und zog schließlich über Berlin ins westfälische Bünde, wo Pleitgen seine Jugend verbrachte.<ref name=":1" /> Bereits mit 14 Jahren arbeitete Fritz Pleitgen als freier Mitarbeiter für Sport- und Gerichtsberichterstattung für die Bünder Lokalausgabe der Bielefelder Freien Presse. Hier trat er 1959 ein zweijähriges Volontariat an. Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Bünde verließ er vor dem Abitur.<ref name="nw2021">Lothar Schmalen: Fritz Pleitgen ein Journalist aus Leidenschaft. In: www.nw.de. Abgerufen am 30. Mai 2021.</ref> 1963 wechselte er zum Westdeutschen Rundfunk (WDR) nach Köln. Als Unterstützer der Ostpolitik Willy Brandts trat er der SPD bei.<ref name="faz2019">Michael Hanfeld: Fritz Pleitgen wird achtzig: Reporter von Welt, Intendant von Statur. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 15. Februar 2019]).</ref>

Pleitgen war zunächst in der Redaktion der Tagesschau und als Sonderberichterstatter beschäftigt und befasste sich mit den Bereichen Politik und Wissenschaft.<ref name="nw2021" />

Auslandskorrespondent

Bereits im Jahr 1964 nahm er die Berichterstattung als Auslandskorrespondent über EWG- und NATO-Sitzungen in Brüssel und Paris auf. Pleitgen informierte über den Zypernkrieg und 1967 über den Sechstagekrieg.<ref name=":0">Fritz Pleitgen – Biografie. In: Who’s Who. Abgerufen am 29. Juni 2021.</ref>

Im Jahr 1970 begann die Tätigkeit in verschiedenen ARD-Auslandsstudios, so bis 1977 in Moskau.<ref name="faz2019" /> Dort führte er als erster westlicher Journalist ein Interview mit dem damaligen sowjetischen Generalsekretär der KPdSU Leonid Breschnew.

Die in Moskau bewiesenen diplomatischen Fähigkeiten – Pleitgen unterhielt sehr gute Kontakte sowohl zur Regierung als auch zu Dissidenten – qualifizierten ihn 1977 für den Korrespondentenposten in Ost-Berlin.<ref name="faz2019" /> Sein Vorgänger, Lothar Loewe, war aufgrund seiner häufig antikommunistischen Haltung in seiner Berichterstattung des Landes verwiesen worden, was die ARD bei Pleitgen nicht befürchtete. Insgesamt blieb er fünf Jahre auf dem Posten. Der Deckname in seinen Stasi-Unterlagen lautete „Tiger“.<ref>Frederik Pleitgen: How 'The Tiger' fought the East German Stasi. In: www.cnn.com. 5. November 2014, abgerufen am 26. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Juli 1982 wechselte er von Ost-Berlin nach Washington, D.C.<ref name="faz2019" /> Pleitgen sah sich bei seiner Tätigkeit als Korrespondent in den USA der Kritik „antiamerikanischer Untertöne“ ausgesetzt, da er die Politik des damaligen Präsidenten Ronald Reagan eher kritisch verfolgte. Grund für die kritische Berichterstattung war die Überzeugung Pleitgens, dass die Ostpolitik Willy Brandts der richtige Weg sei.

Pleitgen wechselte nach einer fünfjährigen Leitung des Washingtoner ARD-Studios 1987 auf den gleichen Posten des ARD-Studios New York.<ref name=":0" /> Jedoch berief Friedrich Nowottny, den Pleitgen bereits aus gemeinsamen Volontariatszeiten bei der Bielefelder Freien Presse kannte, ihn bereits kurze Zeit später nach Köln zurück.<ref name="nw2021" />

Politischer Chefredakteur

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1990-0314-020, Berlin, Volkskammerwahl, ARD-Wahlstudio.jpg
Jürgen Engert und Fritz Pleitgen als Moderatoren der ARD-Wahlsendung zur Volkskammerwahl 1990

Im „Mutterhaus“ übernahm Pleitgen ab 1988 die Position des Chefredakteurs des Fernsehprogrammbereichs „Politik und Zeitgeschehen“.<ref name="faz2019" /> Trotz der zusätzlichen Verwaltungsaufgaben war Pleitgen weiterhin journalistisch tätig.

So leitete er im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung und dem Zusammenbruch der Sowjetunion zahlreiche Sendungen der Sendereihe ARD-Brennpunkt sowie einige weitere Sondersendungen. Beim Fall der Berliner Mauer berichtete er aus Berlin und mahnte Kollegen zu einer gemäßigten Berichterstattung: „Dies ist eine explosive Zeit, der wir nicht noch eine zusätzliche Dramatik oder gar Zunder geben sollten.“

Nachdem Pleitgen bis 1993 als Chefredakteur beim WDR gearbeitet hatte, wechselte er zum 1. Januar 1994 nach drei Jahrzehnten Fernsehen zum Radio und wurde Hörfunkdirektor des WDR. Pleitgen reformierte während dieser Zeit die Programm- und Organisationsstruktur und hob den Sender Eins Live aus der Taufe.<ref name="faz2019" />

Am 17. Dezember 2006 moderierte Fritz Pleitgen nach fast 300 Sendungen zum letzten Mal den ARD-Presseclub,<ref name="faz2019" /> eine der ältesten Sendereihen im deutschen Fernsehen. Monika Piel folgte ihm nach.

Intendanz

Am 17. März 1995 wählte der Rundfunkrat Pleitgen als Nachfolger von Friedrich Nowottny zum Intendanten des WDR;<ref name=":0" /> die anderen Bewerber um den Posten zogen wie zuvor bei Nowottnys Berufung ihre Kandidatur zurück. Als Intendant führte Pleitgen die Regionalisierung des WDR fort, was zur Gründung der Lokalstudios in Köln und Dortmund führte. Außerdem setzte er sich für den Aufbau des Ereigniskanals Phoenix ein.<ref>Fritz Pleitgen – „Alles, was mit Krieg zu tun hat, trifft auf meinen größten Widerwillen“. In: www.deutschlandfunk.de. Abgerufen am 29. Juni 2021.</ref> In den Jahren 2001 und 2002 war er zudem Vorsitzender der ARD.<ref name=":2">Schirmherr und Kuratorium. In: www.aktion-deutschland-hilft.de. Aktion Deutschland Hilft-Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, abgerufen am 29. Juni 2021.</ref> Außerdem war Pleitgen für die Europäische Rundfunkunion tätig, der er seit 2002 als Vizepräsident und von September 2006 bis 2008 als Präsident vorstand.<ref name=":2" /> Fritz Pleitgen war neben seinen leitenden Aufgaben auch weiterhin journalistisch tätig. Neuere Produktionen waren die in der ARD ausgestrahlte Reisereportagen über die Rocky Mountains Die Rockies. Sehnsucht nach dem alten Westen und Spurensuche im Erzgebirge: Wiedersehen mit dem Weihnachtsland. Ende 2004 geriet Pleitgen in die Kritik, nachdem Harald Schmidt für eine Sendung in der ARD angeworben wurde. Der Vertrag mit Schmidts Produktionsfirma wurde durch die ARD-Tochter Degeto geschlossen. Um die Sendung zu finanzieren, musste die ARD angeblich auf den Erwerb von Übertragungsrechten an Sportereignissen verzichten. Auf seine Idee geht auch 1 Live zurück, eine Radiowelle für junge Hörer. Mit der Hörfunkwelle WDR 5 richtete Pleitgen ein reines Wortprogramm ein.

Umstritten war in der ARD sein Konzept, private Sender bei Übertragungsrechten für Fußballmeisterschaften überbieten zu wollen. Ihn kritisierte dafür der NDR-Intendant Jobst Plog.<ref>Kirch-Sprecher nennt Debatte um WM-Übertragungsrechte „unverständlich“ welt.de, 25. Februar 2001.</ref>

Datei:2018-07-07-Deutscher Kamerapreis 2018 - Buhrow Pleitgen-9430 (cropped).jpg
Fritz Pleitgen (2018)

Fritz Pleitgens letzte regulär geplante Amtszeit als Intendant des WDR endete nach seiner Wiederwahl am 14. September 2000 im Juli 2007. Er hatte geplant, sie nur zur Hälfte auszunutzen, verwarf diese Idee jedoch. Über seine Nachfolge entbrannte ein politischer Streit innerhalb des 43-köpfigen Gremiums des WDR. Pleitgen selbst zeigte sich bereit, falls er vom Rundfunkrat berufen werde und es keine Einigung über einen Nachfolger gäbe. Dabei verweigerte ihm jedoch seine eigene Partei, die SPD, die Unterstützung, ebenso der Vorsitzende des Rundfunkrats des WDR. Unterstützung fand Pleitgen auf Seiten der CDU, FDP und der Grünen, die auf die Kontinuität seiner Arbeit setzten. Eine Initiative der CDU, Pleitgen ohne Wiederwahl nach 2007 weiterhin als Intendant zu beschäftigen, wurde im Rundfunkrat durch Stimmen der SPD und unabhängiger Mitglieder abgelehnt. Der Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks wählte schließlich am 20. November 2006 die Hörfunkdirektorin des Westdeutschen Rundfunks Monika Piel zur Nachfolgerin von Pleitgen. Er verließ den WDR drei Monate vor Ablauf der Amtsperiode.

Geschäftsführung Ruhr 2010

Am 5. Januar 2007 gaben der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Essens Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger bekannt, dass Fritz Pleitgen Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr 2010 GmbH werden soll, die für die Planung des Europäischen Kulturhauptstadt-Jahres 2010 in Essen und dem Ruhrgebiet verantwortlich ist. Pleitgen trat diese Position zum 1. April 2007 an, drei Monate früher als seine Amtszeit als Intendant beim WDR regulär geendet hätte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ruhr 2010. Pleitgen wird Leiter der Kulturhauptstadt GmbH (Memento vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive), Die Zeit, 5. Januar 2007</ref><ref>„Pleitgen plant Kulturhauptstadt 2010“, Kölner Stadt-Anzeiger, 5. Januar 2007</ref> Fritz Pleitgen sagte zu dem Unglück bei der Loveparade 2010, die im Rahmen der RUHR.2010 stattfand: „Wir tragen an der Tragödie schwer“. Im moralischen Sinne fühle er sich mitverantwortlich für das Unglück.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pleitgen: „Wir dürfen jetzt nicht aufgeben“ – Zur Loveparade bei der RUHR.2010 (Memento vom 31. Juli 2010 im Internet Archive), derwesten.de, 26. Juli 2010</ref>

Weitere Tätigkeiten

Während Pleitgen WDR-Intendant war, erhielt er im Juni 2006 eine Honorarprofessur an der Hochschule für Fernsehen und Film München.<ref>Uwe Mantel: WDR-Intendant Fritz Pleitgen zu weiterer Amtszeit bereit. In: DWDL.de. 2. Juni 2006, abgerufen am 31. Dezember 2022.</ref>

Ehrenamtliches Engagement

Fritz Pleitgen wurde am 28. März 2011 erstmals für fünf Jahre zum Präsidenten der Deutschen Krebshilfe e. V. gewählt,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fritz Pleitgen ist neuer Präsident der Deutschen Krebshilfe (Memento vom 8. Dezember 2014 im Internet Archive), Pressemitteilung vom 28. März 2011</ref> die 2015 in die Stiftung Deutsche Krebshilfe umgewandelt wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Präsident, Vorstände und Gremien (Memento vom 25. Dezember 2015 im Internet Archive), krebshilfe.de, 2015</ref><ref>Anne Burgmer: Fritz Pleitgen wird 80: „Ich habe viel Glück gehabt“. In: www.ksta.de. 21. März 2018, abgerufen am 15. Februar 2019.</ref> Er hatte das Amt bis zum Jahr 2021 inne. Nachfolgerin wurde die Geigerin Anne-Sophie Mutter.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anne-Sophie Mutter wird neue Präsidentin der Deutschen Krebshilfe (Memento vom 12. April 2021 im Internet Archive). WDR, 12. April 2021.</ref>

Im Jahr 2013 übernahm Pleitgen die Schirmherrschaft für die Deutsche Prostatakrebs-Studie PREFERE, die 2016 abgebrochen wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Presseerklärung zur Prostatastudie vom 22. Januar 2013 (Memento vom 8. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Prostatakrebs-Studie „Prefere“ wird nicht fortgeführt Abruf am 8. Dezember 2016.</ref>

Des Weiteren war Pleitgen Pate des Kinderhospizes Bethel,<ref>Fritz Pleitgen: Das Leben steht im Vordergrund. In: www.kinderhospiz-bethel.de. Kinderhospiz Bethel, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2010; abgerufen am 6. März 2025.</ref> Mitglied des Kuratoriums von Aktion Deutschland Hilft sowie Beiratsvorsitzender bei „Glückauf Zukunft“, einer Initiative der Bergbauindustrie.<ref>Anne Burgmer: Fritz Pleitgen wird 80: „Ich habe viel Glück gehabt“. 21. März 2018, abgerufen am 15. Februar 2019.</ref> Bis 2019 war er Vorsitzender des Kuratoriums der DFL Stiftung (ehemals Bundesliga-Stiftung) und wurde dann zum Ehrenmitglied des Kuratoriums benannt.<ref>DFL Deutsche Fußball Liga: DFL Stiftung benennt neue Kuratoren. In: www.dfl.de. Abgerufen am 4. August 2019.</ref> Seit seiner Gründung 1998 bis April 2017 war er Vorsitzender und danach Ehrenvorsitzender des in Köln ansässigen Lew-Kopelew-Forums<ref>Pleitgen tritt ab. Im April übernimmt Thomas Roth den Vorsitz des Lew-Kopelew-Forums. Kölnische Rundschau, 21. Januar 2017; abgerufen am 26. November 2017.</ref>. Pleitgen gehörte zu den Initiatoren der wohltätigen Initiative „Die Kinder von Perm“ und war Vorsitzender des gleichnamigen Vereins.<ref>RP Online: Russland: Was aus den Kindern von Perm geworden ist. Abgerufen am 4. Dezember 2019.</ref> Seit 2014 engagierte er sich als Schirmherr des 2011 gegründeten Vereins InterArtes<ref>Homepage. Abgerufen am 27. Juni 2020.</ref> für die Förderung von Künstlern verschiedener Disziplinen. Von 2013 bis 2020 war Pleitgen Kuratoriumsmitglied in der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.<ref>Nach Beitz' Tod: Nachfolgesuche bei der Krupp-Stiftung. In: www.handelsblatt.com. Abgerufen am 8. April 2021.</ref><ref>Ulf Meinke: RWI-Chef Schmidt steigt bei der Krupp-Stiftung auf. In: ursprünglich Neue Ruhr Zeitung, später Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 10. Juni 2020, abgerufen am 8. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Kuratorium der Krupp-Stiftung beruft Bernd Pischetsrieder. In: www.krupp-stiftung.de. Abgerufen am 8. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Privates

Pleitgen lebte in Bensberg, einem Stadtteil von Bergisch Gladbach,<ref>Peter Ufer: Aus Moskau sieht die Welt nun mal anders m̩aus. (Interview). In: Sächsische Zeitung Regionalausgaben. Dresden 10. Juli 2021, S. 23.</ref> war seit 1969 verheiratet und Vater von vier Kindern.<ref>Westdeutsche Zeitung: Fritz Pleitgen: Der Privatier. In: www.wz.de. Abgerufen am 19. Februar 2019.</ref> Sein Sohn Frederik ist ebenfalls Journalist.<ref>dpa: Mit Pelzkappe: Promi-Geburtstag vom 21. März 2018: Fritz Pleitgen. In: www.svz.de. 21. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Februar 2019;.</ref>

Im Jahr 2020 wurde bei Fritz Pleitgen Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert.<ref>Fritz Pleitgen an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, www.krebshilfe.de, 9. Juni 2020</ref> Im Jahr 2021 berichtete er in seinem Buch Eine unmögliche Geschichte, im WDR-Podcast Fritz Pleitgen – Sein Leben und anderen Interviews über die Erkrankung.<ref name=":3" /><ref>TV-Journalist Fritz Pleitgen: „Ich hoffe, dass der Krebs mir noch ein bisschen gute Zeit lässt“. In: www.bunte.de. Abgerufen am 18. März 2022.</ref> Pleitgen starb am 15. September 2022 im Alter von 84 Jahren in Köln an den Folgen seiner Krebserkrankung.<ref>Der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen ist tot. Der 84-Jährige starb gestern Abend in Köln. WDR-Meldung vom 16. September 2022.</ref><ref>Gestorben mit 84 Jahren: Krebs: ARD-Legende Fritz Pleitgen ist tot – ein Mann mit Haltung bis zuletzt!, Berliner Kurier, 16. September 2022</ref> Im Rahmen eines Abschiedskonzertes am 29. Oktober 2022 in der Kirche Sankt Joseph in Köln-Braunsfeld wurde posthum die Sinfonie F-Dur op. 52 von Pleitgens Freund und Kollege Ulrich Harbecke uraufgeführt. Das experimentelle Werk ist eine Hommage an Ludwig van Beethoven und Fritz Pleitgen gewidmet.<ref>Konzert zum Abschied für Fritz Pleitgen. Ulrich Harbecke führt Sinfonie in der Kirche Sankt Joseph auf (jf), in: Druckausgabe Kölner Stadt-Anzeiger vom Freitag 28. Oktober 2022 Seite 23 Köln</ref>

2021 erschien mit Fritz Pleitgen – Sein Leben eine Podcast-Reihe mit sieben Folgen im WDR, in der Pleitgen über die Stationen und Ereignisse seines Lebens von Jochen Rausch befragt wurde. Die jeweils ca. 45-minütigen Folgen sind in der ARD Audiothek abrufbar.<ref>Neuer WDR-Podcast: „Fritz Pleitgen – Sein Leben“. In: RADIOSZENE. 9. Dezember 2021, abgerufen am 18. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":3">WDR: „Fritz Pleitgen – Sein Leben“: Neuer WDR-Podcast in sieben Folgen – Presselounge – WDR. 7. Dezember 2021, abgerufen am 18. März 2022.</ref><ref>Fritz Pleitgen – sein Leben. In: presse.wdr.de. Abgerufen am 18. März 2022.</ref>

Auszeichnungen

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Durch den wilden Kaukasus. 2000, ISBN 3-596-15274-7.
  • mit Wolf Biermann: Die Ausbürgerung. 2001, ISBN 3-89834-044-9.
  • mit Annette Dittert: Der stille Bug. Reise durch ein zerrissenes Land. 2004, ISBN 3-548-36739-9.
  • Der Sport im Fernsehen. Institut für Rundfunkökonomie, Köln 2000, ISBN 3-934156-16-9.
  • Väterchen Don. Der Fluss der Kosaken. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2008, ISBN 978-3-462-04046-3.
  • mit Michail Schischkin: Frieden oder Krieg. Russland und der Westen – eine Annäherung. Ludwig, München 2019, ISBN 978-3-453-28117-2.
  • Eine unmögliche Geschichte. Als Politik und Bürger Berge versetzten. Herder, Freiburg 2021, ISBN 978-3-451-39053-1.

Weblinks

Einzelnachweise

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Hanns Hartmann (1956–1961) | Klaus von Bismarck (1961–1976) | Friedrich-Wilhelm von Sell (1976–1985) | Friedrich Nowottny (1985–1995) | Fritz Pleitgen (1995–2007) | Monika Piel (2007–2013) | Tom Buhrow (2013–2024) | Katrin Vernau (seit 2025)

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