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Calciumsulfid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Kristallstruktur
Struktur von Calciumsulfid
Vorlage:Farbe Ca2+ 0 Vorlage:Farbe S2−
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

Fm3m (Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225

Koordinationszahlen

Ca[6], S[6]

Allgemeines
Name Calciumsulfid
Andere Namen
Verhältnisformel CaS
Kurzbeschreibung

farbloses bis gelbliches Pulver mit Geruch nach Schwefelwasserstoff<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 243-873-5
ECHA-InfoCard 100.039.869
PubChem 30182
DrugBank DB11211
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 72,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

2,8 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

Zersetzung >2000 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

schlecht in Wasser<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.039.869">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335​‐​400
EUH: 031
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Calciumsulfid ist ein farbloses Salz bestehend aus den Elementen Calcium und Schwefel mit der Summenformel CaS. Es kristallisiert kubisch in der Natriumchlorid-Struktur.

Vorkommen

In der Natur kommt Calciumsulfid in Form des seltenen Minerals Oldhamit vor.

Gewinnung und Darstellung

Es wird durch Reduktion von Calciumsulfat mit Kohle hergestellt:

<math>\mathrm{CaSO_4 + 2 \ C \longrightarrow \ CaS + 2 \ CO_2}</math>

und kann in dem Reaktionsgemisch zu Calciumoxid und Schwefeldioxid weiterreagieren.

<math>\mathrm{3 \ CaSO_4 + \ CaS \longrightarrow 4 \ CaO + 4 \ SO_2}</math>

Eigenschaften

Calciumsulfid ist instabil und reagiert im Kontakt mit Wasser zu Calciumhydrogensulfid (Ca(HS)2), Calciumhydroxid (Ca(OH)2) und dem gemischten Salz Ca(HS)(OH).

<math>\mathrm{CaS + \ H_2O \longrightarrow \ Ca(HS)(OH)}</math>
<math>\mathrm{Ca(HS)(OH) + \ H_2O \longrightarrow \ Ca(OH)_2 + \ H_2S}</math>

Kalkmilch Ca(OH)2, ergibt beim Kochen mit elementarem Schwefel „Schwefelkalkbrühe“, die als Insektizid und Fungizid verwendet wird. Die darin wirksame Substanz ist wahrscheinlich Calciumpolysulfid, nicht CaS.<ref>A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1244.</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Navigationsleiste Erdalkalimetallsulfide