Zum Inhalt springen

PKP-Baureihe Pm36

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. März 2024 um 09:07 Uhr durch imported>Aka (Bilder: Halbgeviertstrich, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
PKP Baureihe Pm36
DR-Baureihe 186
Datei:Parowóz Pm36 Poznań Główny.jpg
Nummerierung: PKP: Pm36-1, Pm36-2
DR: 18 601, 18 602
Anzahl: 2
Hersteller: Fablok, Chrzanów
Baujahr(e): 1937
Ausmusterung: 1965
Achsfolge: 2’C1’ h2
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 24.843 mm
Höhe: 4130 mm
Fester Achsstand: 4.300 mm
Treibraddurchmesser: 2000 mm
Laufraddurchmesser vorn: 950 mm
Laufraddurchmesser hinten: 1150 mm
Leermasse: 85,8 t
Dienstmasse: 94 t
Radsatzfahrmasse: 17,4 t
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Indizierte Leistung: 1325 kW
Kesselüberdruck: 18 bar
Anzahl der Heizrohre: 113
Rostfläche: 3,85 m²
Strahlungsheizfläche: 15,00 m²
Rohrheizfläche: 110 m²
Verdampfungsheizfläche: 123 m²
Überhitzerfläche: 71,8 m²
Steuerungsart: Heusinger
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 530 mm
Kolbenhub: 700 mm
Bremse: Westinghouse-Druckluftbremse
Zugbeeinflussung: Indusi
Wasservorrat: 32 m²
Brennstoffvorrat: 9 t Kohle

Die Baureihe Pm36 bestand aus zwei Pacific-Schnellzugdampflokomotiven der Polnischen Staatsbahn PKP. Wegen ihres eleganten Äußeren sind die Lokomotiven auch als Piękna Helena (Schöne Helena) bekannt.

Geschichte

Die Reihe Pm36 wurde 1937 bei Fablok in Chrzanów in zwei Exemplaren gebaut. Die mit einer Stromlinienverkleidung versehene Pm36-1 wurde 1937 auf der Weltausstellung in Paris ausgestellt und wurde dort mit einer Goldmedaille prämiert. Sie erreichte bei Versuchsfahrten in Deutschland 150 km/h. Eine vorgesehene Serienfertigung der Lokomotiven kam wegen des Zweiten Weltkrieges nicht mehr zustande.

Zunächst wurde 1939 die Stromlinienverkleidung der Pm36-1 entfernt, die Lokomotive wurde in den Bestand der Deutschen Reichsbahn eingereiht und in Berlin-Grunewald eingesetzt. Sie erhielt die Betriebsnummer 18 601. Die zweite, unverkleidete Lok wurde zunächst sowjetische Beute. Nach dem Beginn des Russlandfeldzuges gelangte sie ebenfalls in deutschen Besitz. Die Reichsbahn Betriebsnummer 18 602 war vorgesehen aber nie angebracht.<ref>https://www.beitraege.lokomotive.de/datenbank/d_datenbank.html.</ref> Die 18 601 (Pm36-1) befand sich 1945 zu Kriegsende in Berlin, sie wurde nach Belarus abgefahren und am 10. Oktober 1952 ausgemustert.<ref>https://www.beitraege.lokomotive.de/datenbank/d_datenbank.html</ref> Nach deutscher Eroberung, österreichischem Exil und sowjetisch veranlasstem Abtransport wurde die Pm36-2 ab 1947 wieder von den PKP vor Schnellzügen eingesetzt (als Pm36-1). Am 19. Juni 1970<ref>https://www.beitraege.lokomotive.de/datenbank/d_datenbank.html</ref> wurde die Lokomotive als Einzelgänger ausgemustert und gelangte in den Bestand des Eisenbahnmuseums Warschau. Jetzt steht sie als betriebsfähiges Freilichtexponat für Sonderzüge von Eisenbahnfreunden zur Verfügung.<ref>Knipping, Hütter, Wenzel: Lokomotiven „Heim ins Reich“. EK-Verlag, ISBN 978-3-88255-131-0, S. 333.</ref>

1995 wurde die Maschine vom ZNTK Piła als Museumslokomotive betriebsfähig aufgearbeitet und wieder als Pm36-2 bezeichnet. Derzeit wird die Lok vom Dampflokbetriebswerk Wolsztyn auch vor planmäßigen Regionalzügen eingesetzt.

Bilder

Siehe auch

Weblinks

Commons: PKP-Baureihe Pm36 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />