Alf von Sievers
Alf von Sievers (* 1906<ref name=":1">Alf von Sievers. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 25. August 2024.
</ref> oder 1907<ref name=":2">GND 1222290766</ref> in Sachsenwald bei Euseküll als Alf Walter Arved von Sivers; † 5. März<ref name=":4">Madlen Lorei, Richard Kirn: Frankfurt und die drei wilden Jahre. Societäts-Verlag, 1989, ISBN 978-3-7973-0357-8, S. 60 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 25. August 2024]).</ref> oder 1. April<ref name=":1" /> 1946 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Film- und Theaterschauspieler und Regisseur.
Leben
Alf von Sievers arbeitete als Theaterschauspieler und -regisseur<ref>Heinrich Heym: Frankfurt und sein Theater. W. Kramer, 1963, S. 67 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 25. August 2024]).</ref>. In der Spielzeit 1933/34 war er Teil des Ensembles des Thalia-Theaters in Hamburg<ref name=":5" /><ref name=":6" />, 1938 spielte er in Berlin sowohl im Komödienhaus als auch in der Sommerspielzeit im Theater in der Behrenstraße.<ref>Deutsches Bühnenjahrbuch 1938. Reichsarbeitskammer, 1938, S. 230,243 (archive.org [abgerufen am 26. August 2024]).</ref> Ab Ende der 1930er Jahre spielte er schließlich in Frankfurt am Main, zum Beispiel am Kleinen Haus.<ref>Deutsches Bühnenjahrbuch 1940. Reichsarbeitskammer, 1940, S. 346 (Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 26. August 2024]).</ref>
Von Sievers übernahm in den 1930er Jahren auch einige Filmrollen, vornehmlich in Kurzfilmen. Er war zuerst auch in der Oscar-Wilde-Verfilmung Eine Frau ohne Bedeutung für die Rolle des Gerald Arbuthnot vorgesehen, diese ging jedoch schließlich an Albert Lieven.<ref>Horst Claus: Filmen für Hitler : die Karriere des NS-Starregisseurs Hans Steinhoff. Wien : Verlag Filmarchiv Austria, 2013, ISBN 978-3-902781-27-7, S. 563 (Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 26. August 2024]).</ref>
Alf von Sievers war verheiratet mit der Tänzerin Aenne Frohmann, ihr gemeinsamer Sohn hieß Hubertus.<ref name=":0">Moritz von Bredow: Rebellische Pianistin: Das Leben der Grete Sultan zwischen Berlin und New York. Schott Music, 2015, ISBN 978-3-7957-8649-6, S. 265–267.</ref> Claere Guttsmann, die Schwester von Grete Sultan, betreute diesen im Sommer 1943 als Kindermädchen bei seinen Großeltern bei Posen.<ref name=":0" /> Da sie einen Decknamen benutzte, wusste Familie von Sievers nicht, dass sie Jüdin war.<ref name=":3">Moritz von Bredow: Rebellische Pianistin: Das Leben der Grete Sultan zwischen Berlin und New York. Schott Music, 2015, ISBN 978-3-7957-8649-6, S. 293.</ref> Sie wurde im September desselben Jahres verhaftet und einen Monat später im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet.<ref name=":0" /> Von Sievers bezeichnete sie in einem Brief an die Familie als „ein beklagenswertes Opfer dieser Zeit der Unmenschen“.<ref name=":3" />
Alf von Sievers starb 1946 bei einem Verkehrsunfall. Er soll sich auf dem Fahrrad auf dem Weg zum Theater befunden haben, als er von einem Jeep erfasst wurde.<ref name=":4" />
Theaterstücke (Auswahl)
- 1933/34: Der Sturm als Aladin (Bearbeitung und Regie: Erich Ziegel, Thalia-Theater Hamburg)<ref name=":5">Erika Anders: Theaterschau. Shakespeare auf der deutschen Bühne 1933/34. In: Wolfgang Keller, Hans Hecht (Hrsg.): Shakespeare Jahrbuch. Band 71. Bernhard Tauchnitz, Leipzig 1935, S. 174 (Shakespeare Jahrbuch Band- 71 – Internet Archive).</ref>
- 1934: Festgefahren (Buch: G.B.Shaw, Regie: Paul Mundorf, Thalia-Theater)<ref name=":6">Erich August Greeven: 110 Jahre Thalia-Theater Hamburg, 1843–1953: eine kleine Chronik. Thalia-Theater, 1953, S. 60 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- 1939: Vor allem Ernst! (Übersetzung: Ernst Sander, Regie: Herbert Wahlen, Kleines Haus, Frankfurt)<ref>Rainer Kohlmayer: Oscar Wilde in Deutschland und Österreich: Untersuchungen zur Rezeption der Komödien und zur Theorie der Bühnenübersetzung. Walter de Gruyter, 2012, ISBN 978-3-11-094243-9, S. 349 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- 1945: Ingeborg (Buch: Curt Goetz, Schauspiel Frankfurt)<ref>University of Michigan (Hrsg.): News of Germany. Band 1, 2009, S. 7 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. – Erstausgabe: Information Control Division, O.M.G., U.S. Zone, 1945).</ref>
Filmografie
- 1935: ... nur ein Komödiant / Lachen am Freibad
- 1936: Rendezvous im Paradies (Skeppsbrutne Max) (Schwedisch-Österreichische Koproduktion)
- 1937: Die perfekte Sekretärin (Kurzfilm)
- 1937: Kleine Nachtkomödie (Kurzfilm)
- 1937: Das Wiener Modell (Kurzfilm)
- 1938: Du und ich
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sievers, Alf von |
| ALTERNATIVNAMEN | Sivers, Alf Walter Arved von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler und Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 1906 oder 1907 |
| GEBURTSORT | Sachsenwald bei Euseküll |
| STERBEDATUM | 5. März 1946 oder 1. April 1946 |
| STERBEORT | Frankfurt am Main |