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Souillac

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Souillac
Datei:Blason ville fr Souillac (Lot).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Lot (46)
Arrondissement Gourdon
Kanton Souillac
Gemeindeverband Causses et Vallée de la Dordogne (Sitz)
Koordinaten 44° 54′ N, 1° 28′ OKoordinaten: 44° 54′ N, 1° 28′ O
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Höhe 80–314 m
Fläche
Einwohner 3.192 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 46200
INSEE-Code 46309
Website Souillac
Datei:Souillac, Abbaye Sainte-Marie-PM 15812.jpg
Souillac – Chorhaupt der Abteikirche Sainte-Marie

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Souillac [<templatestyles src="IPA/styles.css" />sujak] ist eine Kleinstadt und Hauptort einer Gemeinde (commune) mit 3.192 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im südfranzösischen Département Lot im äußersten Nordwesten der Region Okzitanien. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort und dem sich westlich anschließenden Weiler (hameau) Présignac. Auch das rund 5 Kilometer nordwestlich gelegene Dorf Bourzolles gehört zum Gemeindegebiet.

Souillac ist Hauptort des Kanton Souillac sowie des Gemeindeverbands Causses et Vallée de la Dordogne.

Toponym

Der Name Souillac leitet sich von dem französischen Begriff souille (deutsch ‚Suhle‘, ‚Sumpf‘) bzw. altfranzösisch souilh ab und erinnert an die erstmalige Besiedlung des ehemaligen Sumpfgebietes durch Mönche, die das morastige Gelände trockenlegten.

Lage

Souillac liegt in einer Höhe von etwa 100 m im Tal der Dordogne, welche die zur alten Kulturlandschaft des Quercy gehörende Stadt im Süden begrenzt.<ref>Souillac – Karte mit Höhenangaben</ref> Die Stadt wird vom Fluss Borrèze durchquert, der im südwestlichen Gemeindegebiet in die Dordogne einmündet. Sie liegt etwa 63 km (Fahrtstrecke) nördlich von Cahors bzw. 37 km südlich von Brive-la-Gaillarde. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 800 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.<ref>Souillac – Klimadiagramme</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2018
Einwohner 1567 3248 3154 2907 3671 3243

Infolge der Reblauskrise im Weinbau ging die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis auf den Tiefststand von etwa 2500 in den 1920er Jahren zurück. Das leichte Bevölkerungswachstum der Kleinstadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist in hohem Maße auf die Zuwanderung aus den ländlichen Gebieten der Umgebung auf dem Hintergrund der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft und der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe zurückzuführen.

Wirtschaft

Die Umgebung von Souillac war schon immer landwirtschaftlich geprägt; die an einer Nebenstrecke des Jakobswegs (Via Podiensis) gelegene Kleinstadt selbst fungierte als Handwerks-, Handels- und Dienstleistungszentrum der Region. Über die Dordogne wurden in Flachbooten (gabarres) Waren aller Art (z. B. Wein, Käse, Holz, Holzkohle) bis zur Girondemündung verschifft.

Geschichte

Angeblich geht der Ursprung von Souillac bis in die Zeit der Merowinger zurück – der hl. Eligius (Saint-Eloi), Minister König Dagoberts I., soll hier ein Benediktinerkloster gegründet haben, welches – von den Sarazenen zerstört, von Karl dem Großen wiederaufgebaut und bei einem Normannenangriff erneut zerstört – irgendwie dennoch die Zeiten überdauert haben soll. Gegen Ende seines Lebens übergab Gerald von Aurillac das Kloster an Mönche der Abtei von Aurillac. Aufgrund ihrer Lage an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt entwickelten sich die Abtei und die Stadt rasch; beide waren jedoch andererseits Übergriffen während des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) und im Verlauf der Hugenottenkriege (1562–1598) ausgesetzt.<ref>Souillac – Geschichte</ref>

Sehenswürdigkeiten

Abtei von Souillac

Die romanische Abteikirche Sainte-Marie ist bereits seit dem Jahr 1840 als Monument historique (Denkmal) anerkannt<ref>Église abbatiale Sainte-Marie, Souillac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref>, die noch bestehenden Klostergebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert folgten im Jahre 1991.<ref>Anciens bâtiments conventuels de Sainte-Marie, Souillac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref>

Datei:Souillac, Église St-Martin-PM 15813.jpg
Église Saint-Martin
Datei:SOUILLAC (Lot) - Halle 01.jpg
Markthalle (halle)
Datei:Viaduc de souillac 01.jpg
Viaduc de Bramefond.

Sonstige

  • Vier Langhausjoche der Kirche Saint-Martin stammen noch aus dem 15. Jahrhundert, die Seitenschiffe wurden später zerstört. Der das Gebäude dominierende und als wehrhafter Eingangsturm gedachte Turm (beffroi) wurde im 16. Jahrhundert errichtet und zeigt deutliche Einflüsse aus dem Burgenbau. Doch bereits im Jahre 1573 wurde er durch eine Sprengung der Protestanten schwer beschädigt; ein kleines romanisches Tympanon eines Vorgängerbaus blieb jedoch erhalten. Seit dem Jahr 1829 beherbergte der Bau das Rathaus; heute ist hier das Office de Tourisme untergebracht. Der Turm ist seit 1925 als Monument historique anerkannt.<ref>Église Saint-Martin, Souillac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref>
  • Enge – teilweise von Fachwerkhäusern (maisons à colombages) gesäumte – Gassen verleihen dem Ortszentrum ein beinahe mittelalterliches Aussehen.
  • Die im klassizistischen Stil errichtete Markthalle (halle) wurde in den Jahren 1832 bis 1836 erbaut, dafür mussten vier Häuser der Altstadt abgerissen werden. Die Außenarkaden des etwa 10 × 20 Meter messenden Bauwerks bestehen aus Haustein; es wird von einem großen freitragenden Dachstuhl überspannt. Das Gebäude ist seit 1990 als Monument historique anerkannt.<ref>Halle, Souillac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref>
  • Das Musée de l’Automate befindet sich in den ehemaligen Abteigebäuden und ist eine der weltweit größten Sammlungen von aufziehbaren Spiel- und Musikpuppen.
Umgebung
 {{#coordinates:44,901944444444|1,4748611111111|
   |dim=
   |globe=
   |name=Viaduc de la Borrèze
   |region=FR-46
   |type=landmark
  }}) wurde in den Jahren 1881 bis 1885 aus Ziegelsteinen erbaut und mit Hausteinen verkleidet. Sie ist seit 1990 als Monument historique anerkannt.<ref>Viaduc de la Borrèze, Souillac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref>

Literatur

  • Thorsten Droste: Périgord und Atlantikküste. DuMont, Köln 1997, S. 109ff, ISBN 3-7701-4003-6.

Weblinks

Commons: Souillac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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