Jan Jagla
| Datei:Jan Jagla 2019.jpg
Jan Jagla, 2019
| ||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Jan-Hendrik Jagla | |
| Geburtstag | 25. Juni 1981 (44 Jahre) | |
| Geburtsort | Berlin, Deutschland | |
| Größe | 213 cm | |
| Position | Power Forward | |
| College | Pennsylvania State | |
| Trikotnummer | 45 | |
| Vereine als Aktiver | ||
| 1999–2001 Deutschland TuS Lichterfelde Berlin 2001–2004 Vereinigte Staaten Penn State Nittany Lions 2004 Datei:Flag of Greece.svg Panellinios Athen 2004–2005 Deutschland Artland Dragons 2005–2006 Spanien Drac Inca Mallorca 2006–2007 Datei:Flag of Turkey.svg Türk Telekom Ankara 2007–2009 Spanien Joventut de Badalona 2009–2010 Datei:Flag of Poland.svg Asseco Prokom Gdynia 2010–2011 Datei:Flag of Turkey.svg Türk Telekom Ankara 2011–2013 Deutschland FC Bayern München 2013–2014 Deutschland Alba Berlin 2014–2015 Deutschland FC Bayern München | ||
| Nationalmannschaft1 | ||
| 2003–2012 | Deutschland | 141 Spiele<ref>Statistik Deutsche Basketball-Nationalmannschaft</ref> |
| 1Stand: 11. September 2012 | ||
Jan-Hendrik Jagla (* 25. Juni 1981 in West-Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Basketballspieler. In der Bundesliga bestritt er für die Artland Dragons, den FC Bayern München und Alba Berlin insgesamt 188 Spiele.<ref>Jan-Hendrik Jagla. In: BBL GmbH. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 1. August 2021.</ref> Jagla spielte während seiner Laufbahn auch in den Vereinigten Staaten, in Griechenland, der Türkei, Spanien und Polen. Für die deutsche Nationalmannschaft kam er zu 141 Länderspieleinsätzen und nahm an den Olympischen Spielen 2008 teil.<ref>Spiele von Jan-Hendrik Jagla (141). In: mahr.sb-vision.de. Abgerufen am 1. August 2021.</ref>
Jagla, mit 2,13 m genauso groß wie sein Landsmann Dirk Nowitzki, zeichnete als Spieler seine Beweglichkeit aus, und er verfügte über eine gute Technik. Seine große Stärke waren Mitteldistanz-Würfe. Er spielte auf der Small Forward/Power Forward-, manchmal auch auf der Center-Position.
Leben und Karriere
Vereinskarriere
Jagla begann 1989 mit dem Basketball. Er spielte in der Jugend des TuS Neukölln 1865,<ref>Spielerportraits - Jan Jagla. In: TuS Lichterfelde. Abgerufen am 16. April 2026.</ref> nach seinem 18. Geburtstag wechselte er zu TuS Lichterfelde.
Für Lichterfelde spielte er von 1999 bis 2001 in der 2. Bundesliga und erzielte zuletzt 15,7 Punkte pro Spiel. Zur gleichen Zeit sammelte er auch mit Alba Berlin erste Erfahrungen in der 1. Bundesliga. Ab 2001 besuchte er die Pennsylvania State University und spielte für die Hochschulmannschaft die Penn State Nittany Lions in der NCAA. Im Verlauf seines vierjährigen Studiums verbesserte er sich stetig. In seiner letzten Saison 2003/04 brachte er es auf 13,4 Punkte und 7,9 Rebounds pro Spiel.
Im Sommer 2004 zog es ihn zurück nach Europa zum griechischen Erstliga-Aufsteiger Panellionis Athen. Doch dort wollte es ihm nicht recht gefallen und er wechselte noch 2004 zum Bundesligisten Artland Dragons aus Quakenbrück. Im Sommer 2005 wurde Jagla ins Training der NBA-Mannschaft Los Angeles Clippers eingeladen, jedoch wieder aus dem endgültigen Kader gestrichen.<ref>Clippers’ Tabuse wants more. In: Orange County Register. 12. Oktober 2025, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 16. April 2026.</ref> Die Spielzeit 2005/06 verbrachte er beim spanischen Zweitligisten Drac Inca Mallorca. Ab der Saison 2006/07 spielte er für Türk Telekom Ankara. Im Frühjahr wurde er in die Auswahl der besten zwölf Ausländer gewählt, die die türkische Auswahlmannschaft in Istanbul am 25. März 2007 besiegte.
Am 10. Juli 2007 wechselte er in die spanische Liga ACB zu DKV Joventut Badalona und blieb dort bis 2009. Er gewann dort im ersten Jahr den spanischen Pokalwettbewerb und den internationalen ULEB Cup. 2010 erreichte Jagla mit Asseco Prokom Gdynia das Viertelfinale in der Euroleague und wurde mit diesem Verein polnischer Meister.<ref>Basketball-Bund.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jan Jagla ist polnischer Meister ( vom 19. September 2010 im Internet Archive), Artikel auf den Seiten des Deutschen Basketball Bundes vom 31. Mai 2010, abgerufen am 4. Juni 2010</ref>
Nach einem Jahr bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Türk Telekom Ankara kehrte Jagla zur Saison 2011/12 nach Deutschland zurück, wo er sich dem Bundesliga-Aufsteiger FC Bayern München anschloss.
In München spielte Jagla bis Sommer 2013. Zur Saison 2013/14 erhielt er keinen neuen Vertrag und wechselte daraufhin innerhalb der Liga zu Alba Berlin. Dort unterzeichnete er einen Vertrag über ein Jahr. Zur Saison 2014/15 konnte sich Jagla mit den Verantwortlichen von Alba Berlin nicht auf einen neuen Vertrag verständigen, verließ den Club nach einem Jahr wieder und schloss sich wieder seinem vorherigen Verein FC Bayern München an.
Im Juli 2015 gab Jagla bekannt, seine Karriere als Profi-Basketballspieler zu beenden.<ref>Basketballprofi Jan Jagla: „Das Schwerste im Leben ist aufzuhören“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. Juli 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 16. April 2026.</ref>
Im Altherrenbereich lief er für den TSV 1860 Rosenheim auf und wurde mit der Mannschaft Deutscher Meister.<ref>Sechziger wieder deutscher Meister. In: Oberbayerisches Volksblatt. 20. Juni 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 2. März 2024.</ref>
Nationalmannschaft
Sein Nationalmannschaftsdebüt gab Jagla mit einer überzeugenden Leistung Mitte 2003. An der Qualifikation für die Europameisterschaft 2005 nahm er ebenfalls teil, in den endgültigen Kader zum eigentlichen Turnier in Serbien und Montenegro kam er aber nicht.
Zur Basketball-Weltmeisterschaft 2006 in Japan schaffte er es dann schließlich in die Turnier-Mannschaft. Er durfte allerdings in 9 Spielen der Nationalmannschaft nur 36 Minuten in das Spielgeschehen eingreifen, in denen ihm 13 Punkte gelangen. Bei der WM bestritt er sein 40. Spiel für die deutsche Nationalmannschaft.
Bei der Europameisterschaft 2007 in Spanien gehörte Jagla wieder zum Kader. Im Turnierverlauf erzielte er 6,2 Punkte und 4,9 Rebounds pro Spiel bei einer Einsatzzeit von durchschnittlich 14,2 Minuten.
Im August 2008 nahm er mit der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking teil, für die sich Deutschland mit dem dritten Platz beim Qualifikationsturnier mit einem 96:82-Sieg im Spiel um den dritten Platz über Puerto Rico in Athen qualifizierte. Im Turnier spielte er im Schnitt 12,8 Minuten pro Spiel und erzielte dabei durchschnittlich 5,8 Punkte und 4,6 Rebounds.
Ein Höhepunkt in seiner Nationalmannschaftskarriere war das letzte Vorrunden-Spiel gegen Lettland bei der Europameisterschaft 2009 in Polen. Deutschland durfte dieses Spiel höchstens mit acht Punkten Rückstand verlieren, lag aber kurz vor Schluss mit elf Punkten zurück. Jagla traf zunächst einen 3-Punkte-Wurf und verwandelte im Anschluss nach einem Foul noch zwei Freiwürfe, so dass Deutschland lediglich mit sechs Punkten verlor und damit die Zwischenrunde erreichte.
Erfolge
- Deutscher A-Jugendmeister 1999
- ULEB-Cup-Sieger 2008
- Copa-del-Rey-de-Baloncesto-Sieger 2008
- Polnischer Meister 2010
- BBL-Pokal-Sieger 2014
- Deutscher Ü35-Meister 2018 (mit TSV 1860 Rosenheim)
Nach der Spielerkarriere
Jagla war nach dem Ende seiner Laufbahn als Spieler zeitweise bei Basketballübertragungen der Fernsehsender ProSieben MAXX<ref>Jan Jagla macht den Bayern-Check: "Murcia wird Bayerns härtester Gegner". In: Ran. 19. Oktober 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 16. April 2026.</ref> und Eurosport (bei den 2021 ausgetragenen Olympischen Sommerspielen 2020) als Experte tätig.<ref>Olympia 2021 im TV: Alle Kommentatoren und Experten bei ARD, ZDF, Eurosport. In: Prisma.de. 4. August 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 1. August 2021.</ref> Des Weiteren wurde er als Spielerberater<ref>Diese deutschen College-Stars stehen vor der Rückkehr in die BBL. In: Sportbild. 8. April 2026, abgerufen am 16. April 2026.</ref> und für ein in Spanien ansässiges Unternehmen tätig, das Digitaltechnik zur statistischen Erfassung von Basketballspielen vertreibt.<ref>Neuerungen beim Traditionsturnier. In: Deutscher Basketball-Bund. 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 2. Oktober 2021.</ref>
Privatleben
Jaglas Ehefrau Ivana ist die Tochter des ehemaligen Bundestrainers Svetislav Pešić.<ref>Hier erklärt Frau Jagla das Familien-Duell. (bz-berlin.de [abgerufen am 13. Januar 2017]).</ref> Sein Schwager ist der ehemalige Nationalspieler Marko Pešić.<ref>Alba Berlins Jan Jagla: Darum verließ ich meinen Schwiegervater. In: BILD.de. (bild.de [abgerufen am 13. Januar 2017]).</ref>
Weblinks
- Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) easyCredit BBL – Jan Jagla – Spielerprofil auf der Website der easyCredit Basketball-Bundesliga
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jan-Hendrik Jagla - Spielerprofil auf Basketball-Bund.de ( vom 12. Januar 2005 im Internet Archive)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jagla, Jan |
| ALTERNATIVNAMEN | Jagla, Jan-Hendrik (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Basketballspieler |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1981 |
| GEBURTSORT | West-Berlin |
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- Polnischer Meister (Basketball)
- Basketballspieler (FC Bayern München)
- Basketballspieler (Alba Berlin)
- Basketballspieler (Joventut de Badalona)
- Basketballspieler (Panellinios Athen)
- Basketballkommentator
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2008
- Basketballnationalspieler (Deutschland)
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Basketballspieler (TuS Lichterfelde Berlin)
- Basketballspieler (Artland Dragons)
- Basketballspieler (Türk Telekomspor)
- TV-Experte für Basketball
- Basketballspieler (Arka Gdynia)
- Deutscher
- Geboren 1981
- Mann