Zum Inhalt springen

Die Queen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. April 2026 um 12:39 Uhr durch imported>APPERbot (Bot: Umstellung FSK-Vorlage, Infobox formatiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Produktions­unternehmen
  • Pathé Pictures International
  • Granada Film Productions
  • Future Films
  • Pathé Renn Productions
  • France 3 Cinéma
  • Canal+
  • BIM Distribuzione
  • Scott Rudin Productions
Stab
Regie Stephen Frears
Drehbuch Peter Morgan
Produktion
Musik Alexandre Desplat
Kamera Affonso Beato
Schnitt Lucia Zucchetti
Besetzung und Synchronisation

Die Queen ist ein Historienfilm des britischen Regisseurs Stephen Frears über Elisabeth II. Der Film erschien 2006 und wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit einem Oscar für Hauptdarstellerin Helen Mirren.

Handlung

Großbritannien im Jahr 1997: Der 43-jährige Tony Blair wird durch einen Sieg der Labour Party bei den Unterhauswahlen neuer Premierminister. Weil er bei seinem Antrittsbesuch im Buckingham Palace mit den Regeln der Etikette noch nicht vertraut ist, muss er sich in diesen Dingen durch Elisabeth II. belehren lassen. Knapp drei Monate später ist es Blair, der versucht, dem britischen Staatsoberhaupt den Weg aus einer Krise aufzuzeigen.

In den frühen Morgenstunden des 31. August werden die in Schottland weilende Königin Elisabeth und ihr Ehemann Prinz Philip vom Tode Prinzessin Dianas unterrichtet, die bei einem Verkehrsunfall in Paris ums Leben gekommen ist. Die ehemalige Ehefrau ihres Sohnes und Thronfolgers, Prinz Charles, hatte durch ihre karitative Arbeit und verschiedene Lebensgefährten im Fokus der internationalen Presse gestanden und u. a. durch Interviews und Buchveröffentlichungen Einblick in ihr Leben am königlichen Hofe gegeben. In der Folgezeit avanciert die tote Prinzessin zur „Königin der Herzen“, der auch Premierminister Tony Blair seinen Tribut zollt und in einer Rede für sie den Begriff Prinzessin des Volkes (the people’s princess) prägt. Dagegen zeigt Königin Elisabeth ganz dem höfischen Protokoll folgend keine öffentliche Trauer und verbleibt mit der königlichen Familie auf Schloss Balmoral in Schottland. Sie weigert sich, dem Rat Blairs zu folgen, umgehend nach London zu reisen, um sich dort dem Volk zu zeigen, und will auch nicht das Protokoll ändern, um die Flaggen für Diana auf halbmast zu setzen. Um ihre beiden Enkel, Dianas Söhne William und Harry, auf andere Gedanken zu bringen, schickt sie die beiden mit einer Jagdgesellschaft auf die Jagd nach einem Vierzehnender, der in ihrem Revier gesichtet worden ist.

Während Tausende von trauernden Menschen Blumen vor dem Wohnsitz Dianas Kensington Palace niederlegen, richtet sich der Unmut der Bevölkerung gegen die scheinbar teilnahms- und gefühlslosen Mitglieder der königlichen Familie. Elisabeth II. gerät daraufhin in einen Gewissenskonflikt und erwägt, den Thron für die nächstjüngere Generation freizumachen. Der Hysterie um den Tod der Princess of Wales, die sie nicht mehr als Mitglied ihrer Familie betrachtete, kann sie nichts abgewinnen und schadet dadurch dem Ansehen der Krone. Das Volk nicht mehr verstehend, wird die Monarchin von ihrer Mutter, der Königinmutter Elizabeth, darin bestärkt, an ihrem Amt festzuhalten und sich nicht einschüchtern zu lassen, auch nicht von Tony Blair. Die Stimmungslage ändert sich schließlich nach einer Woche, als die Königin auf Druck von Tony Blair für Diana ein Staatsbegräbnis anordnet, das Blumenmeer am Buckingham Palace besucht und öffentlich zu ihrem Tode Stellung bezieht. In einer Fernsehansprache redet Elisabeth II. davon, aus Dianas Leben und aus der außergewöhnlichen und bewegenden Reaktion auf ihren Tod lernen zu können und die Erinnerung an die Princess of Wales bewahren zu wollen.

Besetzung und Synchronisation

Königin Elisabeth II. Helen Mirren Sonja Deutsch
Bettina Spier (AU/CH-DVD)<ref name="synchro1" />
Tony Blair Michael Sheen Nicolas Böll
Prinz Philip James Cromwell Friedrich Georg Beckhaus
Prinz Charles Alex Jennings Bernd Vollbrecht
Cherie Blair Helen McCrory Sabine Arnhold
Königinmutter Sylvia Syms Christel Merian
Sir Robin Berry Janvrin Roger Allam Christian Rode
Stephen Lamport Tim McMullan Oliver Siebeck
Alastair Campbell Mark Bazeley Tom Vogt

Ein Jahr vor den Dreharbeiten zu Die Queen hatte Helen Mirren im zweiteiligen Fernsehfilm Elizabeth I von Tom Hooper bereits die englische Königin Elisabeth I. dargestellt. Auf die Rolle der britischen Königin Elisabeth II. hatte sich Mirren durch ein mehrmonatiges Studium entsprechender Literatur und Filmmaterials vorbereitet.<ref>vgl. @1@2Vorlage:Toter Link/www.digitalspy.co.ukNachrichtenartikel bei digitalspy.co.uk (engl.) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Helen Mirren gab an, dass ihr die Rolle besonders viel Angst bereitet habe, da es sich bei der zu spielenden Figur um eine noch lebende Persönlichkeit handle.

Der Film wurde zweimal synchronisiert. Die erste Synchronfassung wurde in den USA erstellt und war auf den DVDs für Österreich und die deutschsprachige Schweiz enthalten.<ref name="synchro1">Die Queen (AU/CH-Synchro). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 13. April 2025.</ref> Die zweite Synchronfassung entstand bei der Christa Kistner Synchronproduktion in Potsdam. Heinz Freitag schrieb das Dialogbuch und führte Regie.<ref name="synchro2">Die Queen (DE-Synchro). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 13. April 2025.</ref>

Den im Film verwendete Kosenamen “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (deutsch: „Kohlköpfchen“) soll Prinz Philip nach Angaben von Autor Peter Morgan tatsächlich für die Queen verwendet haben. In der deutschen Synchronisation wird die Bezeichnung allerdings nur als „mein Schatz“ übertragen. Prinz Charles wird in der deutschen Fassung regelmäßig als „Prinz von Wales“ bezeichnet, obwohl der korrekte Titel im Deutschen „Fürst von Wales“ lautet.

Entstehung und Veröffentlichung

Das Drama basiert auf einem Originaldrehbuch von Peter Morgan. Er hatte bereits das Skript zum historischen Fernsehmehrteiler Henry VIII (2003) sowie zum Fernsehfilm The Deal verfasst, bei dem es um ein fiktives Treffen der beiden Führungsspitzen Tony Blair und Gordon Brown der britischen Labour Party (New Labour) geht.

Robin Berry Janvrin wird hier bereits 1997 als der erste Privatsekretär der Queen dargestellt, obwohl er die Stellung erst zwei Jahre später innehatte. Anscheinend geschah dies aufgrund der Tatsache, dass der eigentliche Privatsekretär Robert Fellowes mit einer Schwester der verstorbenen Prinzessin Diana verheiratet ist. Dies hätte ggf. zu Komplikationen für den Handlungsablauf geführt. Fellowes wird aber im Film in einem Gespräch zwischen der Queen und ihrer Mutter erwähnt, mit der Aussage, dass er die (angespannte) Lage ähnlich sähe wie Tony Blair.

Die Dreharbeiten fanden unter anderem im Glenfeshie Estate in den schottischen Highlands, auf Castle Fraser, in London und in Paris statt. Um den Unterschied zwischen der königlichen und der bürgerlichen Welt im Film optisch zu verdeutlichen, wurden die Szenen in der Welt Tony Blairs auf 16-mm-Film gedreht und die Szenen in den königlichen Räumen auf 35-mm-Film aufgenommen.

Weltpremiere war am 2. September 2006 auf den 63. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Der Film startete am 15. September 2006 in den britischen Kinos. In den USA wurde der Film am 6. Oktober 2006 in ausgewählten Kinos veröffentlicht. Dort erhielt der Film von der Motion Picture Association of America (MPAA) eine PG13-Bewertung, womit empfohlen wird, ihn erst Jugendlichen ab 13 Jahren zugänglich zu machen. In Deutschland kam der Film am 11. Januar 2007 in die Kinos. Im deutschen Free-TV war er erstmals am 7. Februar 2010 um 22 Uhr im ZDF zu sehen.

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Die Queen. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Die Queen. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Prädikat der FBW besonders wertvoll<ref>Jury-Begründung. In: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW). Abgerufen am 17. April 2026.</ref>
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref>
They Shoot Pictures, Don’t They? #528 im 21. Jhd.<ref name="tspdt" />

Die Queen erhielt ein sehr gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes fast ausschließlich freundliche Besprechungen und ordnet den Film damit als „Verbrieft Frisch“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Metacritic ermittelt aus den vorliegenden Bewertungen „Einhelliges Lob“ und stuft ihn als „Pflichtprogramm“ ein.<ref name="metacritic" /> Insgesamt listet They Shoot Pictures, Don’t They? Die Queen unter den angesehensten Filmen des 21. Jahrhunderts.<ref name="tspdt">The 21st Century's 1,000 Most Acclaimed Films (Table). In: They Shoot Pictures, Don’t They? 2026, abgerufen am 17. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

„Liebevoll und bissig folgt Frears seiner Heldin durch die Tage internationaler Massenhysterie, die sie weder versteht noch teilen kann, bis der Ruf der britischen Krone an ihrer scheinbaren Teilnahmslosigkeit zu zerbrechen droht […] Was für ein absurdes Konzept, was für ein großartiger Film. Unbefangen erfindet sich Frears seine Welt der Royals, ohne sie zur Karikatur verkommen zu lassen. Ein Gedankenspiel, wie es damals im Palast zugegangen sein könnte, respekt-, humor- und wundervoll. Für Helen Mirren gab es während der Vorstellung Szenenapplaus. Jeder Blick von ihr ist königlich, jede Geste würdevoll. Aus einem undurchschaubaren Wesen macht sie einen Menschen, so kühl wie liebenswert, so stilvoll wie verunsichert. Es ist eine berauschende Vorstellung.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Daniel Sander: Der Spiegel<ref name="Spiegel">Daniel Sander: Filmkritik bei spiegel.de, 2. September 2006.</ref>

„Die Queen bleibt die Übermutter der Nation, die sich nur vom Anblick eines Hirschen rühren lässt. Dass eine gut verborgene Verletzlichkeit zum Vorschein kommt, verdankt sie Helen Mirrens Anverwandlung der Königin – eine außergewöhnliche Schauspielleistung, die ihr mit Sicherheit einen Löwen einbringen dürfte. ‚Die Queen ist wie das Sofa deiner Eltern‘, meinte Mirren auf der Pressekonferenz ironisch: ‚Es ist alles andere als neu, hat Weinflecken und Zigarettenlöcher, und genau deshalb ist es aus deinem Leben nicht wegzudenken: eine gefährliche Rolle.“

Der Standard<ref>Filmkritik der APA/dpa bei derstandard.at, 3. September 2006.</ref>

„Stephen Frears, der bei seinem letzten Kinofilm Lady Henderson präsentiert ein wenig ins Kitschige abrutschte, gelingt hier die Gratwanderung, alle Schrullen der Royals genüsslich aufs Korn zu nehmen und doch den ernsten Ton zu halten. Richtig königlich wird der Spass indes erst durch die wunderbare Helen Mirren, die es verdient hätte, dafür mit einer Coppa Volpi als beste Darstellerin gekrönt zu werden.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Peter Zander: Die Welt<ref>Peter Zander: Filmkritik bei welt.de, 2. September 2006.</ref>

„Auch Frears verwendet die CNN-Bilder und Zeitungsschlagzeilen aus jenem September 1997, aber nur als Kontrastmittel, um den Eskapismus und die Ratlosigkeit der Windsor-Familie umso deutlicher zu machen – mit der Queen (großartig: Helen Mirren) in ihrer ganz durchs Prinzip Protokoll verschütteten Menschlichkeit an der Spitze. Der damals frisch gewählte, mediensichere Premier Tony Blair (Michael Sheen) errettete die Königin vom Odium totaler Gefühllosigkeit – und damit auch jene kurios monarchistischen Strukturen, auf denen die britische Demokratie basiert.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Jan Schulz-Ojala: Der Tagesspiegel<ref>Jan Schulz-Ojala: Steinbruch der Geschichte. Filmkritik. auf: tagesspiegel.de, 3. September 2006.</ref>

Auszeichnungen

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

  • Oscarverleihung 2007
    • Beste Hauptdarstellerin (Helen Mirren)
    • Nominierungen:
      • Bester Film
      • Beste Regie
      • Bestes Original-Drehbuch
      • Beste Filmmusik
      • Beste Kostüme
  • British Academy Film Awards 2007
    • Bester Film
    • Beste Hauptdarstellerin (Helen Mirren)
    • Nominierungen:
      • Bester britischer Film
      • Beste Regie
      • Bester Nebendarsteller
      • Bestes Original-Drehbuch
      • Beste Filmmusik
      • Beste Kostüme
      • Beste Maske
      • Bester Schnitt
  • Golden Globe Awards 2007
    • Beste Hauptdarstellerin – Drama (Helen Mirren)
    • Bestes Drehbuch
    • Nominierungen:
      • Bester Film – Drama
      • Beste Regie
  • Europäischer Filmpreis 2007
    • Beste Darstellerin (Helen Mirren)
    • Beste Filmmusik
    • Nominierungen:
      • Bester Film
      • Beste Regie
      • Bestes Drehbuch

Fußnoten

<references />

Weblinks

Vorlage:Filmdaten

Vorlage:Klappleiste/Anfang Gumshoe | Three Men in a Boat | Me! I’m Afraid of Virginia Woolf | Doris and Doreen | Afternoon Off | One Fine Day | Blutige Streiche | Walter | Saigon: Year of the Cat | The Hit | Mein wunderbarer Waschsalon | Walter and June | Späte Blüte | Das stürmische Leben des Joe Orton | Sammy und Rosie tun es | Gefährliche Liebschaften | Grifters | Ein ganz normaler Held | The Snapper – Hilfe, ein Baby! | Mary Reilly | Fisch & Chips | Hi-Lo Country | High Fidelity | Fail Safe – Befehl ohne Ausweg | Liam | Kleine schmutzige Tricks | Doppelspitze | Lady Henderson präsentiert | Die Queen | Skip Tracer | Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten | Immer Drama um Tamara | Lady Vegas | Philomena | The Program – Um jeden Preis | Florence Foster Jenkins | Victoria & Abdul | The Lost King Vorlage:Klappleiste/Ende