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Orangenblumen

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Orangenblumen
Datei:Choisya ternata 6.jpg

Orangenblume (Choisya ternata)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Unterfamilie: Toddalioideae
Gattung: Orangenblumen
Wissenschaftlicher Name
Choisya
Kunth

Die Orangenblumen (Choisya) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Die fünf bis acht Arten kommen von den südlichen USA bis Mexiko vor.

Beschreibung

Datei:(MHNT) Choisya ternata - flowers and leaves.jpg
Orangenblume (Choisya ternata) - Blüten und Blätter.

Vegetative Merkmale

Bei Orangenblumen-Arten handelt es sich um immergrüne Sträucher, die je nach Art Wuchshöhen zwischen 1 und 3 Metern erreichen.

Die gegenständigen Laubblätter sind gefingert, bei einigen Arten dreizählig, bei anderen bis zu 13-zählig. Die Form der Teilblättchen kann linealisch bis breit eiförmig sein. Die Blätter enthalten zahlreiche Einschlüsse ätherischen Öls und verströmen beim Zerreiben einen stark aromatischen, orangenähnlichen Geruch.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen zu wenigen in den Blattachseln oder endständig in kleinen trugdoldigen oder schirmrispigen Blütenständen. Die zwittrigen meist fünfzähligen Blüten mit doppelter Blütenhülle ähneln Orangenblüten. Die Zahl der weißen Kronblätter liegt zwischen vier und sieben, meistens sind aber fünf Kronblätter vorhanden. Von den ungleich langen Staubblättern in zwei Kreisen sind meist 10 vorhanden, wobei die Staubfäden im unteren Teil verbreitert sind und wie die Kronblätter reinweiß sind. Der Fruchtknoten ist oberständig aus fünf, teils kurz gehörnten Fruchtblätter, die Narbe ist gelappt. Es ist ein Diskus vorhanden.

Die ledrigen Kapselfrüchte oder Sammelbalgrüchte sind ein- bis sechsfächerig, -teilig. Das Endokarp löst sich leicht heraus. Die Samen sind nierenförmig oder rundlich.

Datei:Choisya 'Aztec Pearl' detail.JPG
Choisya ‘Aztec Pearl’

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Choisya wurde durch Karl Sigismund Kunth aufgestellt. Der botanische Gattungsname Choisya ehrt den Schweizer Botaniker Jacques Denis Choisy.<ref name="Burkhardt2018" />

Alle Choisya-Arten sind vom südlichen Nordamerika (Texas, südwestliche USA) bis Mexiko verbreitet.

Je nach Autor enthält die Gattung fünf bis acht Arten, da Choisya mollis und Choisya arizonica auch als Varietäten von Choisya dumosa aufgefasst werden und Choisya grandiflora als Synonym zu Choisya ternata gestellt werden kann.

  • Choisya arizonica <templatestyles src="Person/styles.css" />Standl.: Sie kommt nur in Arizona vor.<ref name="GRIN" />
  • Choisya dumosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Torr.) A.Gray, mit bis zu 13-teiligen Blättern aus sehr schmalen Teilblättchen. Sie kommt in Arizona, New Mexico, Texas und im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua vor.<ref name="GRIN" />
  • Choisya grandiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Regel, wird auch zu Choisya ternata gestellt
  • Choisya katherinae <templatestyles src="Person/styles.css" />C.H.Müll.: Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua und Coahuila vor.<ref name="GRIN" />
  • Choisya neglecta <templatestyles src="Person/styles.css" />C.H.Müll.: Sie kommt im mexikanischen Bundesstaat Puebla vor.
  • Choisya palmeri <templatestyles src="Person/styles.css" />Standl.: Sie kommt in Mexiko vor.
  • Orangenblume (Choisya ternata <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth):<ref name="Zander2008" /> Sie ist eine nur bedingt frostharte Zierpflanze mit dreiteiligen, manchmal auch bis fünfteiligen Blättern aus ovalen Teilblättchen. Sie kommt in Mexiko vor.<ref name="GRIN" />

Verwendung

Vorlage:Hinweisbaustein Wenige Choisya-Arten werden als Zierpflanzen verwendet, wobei die meisten von diesen nur leichten Frost vertragen können. Choisya 'Aztec Pearl', eine Hybride aus Choisya arizonica und Choisya ternata, ist wegen ihrer drei- bis fünfzähligen, schmalen Blätter eine der beliebtesten Zierpflanzen der Gattung.

Literatur

  • Joachim Kruse: Rutaceae. In: Urania Pflanzenreich. Band 4: Blütenpflanzen 1, 1. Ausgabe. Urania-Verlag, Leipzig 1994, ISBN 3-332-00496-4, S. 357–366.
  • Cornelius H. Muller: A Revision of Choisya. In: The American Midland Naturalist. Vol. 24, No. 3, 1940, S. 729–742, doi:10.2307/2420869.
  • K. Kubitzki: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol. X: Flowering Plants Eudicots, Springer, 2011, ISBN 978-3-642-14396-0, S. 280, 292, 328.

Weblinks

Commons: Orangenblumen (Choisya) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018. </ref> <ref name="Zander2008"> Robert Zander: Zander. Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold. 18. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5408-1. </ref> </references>