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Wansdorf

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Wansdorf
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(874)&title=Wansdorf 52° 38′ N, 13° 5′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(874) 52° 38′ 22″ N, 13° 5′ 22″ O
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Höhe: 35 m ü. NHN
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Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 14621
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Wansdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Schönwalde-Glien im Havelland in Brandenburg.

Geografie

Wansdorf liegt nordwestlich von Berlin am Rande des Krämer Forsts. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 800. Wansdorf lag an der Bahnstrecke Nauen–Velten.

Geschichte

Das „Dorf des Wan“, ein Angerdorf am Fuße des Glien, wurde im Jahre 1313 erstmals erwähnt. Vom 14. bis zum 19. Jahrhundert waren Grundherren die von Redern, darunter aus alten Schloßregistern von 1480 ein Otto von Redern.<ref>Uff dem Glin. In: Ernst Fidicin (Hrsg.): Kaiser Karl’s IV. Landbuch der Mark Brandenburg nach handschriftlichen Quellen. VI. Das Ländchen Glien. J. Guttentag, Berlin 1856, S. 333–334 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 28. September 2022]).</ref> Die historische Genealogie der Familie führt bis zum General Hermann von Redern (1819–1886). Wansdorf galt als so genannter alter Besitz, es war ein klassisches Lehngut.<ref>Hand-Matrikel der in sämmtlichen Kreisen des Preussischen Staats auf Kreis- und Landtagen vertretenen Rittergüter. In: Karl Friedrich Rauer (Hrsg.): GAB Vorgänger auf Matrikelbasis. 1. Auflage. Provinz Brandenburg, (Kreis) Ost - Havelland. 33. Selbstverlag, Berlin 1857, S. 74 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 28. September 2022]).</ref> Nach dessen Tod wurde das Gutshaus durch einen Brand zerstört und die Familie zog nach Berlin. Um 1880 wies das kreistagsfähige Rittergut, mit Brennerei, eine Größe von 1126 ha aus. Davon waren unter anderem 230 ha Ackerflächen und 634 ha Waldbesitz. Damaliger Pächter des Gutes war Ober-Amtmann Zarnack.<ref>P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell: General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Kreis Ost-Havelland. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1879, S. 84–85, doi:10.18452/377 (hu-berlin.de [abgerufen am 28. September 2022]).</ref>

Das sogenannte Neue Schloss ist eine um 1900 gebaute Jugendstilvilla des Vetschauer Industriellen Ferdinand Griebenow (1848–1910), der für örtliche Dienstgeschäfte einen Grafen Reichenbach als Generalbevollmächtigten bestimmte.<ref>Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin 1910. In: Königliche Regierung zu Potsdam (Hrsg.): Öffentliche Bekanntmachungen. 1910. Auflage. Nr. 9. A. W. Hayn`s Erben, Potsdam 4. März 1910, S. 102–103 (google.de [abgerufen am 28. September 2022]).</ref> 1907 war der Gutsverwalter Hans von Gynz-Rekowsky (1853–1932), der auch mit den Angehörigen seiner Familie in Wansdorf lebte.<ref>Jahresbericht der Klosterschule Rossleben einer Stiftung der Familie von Witzleben. 1907. 1907. Programm Nr. 35 Auflage. Verzeichnis der Schüler. Stand am 1. Februar 1907, Ober-Sekunda. 14. Ober-Tertia. 1. Franz und Hans Gynz von Rekowski Wansdorf in der Mark. Wilhelm Sauer, Rossleben 1907, S. 30–31 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 28. September 2022]).</ref> 1914 gehörte das Rittergut mit 1140 ha der Stadtgemeinde Spandau, die zur Leitung Oberinsketor Feuerstack bestellte. 1929 hieß der Eigentümer Berliner Stadtgüter GmbH. Das Gut Wansdorf hatte damals eine Restgröße von 643 ha.<ref>Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Hogrefe: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg 1929. Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts. 4. Auflage. VII. Regierungsbezirk Potsdam. Kreis Ost-Havelland, Letzte Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe. Verlag Niekammer’s Adreßbücher GmbH, Leipzig 1929, S. 64 (martin-opitz-bibliothek.de [abgerufen am 28. September 2022]).</ref>

Wansdorf ist ein Straßendorf, noch bis vor hundert Jahren lagen fast alle Häuser direkt an der Straße, erst dann sind einige kleine Nebenstraßen dazugekommen. Gegenüber dem Schloss steht die Wansdorfer Dorfkirche, eine kleine barocke Saalkirche aus dem 18. Jahrhundert. Zwei Gutshäuser runden das historische Dorf-Ensemble ab.

Unweit des Ortsteils befinden sich das Gewerbegebiet „Am Rosengarten“ sowie das Klärwerk Wansdorf. Im Zuge der Dorferneuerung wurden vor allem Straßenbaumaßnahmen durchgeführt. Ein schöner und besonders in warmer Jahreszeit gern genutzter Radweg verläuft durch Wansdorf, der alle Ortsteile miteinander verbindet.

Eingemeindung

Wansdorf wurde am 26. Oktober 2003 in die neue Gemeinde Schönwalde-Glien eingegliedert.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003</ref>

Politik

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Wansdorf]] Blasonierung: „In Silber ein mit drei goldenen Sporenrädern belegter roter Schrägrechtsbalken, beseitet von zwei auswärts gekehrten dreiblättrigen grünen Kastanienzweigen.“<ref name="Wappen">Ortswappen der Gemeinde. In: Wappen auf Siegfrieds Homepage. Siegfried Heinze, abgerufen am 4. Mai 2024 (private Website).</ref>

Das Wappen wurde von Christian Gering aus Schönwalde-Dorf gestaltet und am 30. Januar 2002 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Flagge

Die Flagge wurde von Christian Gering aus Schönwalde-Dorf gestaltet und am 30. Januar 2002 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge ist Grün – Weiß - Grün - Weiß – Grün (2:1:12:1:2) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen belegt.

Persönlichkeiten des Ortes (in alphabetischer Reihung)

  • Rolf Kirfel (1916–1990), Bildhauer, lebte und arbeitete in Wansdorf und war Mitglied der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft
  • Ernst von Redern (1835–1900), preußischer Generalleutnant († 1900), geboren in Wansdorf
  • Hedwig von Redern (1866–1935), deutsche Erzählerin und Kirchenliederdichterin, lebte nach ihrer Geburt von 1866 bis 1886 in Wansdorf
  • Hermann von Redern (1819–1886), Rittergutsbesitzer, königlich-preußischer Generalleutnant, Rechtsritter des Johanniterordens, geboren in Wansdorf

Verkehr

Zwischen 1924 und 1963/64 war Wansdorf Bahnstation an der Bahnstrecke Nauen–Velten der Osthavelländischen Kreisbahnen.

Literatur

  • Elfriede Schulz, Irmtraud Wilke und Jochen Schindler: 700 Jahre Wansdorf Geschichte und Geschichten. Hrsg. Schönwalde-Glien, VV Veltener Verlagsgesellschaft, Velten 2013, ISBN 978-3-9816076-0-4.

Weblinks

Commons: Wansdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Grünefeld | Paaren im Glien | Pausin | Perwenitz | Schönwalde-Dorf | Schönwalde-Siedlung | Wansdorf Vorlage:Klappleiste/Ende