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Muschrik

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Muschrik, auch Mushrik (arabisch مشرك, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Begriff aus dem Vokabular des Korans, der denjenigen bezeichnet, der Gott andere Gottheiten beigesellt (Schirk). Der Begriff, der in seiner Pluralform muschrikūn (مشركون / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) zum ersten Mal in mittelmekkanischer Zeit begegnet, bezeichnet dort die mekkanischen Gegner Mohammeds. Häufig wird er mit „Polytheisten“ übersetzt, allerdings sind nach neuerer Forschung damit eher Henotheisten gemeint, also Menschen, die einen Hochgott verehren, der über einem größeren Pantheon waltet, bzw. Monotheisten, die einen höchsten Gott über Mittlerinstanzen anrufen.<ref>Vgl. Angelika Neuwirth: Der Koran als Text der Spätantike. Ein europäischer Zugang. Berlin 2010. S. 337f.</ref> Der Begriff hatte von Anfang an polemische Qualität und diente in medinischer Zeit zur Rechtfertigung des Kampfes der Muslime gegen die ihnen feindlich gesinnten Mekkaner.

Die islamische Glaubenslehre unterscheidet bei ihrer Betrachtung Andersgläubiger zwischen den Muschrikūn und den Anhängern einer Buchreligion (Leuten des Buches, arabisch أهل الكتاب {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), sogenannten „Schriftbesitzern“. Während letztere nicht zu den Ungläubigen zählen, aus religiöser Sicht allerdings einen dem Unglauben nahestehenden Status haben,<ref>Albrecht Noth: Früher Islam. In: Ulrich Haarmann (Hrsg.): Geschichte der arabischen Welt. C.H.Beck, 1991. S. 43</ref> gelten die Muschrikūn als Ungläubige, die im klassischen islamischen Rechtswesen bei der Ablehnung des Islam zu bekämpfen<ref>The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Brill, Leiden. Bd. 9, S. 484, s. v. „Shirk“</ref> und im Zuge dessen zu töten waren.<ref>„...die Heiden nur noch zwischen Bekehrung und Tod zu wählen hatten, während die Christen (und Juden) bei Entrichtung eines Tributs ihren Glauben beibehalten durften...“, s. Rudi Paret: Der Koran, Kommentar und Konkordanz. 2012, 8. Auflage, Stuttgart, Kohlhammer, S. 199 (Kommentar zu 9:29)</ref>

Der hanbalitische Gelehrte Ibn Taimiya wandte den Begriff allgemein auf alle Menschen an, die Gräberkult betreiben, sich zum Beispiel beim Gebet nach einem Grab ausrichten, ganz gleich ob sich diese Menschen selbst zum Islam bekennen oder nicht.<ref>Vgl. sein Werk Qāʿida ǧalīla fī t-tawassul wa-l-wasīla. Beirut 1979. S. 153.</ref>

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references />

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