Theodor Holm Nelson
Theodor „Ted“ Holm Nelson (* 17. Juni 1937 in Chicago)<ref>Ted Nelson: The Ted Nelson. Abgerufen am 14. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ist ein US-amerikanischer Philosoph und Informationstechnikpionier. Er ist der Sohn des Regisseurs Ralph Nelson (1916–1987) und der Schauspielerin Celeste Holm (1917–2012).<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The New York Times, 2. Juli 2011. Abgerufen am 12. Februar 2013 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Nelson prägte 1965 die Begriffe Hypertext und Hypermedia. Außerdem wird ihm der erste Gebrauch der Wörter transclusion, virtuality im Kontext des Software-Designs, intertwingularity (Verzweigtheit) und teledildonics (computergesteuerte Sexspielzeuge zur Verwendung in Cybersex) angerechnet. Die Hauptrichtung seiner Arbeit war bislang, Computer für normale Menschen leicht zugänglich zu machen. Seine Devise ist:
„Eine Benutzeroberfläche sollte so einfach sein, dass ein Anfänger sie in einem Notfall innerhalb von zehn Sekunden verstehen kann.“
Nelson vertritt die vier Grundsätze „Die meisten Menschen sind Idioten, Autorität ist meist heimtückisch, Gott existiert nicht, und alles ist falsch“.<ref name="Wired_3_06">Vgl. Kapitel II, 3. Abschnitt, 3. und 4. Satz in: "The Curse of Xanadu" Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The Curse of Xanadu.] Wired [magazine], , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Juni 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Karriere
Nelson gründete 1960 das Projekt Xanadu mit dem Ziel, ein Rechnernetz mit einfacher Benutzeroberfläche aufzubauen. Dieses Bestreben ist in seinen Büchern Computer Lib/Dream Machines (1974) und Literary Machines (1981) dokumentiert. Er widmete einen großen Teil seines Lebens der Arbeit am Projekt Xanadu und der Erhaltung dieses Projekts.
Das Xanadu-Projekt selbst schaffte es aus einer Vielfalt von umstrittenen Gründen nicht, zu gedeihen. Der Journalist Gary Wolf veröffentlichte einen kritischen Artikel, The Curse of Xanadu, über Nelson und sein Projekt in der Juni-1995-Ausgabe des Magazins Wired und nannte Xanadu das „am längsten dauernde Vaporware-Projekt in der Geschichte der EDV“. Nelson drückte seine Empörung auf seiner Website aus,<ref>What they say</ref> wo er Wolf als „mörderischen Schakal“ bezeichnete und androhte, gerichtlich gegen ihn vorzugehen. Er fasste seine Einwände auch in einem Brief an Wired zusammen<ref>Letters about "The Curse of Xanadu"</ref> und veröffentlichte eine detaillierte Widerlegung des Artikels<ref>Errors in "The Curse of Xanadu"</ref>.
Nelson wendet ein, dass einige Aspekte seiner Vision dabei waren, durch Tim Berners-Lees Erfindung des World Wide Webs umgesetzt zu werden, obwohl er das World Wide Web, XML und alle eingebetteten Auszeichnungssprachen ablehnt, da er Berners-Lees Arbeit als rohe Über-Vereinfachung seiner ursprünglichen Vision sieht<ref>heise online: Vor 25 Jahren: Das WWW taucht im Usenet auf. In: heise online. Abgerufen am 6. August 2016.</ref>:
„HTML ist exakt was wir zu VERHINDERN versucht haben– ständig tote Links, Links die nur nach außen führen, Zitate, die man nicht zu ihren Ursprüngen zurückverfolgen kann, keine Versionsverwaltung, keine Rechteverwaltung.“
Nelson war Mitgründer der Itty Bitty Machine Company, eines kleinen Computer-Einzelhandelsgeschäfts, das von 1977 bis 1980 in Evanston (Illinois) betrieben wurde. Die Itty Bitty Machine Company war eines der wenigen Einzelhandelsgeschäfte, die den originalen Apple I führten. 1978 hatte Nelson einen bedeutenden Einfluss auf die Überlegungen IBMs, als er seine Vision des Potenzials der Personal Computer dem Team, das drei Jahre später den IBM PC auf den Markt brachte, darstellte.<ref>When Big Blue Got a Glimpse of the Future</ref>
Anfang der 2010er Jahre arbeitete Ted Nelson an einer neuen Informationsstruktur, ZigZag,<ref>ZigZag and Its Structure</ref> die auf der Website des Xanadu-Projektes beschrieben wird, das auch zwei Versionen des Xanadu-Codes hostet. Außerdem entwickelte er XanaduSpace<ref>XanaduSpace,</ref> ein System zur Verwertung verbundener Paralleldokumente (eine frühe Version dieser Software kann kostenlos heruntergeladen werden<ref>https://xanarama.net/</ref>). Er war Gaststipendiat an der Oxford University im Oxford Internet Institute, wo er in den Feldern Information, Computer und Mensch-Maschinen-Schnittstellen arbeitete.
Publikationen (Auswahl)
- Computer Lib, 1974
- Literary Machines, 1981
- Geeks Bearing Gifts, 2008
Siehe auch
Weblinks
- Website von Ted Nelson (englisch)
- Ted Nelson Media Center (englisch)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nelson, Theodor Holm |
| ALTERNATIVNAMEN | Nelson, Ted (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Philosoph und Informationstechnikpionier |
| GEBURTSDATUM | 17. Juni 1937 |
| GEBURTSORT | Chicago |