Bromchlordifluormethan
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Strukturformel von Bromchlordifluormethan | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Bromchlordifluormethan | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | CBrClF2 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
nicht brennbares farbloses Gas mit süßlichem Geruch<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 165,36 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
gasförmig | |||||||||||||||
| Dichte |
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| Schmelzpunkt |
−160,5 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
−3,3 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Treibhauspotential |
2070 (bezogen auf 100 Jahre)<ref>G. Myhre, D. Shindell et al.: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Working Group I contribution to the IPCC Fifth Assessment Report. Hrsg.: Intergovernmental Panel on Climate Change. 2013, Chapter 8: Anthropogenic and Natural Radiative Forcing, S. 24–39; Table 8.SM.16 (ipcc.ch [PDF]).</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Bromchlordifluormethan, auch Halon 1211 genannt, gehört zur Gruppe der Halogenkohlenwasserstoffe (Halone).<ref name="Roempp">Eintrag zu Halone. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Dieses Gas fand hauptsächlich Verwendung als Löschmittel in Löschanlagen und Feuerlöschern.<ref name="Joachim Buddrus">Joachim Buddrus: Grundlagen der Organischen Chemie. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-024640-7, S. 253 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> In Deutschland jedoch sind Halon-Feuerlöscher für die meisten Einsatzzwecke nicht mehr erlaubt, da Halone eine schädliche Wirkung auf die Ozonschicht zeigen.<ref>Praxishandbuch für den betrieblichen Brandschutz. ISBN 978-3-8111-4471-2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Gewinnung und Darstellung
Bromchlordifluormethan kann in einer Ausbeute von 91 % durch Erhitzen von Silberchlordifluoracetat mit Brom bei 180 bis 260 °C hergestellt werden.<ref name="Alan R. Katritzky, Thomas L. Gilchrist, Otto Meth-Cohn, Charles Wayne Rees">Alan R. Katritzky, Thomas L. Gilchrist, Otto Meth-Cohn, Charles Wayne Rees: Comprehensive Organic Functional Group Transformations. Elsevier, 1995, ISBN 978-0-08-042704-1, S. 223 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- <chem>CClF2CO2Ag + Br2 -> CBrClF2 + CO2 + AgBr</chem>
Auch die Reaktion von 1,3-Dichlor-1,1,3,3-tetrafluoraceton mit Brom bei 580–650 °C und weitere Reaktionen ergeben Bromchlordifluormethan.<ref name="Alan R. Katritzky, Thomas L. Gilchrist, Otto Meth-Cohn, Charles Wayne Rees" />
- <chem>CHClF2 + Br2 + O2 -> CBrClF2 + CBr2F2 + CHClF2</chem>
Eigenschaften
Bei für Brände typischen Temperaturen erfolgt eine Abspaltung von Bromatomen, die in den Radikalkettenmechanismus eines Verbrennungsvorgangs antikatalytisch eingreifen.<ref name="Roempp" />
Verwendung
Die Verbindung wurde wie andere Halone als Löschmittel verwendet. Allerdings wurden nur etwa 10 % der Halone bei Bränden freigesetzt. Die überwiegend freigesetzte Menge resultierte aus Übungen und Prüfungen.<ref name="Roempp" /> Entsprechend den Regelungen des Montrealer Protokolls wurde die Produktion in den Industriestaaten schon zum 1. Januar 1994 eingestellt.<ref name="Roempp" /> In Entwicklungsländern war die Produktion noch bis 2010 möglich.<ref name="Roempp" /> In der EU wird der Umgang über eine EG-Verordnung zum Ozonabbau geregelt. Hier ist eine Einfuhr nur zu im Montrealer Protokoll festgelegten essentiellen Anwendungen erlaubt.<ref name="Roempp" /> In Deutschland ist die Herstellung und die Verwendung als Löschmittel entsprechend der Chemikalien-Ozonschichtverordnung schon seit dem 1. Januar 1992 verboten.<ref name="Roempp" />
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Ozonschicht schädigender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Bromalkan
- Chloralkan
- Fluoralkan