Pulse Ultra
| Pulse Ultra | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Montreal, Kanada |
| Genre(s) | Alternative Metal, Nu Metal, Post-Grunge |
| Gründung | 1997 |
| Auflösung | 2004 |
| Letzte Besetzung | |
| Dominic Cifarelli | |
| Jeff Feldman | |
| Maxx Zinno | |
| Zo Vissa | |
Pulse Ultra war eine aus Montreal stammende kanadische Metal- und Rock-Band, die im Jahr 1997 gegründet wurde und sich 2004 auflöste.
Geschichte
Dominic Cifarelli, in jungen Jahren Fan von Bands wie Pantera oder auch Dream Theater sowie dem Gitarristen Steve Vai, entstammt einer konservativen italienischen Familie in Montreal. Seinen Wunsch nach einer Gitarre enttäuschten die Eltern mit dem Weihnachtsgeschenk einer klassischen Gitarre. Trotzdem hielt ihn diese nicht ab, seinen Weg als Rockgitarrist zu gehen.<ref>Ayman Ibrahim: Dominic Cifarelli. A Mind Roaming on its Own. In: Muzik etc. The Magazine for Canadian Musicians/Le Magazine pour les Musiciens Canadiens. Band 22, Nr. 1 (Januar/Februar), 2010, Cover Story, S. 10 ff.</ref> Nachdem er und sein Freund Jeff Feldman (Bassist) in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre verschieden musikalisch aktiv gewesen waren, beschlossen sie 1997 Pulse Ultra zu gründen. Als Schlagzeuger kam Maxx Zinno zur Besetzung.<ref name="allmusic">MacKenzie Wilson: Pulse Ultra. Allmusic, abgerufen am 15. Februar 2016.</ref> Die selbstkomponierten Lieder wurden aufgenommen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit anderen vorgespielt. So angeblich auch auf einer Halloweenparty 1999, wo ein angetrunkener Gast dazu lauthals gesungen haben soll. Dieser Gast hieß Zo Vizza und wurde offizieller Sänger bei Pulse Ultra.<ref name="unc">Pulse Ultra. Ein Sixpack zu Halloween. In: unclesally*s. Nr. 85, April 2003, Musik Stories, S. 10.</ref> Bei einem Treffen mit Taproot im Sommer 2000 anlässlich deren Gastspiels in Montreal, übergab Cifarelli der Band ein Demo. Durch den Manager von Taproot erreichte Pulse Ultra schließlich 2001 einen Plattenvertrag bei dem zu Atlantic Records gehörenden Label Velvet Hammer. Im folgenden Jahr arbeitete die Gruppe an neuen Liedern.<ref name="allmusic" /> Die Aufnahmen fanden in Los Angeles statt, mussten aber aufgrund des Todes von Vizzas Vater lange unterbrochen werden. Die Niedergedrücktheit des Sängers wirkte sich letztlich auf die Liedtexte aus.<ref name="unc" /> Trotz einer weiteren Verzögerung wegen einer Erkrankung, harrte man in Los Angeles aus und stellte das Debütalbum Headspace fertig. Es erschien am 16. Juli 2002.<ref name="Billboard">Adam K. Keim: Pulse Ultra in a Good 'Space'. Ozzfest Bookings Help Expose Atlantic Act in Europe and the U.S. In: Billboard. 13. Juli 2002, Artists & Music, S. 16.</ref> Der Tonträger war vom Taproot-Gitarristen Mike DeWolf produziert worden.<ref name="MH">Matthias Weckmann: Pulse Ultra. Headspace. In: Metal Hammer. April 2003, S. 102.</ref> Im Vorfeld der Veröffentlichung hatte man eine Tour mit American Head Charge und Gravity Kills bestritten. Später im Jahr war die Band sowohl auf dem amerikanischen als auch dem europäischen Ozzfest vertreten<ref>History. 2002. ozzfest.com, abgerufen am 15. Februar 2016.</ref> und war zudem auf dem Soundtrack zum Videospiel Need for Speed: Hot Pursuit 2 mit dem Lied "Build Your Cages zu hören.<ref>Various – Need For Speed: Hot Pursuit 2 Soundtrack. Discogs, abgerufen am 15. Februar 2016.</ref> Es folgten noch Touren mit Taproot und Chevelle.<ref name="dc">Dominic Cifarelli. Los Angeles-based Guitarrist, Bassist, and Songwriter. dominiccifarelli.com, abgerufen am 17. Februar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2004 kam es aufgrund persönlicher Differenzen zur Auflösung der Band.<ref>Scott: The Chronicles of Israfel – An Interview with Dominic Cifarelli. ampkicker.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Februar 2016; abgerufen am 15. Februar 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Obwohl Cifarelli ungute Gefühle mit Los Angeles verband und sich nicht hatte vorstellen können dort zu leben,<ref name="unc" /> zog er nach dem Ende von Pulse Ultra in die US-Rockmetropole und etablierte sich als Musiker und Songwriter.<ref name="dc" />
Stil
Laut MacKenzie Wilson von Allmusic wurden Cifarelli und Feldman durch Bands wie Limp Bizkit und Deftones beeinflusst.<ref name="allmusic" /> In seiner Rezension zum Album schrieb Brian O’Neill, ebenfalls von Allmusic, dass hierauf deutliche Post-Grunge-Einflüsse zu hören sind, wobei der Gesang an den des Bush-Sängers Gavin Rossdale erinnere. Auch liege ein Vergleich zu Creed nahe. In Liedern wie Put It Off immitiere man avantgardistische Momente von Tool, während Void eher Rap Metal von Incubus ähnele.<ref>Brian O'Neill: Pulse Ultra. Headspace. Allmusic, abgerufen am 18. Februar 2016.</ref> Matthias Weckmann vom Metal Hammer bezeichnete die Musik des Albums als „New Rock“. Die Lieder hätten eine Melodieführung, die an Incubus erinnere. Es würden harte und weiche Elemente vermischt werden und auch von akustischen Instrumenten mache man gelegentlich Gebrauch.<ref name="MH" /> Muser9909 von ultimate-guitar.com ordnete die Band dem Alternative Metal zu, wie er auch von System of a Down und Deftones gespielt werde. Auf dem Album mische die Gruppe die progressiven Stücke von Tool mit Alternative-Metal-Momenten von Incubus. Der Gesang sei eine Kreuzung aus Brandon Boyd und Gavin Rossdale.<ref>Muser9909: Headspace Review. ultimate-guitar.com, abgerufen am 15. Februar 2016.</ref> Ähnlich wurde die Gruppe auch im Billboard Magazine vorgestellt, nämlich als eine Mischung aus Tool und System of a Down, nur nicht so progressiv wie die erstgenannte Band und nicht so schrill wie die letztgenannte.<ref name="Billboard" /> Pulse Ultra sah sich selbst als „Rockband mit einer Prise progressiver Elemente“.<ref name="unc" />
In den Texten geht es um Sein und Schein und Selbstfindung.<ref name="Billboard" /> Auch das Gefühl der inneren Unzufriedenheit bei Erfüllung lang gehegter Träume, einem Fluch der kapitalistischen Gesellschaft, spielt eine große Rolle.<ref name="unc" />
Diskografie
- 2002: Headspace (Album, Atlantic Records)
- 2003: Pulse Ultra (DVD, Atlantic Records)
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Pulse Ultra bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Pulse Ultra bei Discogs