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Polyethersulfon

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Strukturformel
Strukturformel von Poly(oxy-1,4-phenylsulfonyl-1,4-phenyl)
Strukturausschnitt von Poly(oxy-1,4-phenylsulfonyl-1,4-phenyl)
Allgemeines
Name Polyethersulfon
Andere Namen
  • Poly(oxy-1,4-phenylsulfonyl-1,4-phenyl)
  • PESU
  • PES
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Monomere/Teilstrukturen Oxy-1,4-phenylsulfonyl-1,4-phenyl
4,4′-Sulfonyldiphenol
Art des Polymers

Polysulfone

Kurzbeschreibung

hellgelber bis bräunlicher geruchloser Feststoff<ref name="basf">BASF: Sicherheitsdatenblatt Ultrason E 2010. 19. Oktober 2016, abgerufen am 18. August 2022. (PDF; 307 kB)</ref>

Eigenschaften
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,3–1,4 g·cm−3 bei 20 °C<ref name="basf" />

Glastemperatur

225 °C<ref name="basf" />

Elastizitätsmodul

2800 MPa<ref name="Kern">Eigenschaften Polyethersulfon (Kern GmbH)</ref>

Wasseraufnahme

0,7 % (Normalklima)<ref name="Kern" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="basf" />

Elektrische Leitfähigkeit

>1013 Ohm·m<ref name="Kern" />

Chemische Beständigkeit

unbeständig in Trichlorethylen, Aceton, sowie UV-Licht und Witterung<ref name="Kern" />

Wärmeleitfähigkeit

0,17 W/K m<ref name="Kern" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="basf" />
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Polyethersulfon (PESU, früher auch PES) bzw. nach chemischer Nomenklatur Poly(oxy-1,4-phenylsulfonyl-1,4-phenyl), ist ein zur Gruppe der Polysulfone gehörender technisch nutzbarer amorpher und damit transparenter Hochleistungsthermoplast.

Darstellung

Die Synthese von Polyethersulfon kann sowohl über eine Polysulfonylierung als auch über eine Polyethersynthese ablaufen.<ref>Versuchsmaterialien (PDF; 508 kB).</ref>

Eigenschaften

Er ist transparent, hydrolysefest und chemisch beständig. Polyethersulfon ist dem Polysulfon (PSU) in der Beständigkeit gegenüber Chemikalien und in der Schlagzähigkeit überlegen. Er wird hauptsächlich für thermisch hochbelastete Teile (medizinische Geräte, Automobil- und Flugzeugbau, elektrische und elektronische Komponenten) verwendet.

Polyethersulfon erlebt einen Aufschwung als Material zur Herstellung von Baby-Artikeln (insbesondere Trinkflaschen). Die bislang üblichen Polycarbonat-Kunststoffe sind wegen des enthaltenen Bisphenols A mit Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht worden. Im Gegensatz zu den klar-transparenten Polycarbonat-Flaschen sind die Polyethersulfon-Alternativen leicht honigfarben.

Einzelnachweise

<references />