M. S. Subbulakshmi
M. S. Subbulakshmi (Madurai Shanmukhavadivu Subbulakshmi; Tamilisch: மதுரை சண்முகவடிவு சுப்புலட்சுமி, Maturai Caṇmukavaṭivu Cuppulaṭcmi; * 16. September 1916 in Madurai, Tamil Nadu; † 11. Dezember 2004 in Chennai, Tamil Nadu) war eine bedeutende indische Sängerin karnatischer Musik, die auch durch ihr geistliches Repertoire und ausgewählte Filmrollen bekannt wurde.<ref name="hindu-obit">M.S. Subbulakshmi passes away, aged 88. In: The Hindu. 12. Dezember 2004, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="hindu-films">M.S. Subbulakshmi: From music to movies. In: The Hindu. 15. September 2015, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie gehört mit D. K. Pattammal und M. L. Vasanthakumari zu den drei wichtigsten Vokalinterpreten dieser Musik im 20. Jahrhundert. Sie erhielt 1998 als erste Musikerin den Bharat Ratna, und Würdigungen zu ihrem Geburtsjahrhundert hoben ihren grenzüberschreitenden Einfluss auf die klassische Musik hervor.<ref name="ie-unstamp">United Nations issues stamp to honourcarnatic music artist M S Subbulakshmi. In: The Indian Express. 3. Oktober 2016, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="hindu-legend">Remembering the legend, M.S. Subbulakshmi. In: The Hindu. 16. September 2015, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Leben
Subbulakshmi wurde als Tochter von Subramania Iyer und der Veena-Spielerin Shanmukhavadivu in Madurai geboren; sie wuchs mit ihrem Bruder Saktivel und ihrer Schwester Vadivambal in einem von klassischer Musik geprägten Umfeld auf, und auch ihre Großmutter Akkammal war Musikerin.<ref name="hindu-obit" /> Aus einer musikalischen Familie stammend begann Subbulakshmi ihre Gesangskarriere früh. Ihren ersten Unterricht erhielt sie von ihrer Mutter, und als sie 1936 nach Chennai zog, galt sie bereits als populäre Sängerin der karnatischen Musik.<ref name="hindu-obit" /> In Chennai lernte sie T. Sadasivam kennen, einen leitenden Mitarbeiter der Zeitschrift Ananda Vikatan, den sie 1940 heiratete.<ref name="hindu-obit" /> Zu den glühenden Verehrern ihrer Musik gehörten Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru sowie die Musiker Lata Mangeshkar, Bade Ghulam Ali Khan und Kishori Amonkar. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1997 trat sie nicht mehr öffentlich auf. Am 11. Dezember 2004 starb sie im Alter von 88 Jahren in Chennai, nachdem sie im St. Isabel’s Hospital behandelt worden war.<ref name="hindu-obit" />
Wirken
Eine frühe Schallplattenaufnahme erschien 1926, als Subbulakshmi zehn Jahre alt war, und in den folgenden Jahren baute sie ihre Konzertlaufbahn in Madras weiter aus.<ref name="ie-centenary">M.S. Subbulakshmi birth centenary celebrations launched. In: The Indian Express. 14. September 2015, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="dinamani-ms">இசைப் பேரரசி எம்.எஸ். In: Dinamani. 15. September 2015, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit 17 Jahren hatte sie ihr Debüt an der Madras Music Academy. Ihr Gesang wurde für die Verbindung von Bhakti, täglicher Disziplin, präziser Aussprache und sauberer Intonation gerühmt; zudem arbeitete sie sich nach zeitgenössischen Beschreibungen auch in Bedeutung und sprachliche Eigenheiten ihrer Texte sorgfältig ein.<ref name="hindutamil-ms">அர்ப்பணிப்பால் ரசிகர்களை ஈர்த்த அதிசயம் எம்.எஸ்.சுப்புலட்சுமி - பிறந்தநாளையொட்டி சென்னையில் இசை அஞ்சலி. In: Hindu Tamil Thisai. 17. September 2022, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Als Filmschauspielerin wirkte sie in Sevasadanam (1938), Sakuntalai (1940), Savithri (1941) und in der Titelrolle in Ellis R. Dungans Meera (1945) mit; insbesondere Meera machte sie auch über den Süden Indiens hinaus zu einem nationalen Star.<ref name="hindu-films" /> Als Kulturbotschafterin ihres Landes reiste sie durch die Welt und trat in den bedeutendsten Konzertsälen auf. 1966 trat sie auf Einladung des damaligen UN-Generalsekretärs U Thant vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf und war damit die erste Person aus Indien, die dort auftrat.<ref name="ie-unstamp" /><ref name="dinamani-ms" /> Ihr Repertoire umfasste neben Tamil und Sanskrit auch Hindi, Gujarati, Bengali, Malayalam, Urdu, Marathi, Kannada und Telugu.<ref name="hindu-obit" /><ref name="dinamani-ms" />
Auszeichnungen
Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Zu den wichtigsten gehören:
- 1954 Padma Bhushan<ref name="hindu-obit" />
- 1956 Sangeet Natak Akademi Award
- 1968 Sangeetha Kalanidhi; sie erhielt diesen Titel als erste Frau.<ref name="hindu-obit" />
- 1974 Ramon Magsaysay Award für öffentliche Dienste; in der Begründung wurden ihre Interpretationen geistlicher Musik und ihre langjährige Unterstützung öffentlicher Zwecke hervorgehoben, für die sie mit ihrer Kunst mehr als eine Million US-Dollar eingeworben hatte.<ref name="hindu-magsaysay">Fifty years ago: Magsaysay award for M.S. Subbulakshmi. In: The Hindu. 2. August 2024, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 1975 Padma Vibhushan<ref name="hindu-obit" />
- 1988 Kalidasa Sanman
- 1990 Indira Gandhi Award for National Integration
- 1998 Bharat Ratna; diesen höchsten Staatspreis erhielt sie als erste Musikerin.<ref name="ie-unstamp" />
Weblinks
- Biography at the official site of Ramon Magsaysay award
- M.S.Subbulakshmi - One Hundred Tamils of 20th Century
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise
<references />