Zum Inhalt springen

Tunb-Inseln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. April 2026 um 10:33 Uhr durch imported>Dk1909 (Klammern korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Tunb-Inseln
Datei:Jezirat Tanb 1928 sketch map.jpg
Kartenskizze von 1928
Kartenskizze von 1928
Gewässer Persischer Golf
Geographische Lage 26° 15′ N, 55° 13′ OKoordinaten: 26° 15′ N, 55° 13′ O
 {{#coordinates:26,251111111111|55,2175|primary
dim= globe= name=Tunb-Inseln region=IR type=isle
  }} 
Anzahl der Inseln 2
Hauptinsel Tonb-e Bozorg
Gesamte Landfläche 12,3 km²
Einwohner 450
Datei:Strait of Hormuz.jpg
Große und Kleine Tunb mit Abu Musa
Große und Kleine Tunb mit Abu Musa

Die Tunb-Inseln (persisch تنب بزرگ و تنب کوچک, Tonb-e Bozorg va Tonb-e Kutschak, arabisch طنب الكبرى وطنب الصغرى {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), engl. Greater and Lesser Tunbs, dt. Große und Kleine Tunb; طنب/Tonb bedeutet „hügeliger Ort“) sind zwei zwölf Kilometer voneinander entfernt liegende kleine Inseln im östlichen Persischen Golf, die derzeit faktisch als Teil der iranischen Provinz Hormozgan verwaltet werden. Sie werden von den Vereinigten Arabischen Emiraten als Territorium des Emirats Ra’s al-Chaima reklamiert.

Geologie

Die Große Tunb entstand durch aufsteigende Salzdome; der Boden ist daher stark salzhaltig.<ref name=":0">Auf den iranischen Inseln im Persischen Golf (16 - Tonb Bozorg, Tonb Kutschek). In: ParsToday. 28. Juli 2018, abgerufen am 28. September 2020.</ref>

Geschichte

Laut mehreren Berichten von Seeleuten waren die Inseln Anfang des 19. Jahrhunderts unbewohnt. Auf der Großen Tunb lebten Antilopen, die von den britischen Schiffsbesatzungen gejagt wurden, die in Basidu auf der Insel Qeschm vor Anker lagen.

Im Gazetteer von 1908 wurden die Tunb-Inseln („Tunb Island“) als Teil von Ra’s al-Chaima („Khaimah (Rās-al) District“) angeführt.<ref>J. G. Lorimer: Gazetteer of the Persian Gulf, Oman and Central Arabia Online, S. 1004</ref>

Die Inseln, die gemeinsam eine Fläche von 12,3 km² aufweisen, sind Gegenstand von Gebietsdisputen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Iran. Der Iran hatte 1971, noch zu Zeiten des Schahs, die Tunb-Inseln militärisch besetzt. Es folgte die Errichtung von Marinestützpunkten zur Sicherung der Öltransporte durch die Straße von Hormus.

Geographische Lage

Die Tunb-Inseln liegen am westlichen Zugang zur Straße von Hormus an deren tiefster Stelle<ref name=":0" />; sie sind damit von strategischer Bedeutung für die Kontrolle des Schiffsverkehrs.

Die Große Tunb (26° 15′ 45″ N, 55° 18′ 16″ O

 {{#coordinates:26,2625|55,304444444444|
   |dim=3900
   |globe=
   |name=Große Tunb (Tonb-e Bozorg)
   |region=IR
   |type=isle
  }}) hat eine Fläche von 10,8 km² (3,75 × 3,9 km) und ca. 450 Einwohner, die hauptsächlich vom Fischfang leben. Die höchste Erhebung ist 53 m ü. d. M. Sie ist etwa fünfmal so groß wie Tonb-e Kutschak.

Tiefer im Persischen Golf, etwa 12 km westlich der Großen Tunb, liegt die Kleine Tunb (26° 14′ 28″ N, 55° 8′ 51″ O

 {{#coordinates:26,241111111111|55,1475|
   |dim=2000
   |globe=
   |name=Kleine Tunb (Tonb-e Kutschak)
   |region=IR
   |type=isle
  }}). Sie ist annähernd dreieckig, hat eine Fläche von ca. 1,5 km² und ist unbewohnt. Die höchste Erhebung ist 36 m über dem Meer.

Die Nachbarinsel Abu Musa befindet sich südlich dieser Inseln. Der nächste Ort an Land ist Bandar Lengeh (Iran) im Norden.

Siehe auch

Literatur

  • Guive Mirfendereski: The Toponymy of the Tonb Islands. In: Iranian Studies, Vol. 29, No. 3/4, Sommer–Herbst 1996, S. 297–320

Weblinks

Commons: Tunb-Inseln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />