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Berliner Schnitzel

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. April 2026 um 23:07 Uhr durch imported>Friedrich Hoffmann (Fränkische Schnickerli haben nichts mit dem Berliner Schnitzel, nur weil es auch Kuheuter beinhaltet. Das müßte man dort vermerken, wo Kuheutergerichte i. A. beschreiben werden.).
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Berliner Schnitzel oder Falsches Kotelett ist ein traditionelles Fleischgericht. Das schnitzelartige Pfannengericht besteht aus gekochtem Kuheuter, das in schnitzelgroße Scheiben geschnitten und dann paniert und gebraten wird.<ref name="Duden-Kochkunst">Eckhard Supp: Duden. Wörterbuch Kochkunst. Von Amuse-Bouche bis Zierschnee. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2011, ISBN 978-3-411-70392-0, Kapitel: Regionale Gerichte im deutschsprachigen Raum, S. 85.</ref>

Zur Vorbereitung wird das Euter zuerst mehrere Stunden gewässert. Anschließend wird es in Gemüsebrühe weichgekocht, was mehrere Stunden Garzeit erfordert. Nachdem das Euter abgekühlt ist, wird es gehäutet und in Scheiben geschnitten. Die weitere Zubereitung entspricht der eines Wiener Schnitzels: Die Scheiben werden gewürzt und dann nacheinander in Mehl, Ei und Paniermehl gewendet und in Schweine- oder Butterschmalz goldbraun gebraten. Das Berliner Schnitzel wird typischerweise zusammen mit Senf- oder Meerrettichsauce serviert. Übliche Beilagen sind Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei.

Kuheuterschnitzel galt in Deutschland bis in die Nachkriegszeit als billiger Ersatz für Schnitzelfleisch; in der DDR (vor allem in Mecklenburg<ref>Barbara Otzen, Hans Otzen: DDR-Kochbuch. Komet, Köln 2004, ISBN 3-89836-350-3.</ref> und in der Oberlausitz) wurde es bis in das späte 20. Jahrhundert verzehrt. Heute sind Kuheuterschnitzel bzw. Berliner Schnitzel nur noch selten anzutreffen, zumal frische Kuheuter als Lebensmittel heute in Deutschland meist schwer erhältlich sind. In Berlin wird das Traditionsgericht noch (oder wieder) in verschiedenen Gaststätten mit „Alt-Berliner Küche“ angeboten.<ref>Wolfgang Lechner: Nichts isst man in Berlin so gern wie Wiener Schnitzel „… sogar ein Rezept für »Berliner Schnitzel«. Es bestand aus gekochtem, in Scheiben geschnittenem und paniertem – Kuheuter.“ in Die Zeit, Nr. 49, 30. November 2006</ref>

Trivia

In der Agrarfachzeitung agrarzeitung existiert eine Kolumne mit dem Namen „Berliner Schnitzel“.<ref>Deutscher Fachverlag (Hrsg.): agrarzeitung. Nr. 2023.41. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2023, S. 16.</ref>

Literatur

  • Erhard Gorys: Das neue Küchenlexikon. Von Aachener Printen bis Zwischenrippenstück. 11. aktualisierte Neuausgabe. dtv 36245, München 2007, ISBN 978-3-423-36245-0.

Einzelnachweise

<references />