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Julius Kaesdorf

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Julius Kaesdorf (* 1914 in Bóly/Deutschbohl in Ungarn; † 1993 in Biberach an der Riß) war ein deutscher Maler.

Kaesdorf wuchs in Osijek/Esseg in Kroatien auf, studierte 1934–1938 Rechtswissenschaft in Zagreb/Agram. Er wurde 1940 von der kroatischen Armee eingezogen, kam 1942 in die Wehrmacht und geriet 1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er 1948 nach Stuttgart entlassen wurde. Kurz darauf begann er zu malen. Er heiratete 1953 die Malerin Romane Holderried Kaesdorf. Seit 1958 arbeitete er im schwäbischen Biberach an der Riß als Rechtsanwalt und Maler.<ref name="kurz-biografie">Julius Kaesdorf. In: Galerie Schlichtenmaier. Abgerufen am 28. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Friederike Zimmermann. 18. November 2008, abgerufen am 28. April 2025.</ref>

Überregional bekannt wurde Kaesdorf durch seine Malerei: kleinformatige, zarte Ölbilder und Zeichnungen, die er meist mit hintergründigen, ironischen Titeln versah. Insgesamt schuf er etwa 1.000 Gemälde.<ref name="zimmermann2008"/> 1986 erhielt er ein Ehrenstipendiuum der Villa Massimo und 1989 zusammen mit seiner Ehefrau den Oberschwäbischen Kunstpreis.<ref name="kurz-biografie"/> Der Süddeutsche Rundfunk sendete 1983 ein Filmportrait über Kaesdorf unter dem Titel Ein ganz leises Fliegen in geringer Höhe über Weiß hinweg.<ref name="zimmermann2008">Friederike Zimmermann: Julius Kaesdorf: Maler, Advokat und Poet. In: Kunst & Kommunikation. Abgerufen am 28. April 2025.</ref><ref>Albrecht Krause: Visuelle Möglichkeiten. Flüchtlinge in Ausstellungen. In: Mathias Beer (Hrsg.): Zur Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen im deutschen Südwesten nach 1945. J. Thorbecke, ISBN 3-7995-2503-3, S. 247–248 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Im Jahr 2013 widmete ihm das Musée d’art moderne et contemporain in Genf eine Ausstellung.<ref>Julius Kaesdorf 20 Feb - 05 May 2013. In: artmap.com. Abgerufen am 28. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Literatur

  • Julius Kaesdorf: Julius Kaesdorf. Retrospektive 1950 bis 1979. Ausstellungskatalog, Biberach an der Riß, 1979.
  • A Pfeiffer: Der Maler Julius Kaesdorf, Stadt Heilbronn 1996, ISBN 393081160X.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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