Zum Inhalt springen

Immunonutrition

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. Juli 2017 um 11:40 Uhr durch imported>Pittimann (WP Web beachten).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Immunonutrition bezeichnet medizinisch angewandte Ernährungsprodukte, die bei schweren Krankheiten zusätzlich zur Pharmako- und evtl. operativen Therapie die Heilung durch Beeinflussung des Immunsystems begünstigen sollen. Man spricht auch von immunmodulierenden Diäten.

Substanzen

Verschiedene Substanzen haben vermutete, tierexperimentell oder klinisch nachgewiesene immunmodulierende Eigenschaften:

Anwendung

Mehrere Hersteller bieten immunmodulierende Substanzen unterschiedlicher Zusammensetzung als kommerzielle Arzneimittel an. Sie werden in der Praxis meist enteral oder parenteral verabreicht.

Die medizinische Anwendung der Immunonutrition bei schweren Krankheiten wie Sepsis, Verbrennung, Polytrauma, Krebs sowie vor und nach Operationen (perioperativ) erfolgt gemäß entsprechenden Leitlinien, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) sowie von der ESPEN (European Society of Clinical Nutrition and Metabolism) veröffentlicht werden.

Literatur

  • Jürgen Stein: Praxishandbuch Klinische Ernährung und Infusionstherapie, Springer, Berlin 2003, ISBN 3-540-41925-X
  • Karl Werdan: Sepsis und MODS, Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-00004-6
  • Hans Konrad Biesalski: Ernährungsmedizin, Thieme, Stuttgart 2004, ISBN 3-131-00293-X
  • Heinrich Kaspar: Ernährungsmedizin und Diätetik, Elsevier, München/Jena 2004, ISBN 3-437-42011-9
  • Aktuelle Ernährungsmedizin, Zeitschrift für Stoffwechselforschung, klinische Ernährung und Diätetik, Thieme, ISSN 0341-0501

Vorlage:Hinweisbaustein