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Degersen

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Degersen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2029)&title=Degersen 52° 17′ N, 9° 34′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2029) 52° 17′ 11″ N, 9° 34′ 17″ O
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Höhe: 103 m ü. NN
Fläche: 6,4 km²
Einwohner: 2029 (2019)<ref name="Haushalt2020">Haushaltsplan Entwurf 2020 – Einwohnerentwicklung. Nach Fortschreibung durch die Gemeinde (mit Zweitwohnsitzen). In: Webseite Gemeinde Wennigsen (Deister). Abgerufen im September 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 317 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 30974
Vorwahl: 05103

Degersen ist eine Ortschaft der Gemeinde Wennigsen (Deister) in der Region Hannover.

Geografie

Degersen liegt auf einer Anhöhe zwischen dem Gehrdener Berg und dem Deister. Es grenzt unmittelbar nordöstlich an den Ortsteil Wennigsen an.

Die Landesstraße L 390 durchquert den alten Ortskern und trifft am Südrand des Ortes auf die L 391, deren viel befahrene Fortsetzung nach Osten derzeit als Kreisstraße eingestuft ist.

Die von den S-Bahn-Linien S 1 und S 2 bediente Deisterbahn von Hannover nach Haste durchschneidet das Gemarkungsgebiet. Der nächstgelegene Haltepunkt ist Wennigsen.

Datei:Degersen vom Gehrdener Berg.JPG
Blick vom Waldrand des Gehrdener Berg nach Südwesten auf Degersen, im Hintergrund der Deister

Geschichte

Datei:Degersen und Bönnigsen - Kurhannoversche Landesaufnahme 1781 cropped.jpg
Degersen und Bönnigsen in der Kurhannoverschen Landesaufnahme, um 1780

Degersen entstand aus den Siedlungen Degersen und Bönnigsen.

Degersen

Die Gründung Degersens fand etwa im 7. Jahrhundert statt. Urkundlich erstmals erwähnt wird Degersen im Jahre 1216 in einer Bulle des Papstes Innozenz unter dem Namen „Danquardessen“, vermutlich nach einem Gründer „Danquard“. Die den alten Ortskern durchquerende Hauptverkehrsstraße ist nach ihm als Danquardstraße benannt. In Urkunden des Klosters Wennigsen aus den Jahren 1235 und 1360 wird der Ort dann „Degherdessen“ genannt.

Bönnigsen

Datei:Degersen Bönigsen Fachwerkhäuser.jpg
Fachwerkhäuser im Ortsteil Bönigsen
Datei:Degersen Siedlungshäuser.jpg
Siedlungshäuser zwischen Bönigsen und Degersen

Bönnigsen ist ein im Osten gelegener Ortsteil von Degersen. Urkundlich erwähnt wurde Bönnigsen erstmals im Jahre 1238 unter dem Namen „Boningissen“ oder „Bonincgesen“ vermutlich nach einem Ortsgründer namens Bono oder Buno. Im Mittelalter war Bönnigsen Sitz eines Gohgerichts, ab dem 15. Jahrhundert dann einer Vogtei, der neben Bönnigsen auch die Dörfer Wennigsen, Degersen, Weetzen, Egestorf, Kirchdorf, Lemmie, Redderse und Sorsum unterstanden. Als Schulgemeinde bilden beide Ortsteile seit 1643 eine Einheit. Im Jahre 1817 ging die Vogtei im Amt Wennigsen auf.

1928 wurde Bönnigsen in Degersen eingemeindet. Erst in den 1950er und 1960er Jahren wuchsen die Dörfer unter anderem durch Zuzug vieler Heimatvertriebener und Neubauten zwischen Degersen und Bönnigsen allmählich zusammen.

Im Rahmen der Gebietsreform wurde Degersen im Jahre 1970 Teil der Gemeinde Wennigsen (Deister).

Durch mehrere Baugebiete hat sich die Einwohnerzahl seitdem nochmals etwa verdoppelt.

Politik

Ortsbürgermeister ist seit Mai 2024 Dirk Sennholz (SPD).<ref>Degersens neuer Ortsbürgermeister: Dirk Sennholz setzt auf Teamgeist, haz.de, 15. Mai 2024</ref>

Wappen

Das Wappen zeigt schräg dreigeteilt außen grün unterlegt eine goldene Ähre und ein goldenes Eichenblatt. In der Mitte auf Silber einen roten Schlüssel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eine Initiative in den späten 1980ern zum Bau einer ökumenischen Kapelle führte bisher zur Beschaffung eines Grundstücks, des sogenannten Kapellengartens.<ref>Gemeinde Wennigsen: Kapellengarten. Abgerufen am 29. Juli 2025.</ref>

Degersen hatte seit 1643 eine eigene Volksschule. Der Schulbetrieb wurde 1971 eingestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />myheimat.de (Memento vom 12. August 2014 im Internet Archive)</ref>

Zu den Einrichtungen der öffentlichen Infrastruktur gehören ein Regelkindergarten sowie ein sonderpädagogischer Kindergarten, der in der alten Volksschule untergebracht ist.

Als Anziehungspunkte der Naherholung gelten der Rehrenborn mit seinem Naturdenkmal, einer rund 250 Jahre alten Eiche, sowie der Kapellengarten. Beide werden vom örtlichen Heimatbund betreut.

Baudenkmäler

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Treckerfreunde Degersen e. V. feiern seit 2009 etwa alle zwei Jahren den Treckergeburtstag mit einem Treffen und einer Ausfahrt mit manchmal über 100 alten Treckern.<ref>Frank Hermann: Mehr als 100 historische Trecker zuckeln mit Getöse durch Degersen, haz.de, 17. Juli 2022. Abgerufen am 14. Dezember 2025.</ref>

Alle drei Jahre findet im Kapellengarten ein Lichterfest mit 10.000 Teelichtern und Musikauftritten statt.<ref>Lichterfest mit 10.000 Kerzen erhellt Degersen in Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 11. August 2018</ref> 2022 fiel die Veranstaltung wegen der COVID-19-Pandemie aus und fand erst 2025 wieder statt.<ref>Thore Kessal: Nach sechs Jahren Pause: Degersen freut sich auf das Lichterfest im Kapellengarten in Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 20. Juli 2025</ref> Im Dezember findet ein Weihnachtsmarkt unter der Bezeichnung Weihnachtsdorf statt.<ref>Maike del Rio: Glänzende Ergebnisse: Wie Degersen die Weihnachtszeit zum Erlebnis macht in Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 4. Dezember 2025</ref>

Persönlichkeiten

Literatur

  • Ilse Gottwald u. a.: Wennigsen 1200–2000 – Ein Lebenslauf. Wennigsen 1999.

Weblinks

Commons: Degersen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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