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Herbert Gantschacher

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Herbert Gantschacher (2010)

Herbert Gantschacher (* 2. Dezember 1956 in Waiern bei Feldkirchen in Kärnten) ist ein österreichischer Autor, Theaterregisseur und Produzent.

Leben und Wirken

Ausbildung und künstlerisches Wirken

Vorlage:Hinweisbaustein 1976 absolvierte Herbert Gantschacher die Matura am zweiten Bundesgymnasium in Klagenfurt. Anschließend machte er von 1977 bis 1980 die Ausbildung zum Regisseur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz (heute Universität für Musik und darstellende Kunst Graz). Dabei schloss Gantschacher das Studium mit einem Diplom mit Auszeichnung 1980 ab und erhielt 1988 den Magister Artium (Master of Arts).

Gantschachers Inszenierungen wurden u. a. aufgeführt am Schauspielhaus Graz,<ref>theaterdok: Gottes vernachlässigte Kinder. Abgerufen am 4. Februar 2021.</ref>Staatsschauspiel Dresden, Kleine Szene der Semperoper,<ref name=":0">Doblinger Musikverlag: Herbert Lauermann: Das Ehepaar. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Mai 2021; abgerufen am 4. Februar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.doblinger-musikverlag.at</ref> Salzburger Landestheater,<ref>"100 Jahre Haus am Makartplatz - Salzburger Landestheater" Seite 142, Verlag Alfred Winter, Salzburg 1995, ISBN 3-85380-060-2</ref> Tiroler Landestheater Innsbruck, Donaufestival Krems,<ref>Alf Krauliz, Marion Mauthe, Lukas Beck: Rooms on the move – 10 years Donaufestival. 2002. ISBN 3-211-83864-3</ref> Wiener Kammeroper,<ref name=":0" /> Kulturhuset, Kosovarischen Nationaltheater in Prišti sowie bei Festivals wie Festival Musica Iudaica in Prag,<ref>Encyklopedie hudby komponované v koncentračních táborech (tschechisch), abgerufen am 6. März 2021</ref> Festival Theater ohne Grenzen in Stettin,<ref>PZG Szczecin - Prasa: Theater ohne Grenzen Geberdensprache auf der Bühne. Abgerufen am 4. Februar 2021.</ref> Festival „musica suprimata“ in Hermannstadt und Cluj-Napoca,<ref name="siebenbu-13268">SbZ – Konzert: „Verfemte Musik“ in Siebenbürgen – Informationen zu Siebenbürgen und Rumänien. In: siebenbuerger.de. Abgerufen am 9. Februar 2015.</ref> Felicja Blumental International Music Festival im Tel Aviv Museum of Art<ref>The Emperor of Atlantis or The Disobedience of Death (1943) (2) | FBMC | Felicja Blumental Music Center. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2021; abgerufen am 4. Februar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/en.fbmc.co.il</ref> und das Singapore Arts Festival;<ref>Singapur: ARBOS-Produktion – Uraufführung in Asien – Wiener Zeitung Online, abgerufen am 6. März 2021</ref> zudem arbeitete er in Zusammenarbeit mit der Concordia University Montreal, das United States Holocaust Memorial Museum in Washington, D.C.<ref>musica reanimata: Konzerthinweise (siehe ARBOS-Ensemble). Abgerufen am 4. Februar 2021.</ref> und dem Los Angeles Museum of the Holocaust.<ref>'Emperor of Atlantis' Speaks for Its Creators – Los Angeles Times (englisch), abgerufen am 6. März 2021</ref> Außerdem war er u. a. in Odessa, Sankt Petersburg, Helsinki und Bergen tätig, wo er auch Vorträge hielt.

Zurzeit ist Gantschacher künstlerischer Leiter von VISUAL, dem Europäischen & Internationalen Festival des Visuellen Theaters mit gehörlosen und hörenden Theaterschaffenden in Wien und Österreich.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/archiv.kugg.de– Gehörlosentheaterfestival – Bericht (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF-Datei), abgerufen am 6. März 2021</ref> Zudem ist er künstlerischer Leiter des Theater- und Forschungsprojektes Krieg ist daDa, für das er auch mehrere Ausstellungsprojekte kuratiert hat.<ref name="kleineze-3704271">"Kriegslügen" in der Klosterruine. In: kleinezeitung.at. 4. August 2014, abgerufen am 19. April 2020.</ref>

Lehrtätigkeit

Gantschacher lehrte als Gastdozent unter anderem an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz, am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bergen<ref>inst.at</ref> und am Sankt Petersburger Konservatorium.

Weitere Tätigkeiten

2018 kuratierte Gantschacher gemeinsam mit Zvi Semel an der Jerusalem Academy for Music and Dance (JAMD) das Meisterklassenprojekt „Schule der Form“ zum Komponisten Viktor Ullmann und dem einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein mit Meisterklassen in Gesang.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />jamd.ac.il (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Dezember 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jamd.ac.il (PDF).</ref><ref>Barry Davis: The Sounds of Theresienstadt live on. In: The Jerusalem Post. 7. Dezember 2018 (Essay, pressreader.com).</ref>

Zudem war er an einer Vielzahl von Symposien und Konferenzen als Vortragender und Leiter tätig, zuletzt 2003 in Wien bei der internationalen Konferenz Das Verbindende der Kulturen im Vienna International Center sowie zum Thema „Erster Weltkrieg“ unter anderem in Villach, Nötsch, Arnoldstein, Prag, Kingisepp,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />drive.google.com (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Dezember 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/drive.google.com</ref> Sankt Petersburg, Kobarid, Bovec, Cividale, Redipuglia, Spilimbergo, Venedig (Italien).<ref>Im Denken und Handeln ein Weitgereister, auf kleinezeitung.at</ref>

Gantschacher hat im Rahmen seiner Forschungs- und Recherchetätigkeit das Digitale Wilhelm Jerusalem-Archiv im Jahr 2018 achtzig Jahre nach der Zerstörung als Teil des Gedenk- und Erinnerungsjahr „Österreich 1918–2018“ in digitaler Form für das Department von Manuskripten am Nationalarchiv des Staates Israel in der Nationalbibliothek an der Jerusalemer Hebrew University wiederhergestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />oesterreich100.at (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Dezember 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oesterreich100.at</ref><ref>2018 : 100 Jahre Republik Österreich, auf arbos.at</ref> Ebenfalls 2018 hat er für das Haus-, Hof- und Staatsarchiv das Digitale Arnold Schönberg Archiv erstellt.<ref>"Neue Kulturprojekte sind hier auf Schiene, Kleine Zeitung Kaernten vom 3. August 2017, auf pressreader.com</ref>

Von 1994 bis 1999 und von 2013 bis 2018 war Gantschacher Mitglied des Kärntner Kulturgremiums,<ref name="kleineze-3451919">Neues Kulturgremium in Amt und Würden. In: kleinezeitung.at. 9. Februar 2015, abgerufen am 21. April 2020.</ref> und war von 2013 bis 2014 Vorsitzender des Fachbeirates für darstellende Kunst des Landes Kärnten.<ref name="kleineze-3630845">Alles neu – vom Roman bis zum Kaffeehaus. In: kleinezeitung.at. 9. Februar 2015, abgerufen am 22. April 2020.</ref> 2018 wurde er Kurator der Projekte des Landes Kärnten zum Gedenk- und Erinnerungsjahres „Österreich 1918–2018“ und der Folgeprojekte bis 2023.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kärnten im Gedenk- und Erinnerungsjahr international präsent (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. September 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ktn.gv.at, auf ktn.gv.at</ref>

Außerdem arbeitete Gantschacher für den Österreichischen Rundfunk als Hörspielregisseur. Seit 2015 ist er für die Kleine Zeitung als Kolumnist tätig.

Auszeichnungen

Kuratierte Ausstellungen (Auswahl)

Publikationen (Auswahl)

Bücher

  • mit Dževad Karahasan: Formen des Lebens. edition selene 1999, ISBN 3-85266-041-6.
  • Ich trage die Fahne oder Krieg = daDa – Peter Lang, Europäischer Verlag der Wissenschaften 2006, ISSN 0941-1488, ISBN 3-631-55038-3.
  • Viktor Ullmann – Zeuge und Opfer der Apokalypse. ARBOS, Klagenfurt 2015, 2. Aufl. 2019, ISBN 978-3-9503173-3-6.
  • Verborgene Geschichte = Hidden History = Скрытая история Taub – Blind – Taubblind – Kriegsinvalid 1914–1918. ARBOS-Edition, 2018 ISBN 978-3-9503173-4-3
  • Kriegsgefangen – Kriegsinvalid (engl. = Prisoner of War – War-Disabled). ARBOS, Klagenfurt 2018, ISBN 978-3-9503173-7-4
  • Viktor Ullmann – Priča in Žrtev Apokalipse. Verlag: Goriški muzej Kromberk, Nova Gorica 2018, ISBN 978-961-6201-74-2.
  • Friedensbildung. Waffen schaffen keinen Frieden, und sie sichern auch keine Arbeitsplätze. In: Werner Wintersteiner, Cristina Beretta, Mira Miladinović Zalaznik (Hrsg.): Stimmen für eine Europa-Region des Friedens und Wohlstands. Löcker Verlag, Wien 2020 (= edition pen, Band 151 des Österreichischen PEN-Clubs), ISBN 978-3-99098-027-9.

Theatertexte

Filmografie

  • Viktor Ullmann – Weg an die Front 1917. Dokumentarfilm, Buch und Regie: Herbert Gantschacher, ARBOS-DVD Vienna-Salzburg-Klagenfurt-Arnoldstein 2007.
  • Spuren nach Theresienstadt – Tracks to Terezín. Dokumentarfilm über den Holocaust-Überlebenden Herbert Thomas Mandl, Interview und Regie: Herbert Gantschacher. DVD in deutscher und englischer Sprache; ARBOS, Wien-Salzburg-Klagenfurt 2007.
  • Der Kaiser von Atlantis oder Die Todt-Verweigerung. Dokumentarisches Musiktheater über die Oper von Viktor Ullmann, Buch und Regie: Herbert Gantschacher, ARBOS-DVD, Vienna-Salzburg-Klagenfurt, deutsche Fassung 2009, englische Fassung 2010, italienische Fassung 2010, tschechische Fassung 2015.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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