Legion of the Damned
| Legion of the Damned | |
|---|---|
Legion of the Damned auf dem Ruhrpott Metal Meeting, 2016. | |
| Allgemeine Informationen | |
| Genre(s) | Thrash Metal, Death Metal |
| Gründung | 2004 |
| Website | http://www.legionofthedamned.net/ |
| Gründungsmitglieder | |
| Richard Ebisch (bis 2011) | |
| Erik Fleuren | |
| Twan Fleuren (bis 2006, † 2011) | |
| Maurice Swinkels | |
| Aktuelle Besetzung | |
Gesang |
Maurice Swinkels |
Schlagzeug |
Erik Fleuren |
E-Bass |
Harold Gielen (seit 2006) |
E-Gitarre |
Twan van Geel (seit 2011) |
Legion of the Damned ist eine 2004 gegründete Death-Metal/Thrash-Metal-Band aus den Niederlanden. Sie ging aus der 1990 gegründeten Band Occult hervor. Die Band ist derzeit bei Napalm Records unter Vertrag.
Bandgeschichte
Gründung und Malevolent Rapture (2004 bis 2006)
Legion of the Damned wurde 2004 in den Niederlanden aus den Mitgliedern der Band Occult gegründet. Die Umbenennung in Legion of the Damned hatte den Grund, dass die Band seit dem Weggang der langjährigen Occult-Sängerin Rachel Heyzers von Seiten der Fans und Medien abgelehnt und ignoriert wurde. Maurice Swinkels galt selbst lange nach der Trennung von Rachel Heyzers nur als „der neue Sänger“ und wurde nie vollends akzeptiert. Mit der Umbenennung änderte sich dies jedoch schlagartig.<ref name="metal1-06">metal1.info: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit Maurice Swinkels ( des Vorlage:IconExternal vom 1. Februar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Februar 2006.</ref>
Im Jahr 2006 erschien mit Malevolent Rapture das Debüt von Legion of the Damned, welches sehr gelobt wurde und auch als „Best Newcomer“ im Death-/Thrash-Metal-Bereich des Jahres gehandelt wurde. Das Album wurde von Andy Classen produziert und unter dem Label Massacre Records veröffentlicht. Die Aufnahmen zu diesem Album fanden bereits 2005 statt, damals noch unter dem Bandnamen Occult.<ref name="bio2008"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Legion of the damned ( vom 24. Dezember 2008 im Internet Archive).</ref> Swinkels führt den Erfolg auch auf die verbesserte Produktion gegenüber den Occult-Veröffentlichungen zurück: „Man kann das alte OCCULT-Material und dessen Produktionen nicht damit vergleichen, was wir mit Andy Classen erreicht haben“.<ref name="metalnews-08" />
Mehrere Tourneen und Festival-Auftritte folgten, unter anderem eine Tour mit Destruction durch die Niederlande sowie Auftritte auf dem Summer Breeze und dem Wacken Open Air.<ref name="bio2008" /> Im April 2006 verließ Bassist Twan Fleuren die Band, er wurde durch Harold Gielen ersetzt.<ref>metalnews.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Legion Of The Damned – Mit neuem Bassisten ( des Vorlage:IconExternal vom 8. Mai 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., News vom 6. Mai 2006.</ref>
Sons of the Jackal, Feel the Blade und Cult of the Dead (2007 bis 2008)
Am 5. Januar 2007 erschien das zweite Album Sons of the Jackal, welches wiederum von Andy Classen produziert wurde. Das Album stieg auf Platz 54 in die deutschen Albumcharts ein. In diesem Jahr waren Legion of the Damned unter anderem mit Kreator und Celtic Frost auf Europatournee.<ref name="bio2008" />
Am 4. Januar 2008 wurde das dritte Studioalbum mit dem Titel Feel the Blade veröffentlicht. Dieses Album ist eine Neuauflage des letzten Occult-Albums Elegy for the Weak.<ref name="bio2008" /> Die limitierte Edition enthält außerdem zwei neue Lieder, ein Pestilence-Cover sowie eine Bonus-DVD. Die Band hatte sich zu dieser Wiederveröffentlichung entschlossen, weil ihrer Meinung nach das Album zu Occult-Zeiten nicht ausreichend vom Plattenlabel unterstützt wurde. Mit nur circa 2.000 verkauften Einheiten blieben die Verkaufszahlen damals hinter den Erwartungen zurück.<ref name="helldriver-07">helldriver-magazine.com: Interview mit Maurice Swinkels, 2007.</ref> Feel the Blade konnte sich dagegen in den deutschen Albencharts behaupten und erreichte Platz 70.<ref name="charts">Chartquellen: DE AT CH</ref> Außerdem waren Legion of the Damned mit diesem Album erstmals in den österreichischen Charts vertreten; das Album stieg hier auf Platz 64 ein.
Noch Ende desselben Jahres erschien am 19. Dezember 2008 mit Cult of the Dead das dritte reguläre Album der Band. Auch dieses Album wurde von Andy Classen produziert, die Aufnahmen fanden im September 2008 statt.<ref name="helldriver-07" /> Zuvor wurde am 15. Dezember 2008 ein Video zum Lied Cult of the Dead veröffentlicht.<ref>metalnews.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Legion Of The Damned – Video am Start ( des Vorlage:IconExternal vom 31. März 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., News vom 15. Dezember 2008.</ref> Das Album erreichte Platz 60 in den deutschen Charts. Im Metal Hammer 01/2009 wurde Cult of the Dead zum Album des Monats gekürt.<ref name="hammer-0109"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />01/09 Legion Of The Damned Album des Monats ( vom 12. April 2009 im Internet Archive).</ref> Auch im Rock Hard wurde das Album deutlich gelobt: „Als Thrash-Fan kommt man an "Cult Of The Dead" wohl kaum vorbei.“<ref name="rh-cotd">rockhard.de: Review zu Cult of the Dead, Januar 2009.</ref>
Erste DVD und Descent into Chaos (2010 bis 2011)
Die erste Live-DVD wurde am 23. April 2010 veröffentlicht. Sie sollte ursprünglich den Namen Slaughtering Party.San tragen, da als Hauptteil die Show auf dem Party.San 2008 vorgesehen war. Wegen Problemen bei diesem Auftritt beschloss die Band später, die Aufnahmen vom Summer Breeze 2009 zu verwenden und den Namen zu Slaughtering… zu ändern. Die Aufnahmen vom Party.San 2008 sowie vom Thrash Assault Festival 2008 bilden das Bonusmaterial auf der DVD, zusammen mit verschiedenen Hintergrundberichten und zuvor veröffentlichten Musikvideos.<ref name="metalnews-0210">metalnews.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit Maurice Swinkels ( des Vorlage:IconExternal vom 28. November 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 2. Mai 2010.</ref><ref>metalnews.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Review zu Slaughtering… ( des Vorlage:IconExternal vom 4. September 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 21. April 2010.</ref>
Am 7. Januar 2011 erschien das Album Descent into Chaos. Es wurde im Gegensatz zu den vorherigen Alben nicht im Studio von Andy Classen aufgenommen. Die Band entschied sich stattdessen für das Abyss Studio von Peter Tägtgren, um „herauszufinden, was ein anderer Produzent […] noch alles herausholen kann.“<ref name="blast-10.4">BLAST! – Das Nuclear Blast Magazin. Ausgabe Winter 2010/2011, S. 41.</ref> Neben der normalen Version wurde Descent into Chaos – wie das vorherige Album – auch als DVD-Digipak mit alternativem Cover veröffentlicht. Diese Version enthält eine Neuaufnahme von Legion of the Damned als Bonustitel, bei dem Tägtgren als Gastsänger mitwirkt.
Im April 2011 gab Gitarrist Richard Ebisch unvermittelt bekannt, dass er Legion of the Damned aus gesundheitlichen Gründen verlassen werde. Ein Ersatz sei zwar noch nicht gefunden, dennoch wolle die Band keinen der kommenden Auftritte ausfallen lassen.<ref>metalnews.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Legion Of The Damned – Gitarrist weg ( des Vorlage:IconExternal vom 7. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 21. April 2011.</ref> Etwa drei Wochen nach seinem Austritt wurde Twan van Geel als Nachfolger genannt. Van Geel sei schon seit Jahren mit Swinkels befreundet und sei daher die erste Wahl gewesen.<ref>legionofthedamned.net: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Welcome Guitarist Twan van Geel ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Mai 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Am 21. Mai 2011 gab die Band bekannt, dass der frühere Bassist und Freund Twan Fleuren Suizid verübt habe.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />damned news ( vom 23. Juli 2011 im Internet Archive), abgerufen am 22. September 2012.</ref><ref>metal-hammer.de: Occult/Legion Of The Damned: ex-Bassist begeht Selbstmord, abgerufen am 25. Mai 2011.</ref>
Stil
Legion of the Damned spielen eine Mischung aus schnellem Thrash Metal und Death Metal, wobei der Thrash-Metal-Anteil laut Maurice Swinkels überwiegt.<ref name="metal1-06" /> Die Liedstrukturen sind jedoch simpel gehalten und zeigen wenig Innovation.<ref name="hammer-0109" /> Die Band wurde daher wiederholt mit Bolt Thrower verglichen und in verschiedenen Reviews sogar als „Bolt Thrower des Thrash Metal“ bezeichnet.<ref>metalnews.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Review zu Sons of the Jackal ( des Vorlage:IconExternal vom 30. November 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 15. Februar 2007.</ref><ref name="metalnews-07" /> Dazu Swinkels:
„Unsere Musik bleibt hängen – sie mag zwar immer gleich klingen, aber wieviele Bands da draußen schaffen es, so simpel zu spielen und immer noch in den Köpfen der Leute zu bleiben?“
Als stilistische Einflüsse gibt Swinkels Bands wie Destruction, Sodom, Slayer und Kreator an.<ref name="ancient-07">ancientspirit.de: Interview mit Maurice Swinkels (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, Januar 2007.</ref><ref name="metal1-06" /><ref name="helldriver-07" /> Das Gitarrenspiel von Richard Ebisch ist zudem von den frühen Pestilence-Werken beeinflusst.<ref name="metalnews-07" />
Die Stücke von Legion of the Damned besitzen oftmals eine düstere, morbide Atmosphäre und beschäftigen sich mit Themen wie schwarzer Magie (Disturbing the Dead), Krieg (Atomicide, Nuclear Torment) und Gewalt (Feel the Blade). In den Liedtexten finden sich häufig Anspielungen auf das Christentum (Cult of the Dead) und Satanismus (Lucifer Saviour), was besonders auf Cult of the Dead deutlich wird. Auch das Albumcover spiegelt diese Thematik wider: Es zeigt den ans Kreuz geschlagenen Jesus von Nazaret, der von geistlich gekleideten Zombies – dem „Cult of the Dead“ (englisch für Totenkult) – umringt wird. Nach Aussage von Swinkels stellt dieses Album jedoch kein Konzeptalbum dar, sondern besteht aus voneinander unabhängigen Stücken.<ref name="metalnews-08">metalnews.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit Maurice Swinkels ( des Vorlage:IconExternal vom 30. Januar 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Dezember 2008.</ref> So wird mit Black Wings of Yog-Sothoth auch der Cthulhu-Mythos thematisiert.
Beim Album Descent into Chaos liegt der thematische Fokus stärker auf Krieg, Terror und Gewalt und weniger auf antichristlichen Motiven. Einige der vertretenen Lieder greifen Themen von vorherigen Alben wieder auf, etwa Repossessed, welches Bezug nimmt auf House of Possession vom Vorgängeralbum. Auch findet sich hier wieder eine Anspielung auf den Cthulhu-Mythos, namentlich im Stück Night of the Sabbath, welches die Gottheit Shub-Niggurath thematisiert. Auf diesem Album wurden die Death-Metal-Anteile gegenüber dem Vorgänger etwas reduziert, stattdessen ist der Thrash Metal stärker vertreten.<ref name="metalnews-10">metalnews.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit Maurice Swinkels ( des Vorlage:IconExternal vom 21. Dezember 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Dezember 2010.</ref><ref name="metal1-11">metal1.info: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit Maurice Swinkels ( des Vorlage:IconExternal vom 14. November 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Januar 2011.</ref>
Die Liedtexte werden nicht von den Bandmitgliedern verfasst, sondern von Tony, einem Freund der Band. Swinkels sieht darin nichts Ungewöhnliches, da dies von vielen Bands praktiziert werde und ohnehin die Musik gegenüber den Inhalten im Vordergrund stehe. Außerdem kenne er Tony schon seit seiner Kindheit und sei zusammen mit ihm aufgewachsen.<ref name="leviatan-08">leviatan-magazine.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit Maurice Swinkels ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Dezember 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., September 2008.</ref><ref name="metal1-11" />
Bandmitglieder
- Legion of the Damned live auf dem Rock unter den Eichen 2024
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Maurice Swinkels
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Erik Fleuren
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Harold Gielen
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Ruud Strijbosch
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Fabian Verweij
Diskografie
Alben
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Livealben
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Kompilationen
- 2009: Legion of the Damned (Best-of mit Videos, exklusiv für Besucher der Full of Hate Tour 2009)
Musikvideos
- 2006: Bleed for Me
- 2006: Into the Eye of the Storm
- 2006: Scourging the Crowned King
- 2007: Sepulchral Ghoul
- 2008: Disturbing the Dead
- 2008: Cult of the Dead
Splits
- 2013: From Flood into Fire/Summon All Hate (mit Kreator)
Quellen
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Weblinks
- Offizielle Website (englisch)
- Offizielle MySpace-Seite (englisch)
- Chartquellen: DE / AT / CH
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-04
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2019-04
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Niederländische Band
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