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Hoover-Sound

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Ein Hoover-Sound (auch Hoover, engl. für Staubsauger) ist ein inzwischen klassischer Synthesizerklang, der vielfach in der elektronischen Tanzmusik verwendet wird.

Datei:Juno Hoover What The patch.ogg
Klangbeispiele

Der Hooverklang wird durch mehrere gleichzeitig erklingende Oszillatoren erzeugt, die mit mindestens einer Oktave Unterschied gestimmt sind, einer starken LFO-gesteuerten Pulsdauermodulation (PDM) unterzogen werden und mit einem sehr dichten Chorus-Effekt versehen werden. Gewöhnlich enthält der Klang noch einen beigemischten Rauschanteil.<ref name=":0" /> Aufgrund der hohen LFO-Frequenzen der Pulsbreitenmodulation klingt dieser Klang sehr quirlig.

Der Hoover-Sound wurde von Eric Persing für die 1985 vorgestellte Roland Alpha Juno Serie entworfen, wobei der entsprechende Werkssound (B86) What the hieß.<ref></ref><ref>Alex Ball: Alpha Juno-2: That Hoover Synth! In: www.youtube.com. 24. Februar 2022, abgerufen am 19. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Paolo Di Nicolantonio: Roland Alpha Juno-2 – SynthMania. Abgerufen am 17. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Demzufolge wurde der Klang ursprünglich mit einem Roland Alpha Juno-1, Juno-2 oder dem (1986 vorgestellten Soundmodul der Alphaserie<ref>MKS-50. In: www.rolandmuseum.de. Abgerufen am 17. Dezember 2023.</ref>) MKS-50 erzeugt.<ref name="AlphaJuno2Manual">Alpha Juno-2 Owners Manual. (PDF) Roland, 1985, S. 21, abgerufen am 23. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die zunächst verwendeten Hoover-Sounds wurden mit diesen Synthesizer erzeugt, da diese als (damalige) Besonderheit über eine PDM für Sägezahnwellen verfügten.<ref name=":0">Jonas Saur: The history of the Roland Alpha Juno, rave hoover sound and techno stabs. Abgerufen am 17. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Reverse-engineering the rave hoover :: mcld.co.uk blog. 13. Juni 2009, abgerufen am 17. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aktuelle Hoover-Sounds benutzen dagegen oft Samples eines Alpha Juno und kompensieren die Starrheit des Klangs mittels der Granularsynthese.

Bekannt wurde der Hoover-Sound durch den Techno-Track Mentasm von Second Phase (Joey Beltram & Mundo Muzique) sowie Beltrams Remix des Tracks Dominator von Human Resource (beide Tracks erschienen 1991). Daraufhin wurde der Hoover-Sound in einigen Tracks der verschiedensten Musikrichtungen der elektronischen Tanzmusik wie zum Beispiel Hard Trance, Hardcore Techno, Hard House/Nu NRG, Hardstyle und Aggrotech verwendet.<ref>Simon Reynolds: Generation ecstasy : into the world of techno and rave culture. Boston : Little, Brown, 1998, ISBN 978-0-316-74111-8 (archive.org [abgerufen am 17. April 2022]).</ref>

Eric Persing berichtete 2016 in einen Interview, dass er – nachdem er von Roland beauftragt worden war, für die JV-Serie weitere Versionen eines Hoover-Sounds zu erstellen – sich zunächst informieren musste, was ein Hoover-Sound ist, nur um festzustellen, dass er diesen Sound einige Jahre zuvor selbst erfunden, aber anders benannt hatte.<ref>Sonic TALK Special - Eric Persing Spectrasonics. Abgerufen am 13. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Vulture Culture: ALPHA JUNO 2 - Is this the best or worst synth Roland ever made? Analog Poly from 1985. In: www.youtube.com. 16. April 2021, abgerufen am 19. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beispiele

In folgenden Musiktiteln ist der Hoover-Sound deutlich, oder auch mit Zusatzeffekten variiert, wahrzunehmen:

Referenzen

<references />

Weblinks