Zum Inhalt springen

Spektrale Relaxation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 7. April 2023 um 12:35 Uhr durch imported>Früchtebrot ({{Belege fehlen}}).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein Spektrale Relaxation (meist engl. spectral relaxation) ist ein Algorithmus der hierarchischen Clusteranalyse.

Die Clusteranalyse dient dazu, natürliche Ballungen in einer Punktewolke zu finden. Im Fall der spektralen Relaxation kann man sich die Punktewolke anschaulich als Netz vorstellen: Jeder Punkt ist mit jedem anderen durch eine Schnur verbunden. Die spektrale Relaxation zerschneidet dieses Netz nun in zwei möglichst gleich große Netze.

Datenstruktur

Spektrale Relaxation arbeitet auf einem vollständigen, ungerichteten Graphen <math>G := (V, E)</math>. Jeder Knoten <math>v \in V</math> des Graphen stellt einen Punkt der Punktewolke dar. Jede Kante <math>e \in E</math> ist mit einem Gewicht <math>d(e)</math> versehen; dieses Gewicht ist ein Distanzmaß und spiegelt wider, wie ähnlich sich die durch die Knoten vertretenen Punkte sind.

Besteht die Punktewolke aus <math>n</math> Punkten, so ist das Ziel, eine Menge <math>C</math> von <math>n</math> Kanten so auszuwählen, dass die Summe der Kantengewichte möglichst klein ist:

<math>C := \{ \{ e_{1}, ..., e_{n} | e_{i} \in E \} | \sum_{e \in C} d(e) \rightarrow \min \}</math>