Laufenburg (Langerwehe)
| Laufenburg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Langerwehe | |||||
| Entstehungszeit | vor 1100 | |||||
| Burgentyp | Höhenburg | |||||
| Erhaltungszustand | Erhalten oder wesentliche Teile erhalten | |||||
| Bauweise | Bruchstein | |||||
| Geographische Lage | 50° 47′ N, 6° 21′ O
{{#coordinates:50,791388888889|6,3575|primary
|
dim=200 | globe= | name=Laufenburg | region=DE-NW | type=building
}} |
| Höhenlage | 217 m ü. NHN | |||||
|
| ||||||
Die Laufenburg ist eine Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert bei Langerwehe im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen.
Lage
Sie liegt auf einer vom Sührbach umflossenen, 217 Meter über NN hohen Anhöhe im Privatforst der Familie Prym zwischen den Langerweher Ortsteilen Heistern und Merode. Östlich von ihr schließen sich unmittelbar der Erbswald und der Meroder Wald, früher Teil der Grafschaft Merode, an.<ref name="moll">Friedrich H. Moll: Heimatblätter des Kreises Jülich. Die Laufenburg Höhenburg im Wenauer Forst. August 2019, S. 250 (researchgate.net).</ref> Per Auto ist sie von der Heisterner Seite erreichbar.
Geschichte
Die Burg soll im 12. Jahrhundert von einem Vasall der Limburger als Ritterburg zur Sicherung des Klosters Wenau gegründet worden sein. Die aus Alsdorf stammende Familie benannte sich nach der Burg von Lovenburg. Zur Burg gehörten das Dorf zur Wehe, später Langerwehe genannt, sowie Ackerland, Wiesen und Wald.<ref name="moll" details="S. 257−260"/> 1359 fiel die Gegend an Jülich und die Burg verlor ihre militärische Bedeutung.
Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts war die Burg im Besitz der Familie von Reuschenberg.<ref name="moll" details="S. 260"/> Spätere Lehnsherren waren ab 1560 die Müllenarker Familie von Metternich.<ref name="moll" details="S. 250−252"/> Im späten 16. oder 17. Jahrhundert wurde Die Laufenburg zusammen mit dem Kloster Wenau stark zerstört. Die Burg wurde anschließend vom Förster der von Metternichs gepachtet und bewohnt.<ref name="moll" details="S. 261–262"/>
Die letzte Herrin, Anna Maria Sophia Freiin von Metternich heiratete 1854 den Seifenfabrikanten Eduard Rossbach. 1883 wurde die Burg an die Dürener Industriellenfamilie Hoesch verkauft, die das Gebäude in den Jahren 1895 bis 1986 restaurierten.<ref name="moll" details="S. 263–264"/>
Im Jahr 1917 erwarb der Stolberger Fabrikant William Prym das Anwesen nach öffentlicher Versteigerung.<ref name="moll" details="S. 267"/><ref>Merve Conrads: Familienprojekt in Langerwehe: Abenteuerspielplatz und Rittererlebnis-Wanderweg geplant. In: Aachener Zeitung. 3. Februar 2026, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Während der Schlacht im Hürtgenwald im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg im November 1944 schwer beschädigt.<ref name="moll" details="S. 267-268"/> Ab 1950 wurde mit dem Wiederaufbau durch die Eigentümer begonnen. Seit 1952 ist die Burg an die Familie Esser verpachtet. 1963 folgten Restaurierung und Modernisierung, der Turm erhielt eine Nürnberger Haube. Seit 1983 steht die Burg unter Denkmalschutz. Von 1985 bis 1991 wurde die Burg weiter umgebaut und saniert.<ref name="moll" details="S. 270–271"/>
Aktuelle Nutzung
Die Laufenburg ist zugleich Baudenkmal, Bodendenkmal als auch Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich.<ref name="azprym">HJPplan+: Flächennutzungsplan, Anlage 1.1, Denkmäler und Kulturlandschaftsbereiche. Gemeinde Langerwehe, abgerufen am 9. Juni 2025.</ref> Die 38 × 24 Meter große Burganlage aus Bruchsteinmauerwerk befindet sich im Eigentum der Familie Prym und wird seit 1952 in Pacht als Gutshof und Restaurant genutzt.<ref name="azprym"/>
- Impressionen
-
Luftaufnahme mit Gutshof
-
Eingangsportal mit Wappen und Wegekreuz
-
Wirtschaftsgebäude
-
Durchgang vom vorderen zum hinteren Innenhof
-
Hinterer Innenhof mit Schießscharte und Brüstung
-
Holzgeschnitztes „Burgfräulein“
-
Historische Wasserpumpe vor der Burg
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Laufenburg bei iv-pro-langerwehe.de ( vom 30. Mai 2010 im Internet Archive)
- Christoph Kühn: Laufenburg in Langerwehe, in KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digitales, abgerufen am 21. Juli 2024
- Burg Laufenburg, Daten auf alleburgen.de
Einzelnachweise
<references />