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Gertraud Gruber

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Gertraud Gruber (* 24. Mai 1921 in München; † 12. März 2022 in Rottach-Egern<ref>Gedenkseite für Gertraud Gruber. Abgerufen am 14. März 2022.</ref>) war eine deutsche Kosmetikerin und Unternehmerin. Sie galt als Vorreiterin der Wellness-Bewegung. 1955 gründete sie am Tegernsee die erste Schönheitsfarm in Europa.<ref>Die Grande Dame der Kosmetik in Süddeutsche Zeitung vom 19. Mai 2010</ref>

Karriere

Als junge Frau verfolgte Gruber zunächst ihren Karrierewunsch einer klassischen Tänzerin und besuchte die Tanzschule von Isadora Duncan. Der Beginn des Zweiten Weltkriegs beendete aber diese Pläne. Gruber absolvierte eine Ausbildung zur Heilgymnastin und spezialisierte sich auf die Behandlung der Gesichtsmuskulatur nach Nervenverletzungen. Nach Kriegsende folgte eine Ausbildung zur Kosmetikerin an der Fachschule von Friedl Groh in München.

Ihre Heirat führte sie 1949 nach Rottach-Egern, wo sie zunächst als Kosmetikerin arbeitete. Zusammen mit ihrem Mann erwarb sie eine ehemalige Silberfuchsfarm, in der sie nach Ausbau und Erweiterung am 1. Oktober 1955 Europas erste Schönheitsfarm eröffnete. Schnell wurde das Haus zu einer beliebten Adresse der Prominenten. Schauspielerinnen wie Nadja Tiller, Caterina Valente und Heidelinde Weis gehörten zu den ersten Stammgästen. Heute zählt das Haus 110 Betten, jährlich werden etwa 25.000 Gäste betreut.

Parallel dazu entwickelte Gruber eine Kosmetiklinie, die sie unter ihrem eigenen Namen vertrieb. Ähnlich wie bei ihren Behandlungsmethoden verfolgte sie dabei einen streng ganzheitlichen Ansatz.

Gertraud Gruber erwarb den Benediktushof in Holzkirchen bei Würzburg und übergab 2002 die Leitung des Zentrums für Spirituelle Wege dem Benediktinermönch und Zen-Meister Willigis Jäger.<ref>Zu Gast bei der Gönnerin Gertraud Gruber. Main-Post, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. November 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.mainpost.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Gruber war 2009 Mitinitiatorin und -finanziere für den Umbau eines Bauernhofs bei Iffeldorf zum Gnadenhof der Gut-Aiderbichl-Stiftung, der auch als „Gertraud Gruber Osterseehof“ bezeichnet wurde.<ref>Süddeutsche Zeitung Nr. 75, Ostern 2013, S. 44.</ref><ref>Nachruf Gertraud Gruber. In: gut-aiderbichl.de. Abgerufen am 4. Januar 2026.</ref>

Auszeichnungen

Literatur

  • Adelheid Schmidt-Thomé: Gertraud Gruber. In: dies.: Ich war die Erste. Bayerische Pionierinnen im Porträt. Allitera Verlag, München 2022, ISBN 978-3-96233-307-2, S. 78f.

Weblinks

Einzelnachweise

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