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Sergios und Bakchos

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Datei:Sergebac7thcentury.jpg
Bakchos und Sergios auf einer Ikone aus dem 7. Jahrhundert

Sergios und Bakchos, auch Sergius und Bacchus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), † um 303 in Resafa, Syrien) waren frühchristliche Märtyrer, die als Heilige verehrt werden.

Der Legende nach waren sie Offiziere einer römischen Grenztruppe. Wegen seines Glaubens wurde Bakchos zu Tode gepeitscht. Sergios überlebte die Folterungen und soll enthauptet worden sein.

Verehrung

Ihr Gedenktag ist der 7. Oktober.

Vor allem Sergios wurde im Byzantinischen Reich sehr verehrt. Bereits im 4. Jahrhundert wurde in Kairo zur Ehre der beiden Heiligen eine Kirche errichtet, die im 8. Jahrhundert zerstört und um 1000 wieder aufgebaut wurde.

Über dem Grab der Märtyrer in Resafa wurde eine große Kirche errichtet, die Ziel von Wallfahrten war. Daher wurde die Stadt später Sergiopolis oder Sergiupolis (deutsch: Stadt des Sergios) genannt. Von diesem Gotteshaus sind nur mehr Ruinen erhalten.

Datei:Plan.eglise.Sergius.Constantinople.svg
Plan der Rundkirche in Konstantinopel

Justinian I. ließ 527 für beide Heiligen in Konstantinopel eine Rundkirche, die Sergios- und Bakchos-Kirche errichten, die wahrscheinlich Vorbild für die Kirche San Vitale in Ravenna war. Auch in Rom, Dubrovnik<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Unabhängigkeitstag und das Fest des Hl. Sergios und Bakchos in der Kathedrale Maria Himmelfahrt von Dubrovnik.] Katholische Informationsagentur, Zagreb, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>, Tours und im Kloster Weißenburg<ref>Anton Doll und Hans Ammerich: Der Landdekanat Weissenburg (mit Kloster St. Peter in Weißenburg) = Palatia Sacra. Kirchen- und Pfründebschreibung der Pfalz in vorreformatorischer Zeit 1: Bistum Speyer. Der Archdiakonat des Dompropstes von Speyer 2 = Quellen und Abhandlungen zur mittelalterlichen Kirchengeschichte 61.2. Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz 1999. ISBN 3-929135-29-9, S. 126, insb. Anm. 5.</ref> ist die Verehrung der beiden Heiligen bezeugt.

Die um 1739–1740 erbaute Pfarrkirche von Kreuzebra im thüringischen Eichsfeld hat die beiden Märtyrer als Patrone.<ref>Johann Wolf: Die heiligen Märtyrer Sergius und Bacchus, Kirchen-Patronen zu Kreuzeber auf dem Eichsfelde, nebst historischen Nachrichten von der dasigen Kirche (Reprint). Hrsg.: Maik Pinkert im Auftrag des Bischöflichen Kommissariates Heiligenstadt. Heiligenstadt 2004, ISBN 3-935782-05-5.</ref>

Verwechslungsmöglichkeit mit Sergios Stratelates

Nicht verwechselt werden sollte Sergios der Gefährte des Bakchos mit Sergios Stratelates (Sarkis der Heerführer, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), der 362 oder 363 den Märtyrertod fand und vor allem in Armenien verehrt wird. Zu den ihm geweihten Kathedralen der Armenischen Apostolischen Kirche gehören die Sankt-Sarkis-Kathedrale in Jerewan, die Sankt-Sarkis-Kathedrale in Teheran und die Sankt-Sarkis-Kathedrale in Damaskus.

Debatte

Der US-Historiker und LGBT-Aktivist John Boswell (1947–1994) hat deren Beziehung zueinander in seinem kontrovers diskutierten<ref>Hans P. Obermayer: Martial und der Diskurs über männliche „Homosexualität“ in der Literatur der frühen Kaiserzeit. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1998, ISBN 3-8233-4877-9, S. 3.</ref> zweiten Hauptwerk The Marriage of Likeness<ref>John Boswell: The Marriage of Likeness. Same-Sex Union in Premodern Europe, Harper Collins, London, 1995.</ref> als Beleg dafür gedeutet, dass die katholische Kirche gleichgeschlechtlichen Beziehungen nicht immer feindselig gegenübergestanden hätte. Der auch ins Lateinische übersetzte Ritus der Adelphopoiesis (griechisch „Brüdermachen“), mit dem die orthodoxe Kirche die Liebe zweier Männer segnete und sie für immer aneinanderband, sei nach dem Vorbild männlicher Heiligenpaare wie Sergius und Bacchus angelehnt. Boswell verstand diese Institution als eine Art christlichen Vorläufer der gleichgeschlechtlichen Ehe, wie sie heute von vielen christlichen Konfessionen abgelehnt wird. Andere Historiker wie David Woods,<ref name="Woods">David Woods: The Origin of the Cult of SS. Sergius and Bacchus. ucc.ie, April 2000; abgerufen am 5. März 2021.</ref> Robin Darling Young<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>, und Brent Shaw<ref name="Shaw">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> widersprechen dieser Ansicht und stellen Boswells Methodik und Schlüsse in Frage.

Literatur

Weblinks

Commons: Bakchos und Sergios – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />