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Umberto Lenzi

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Datei:Umberto lenzi sitges2008.jpg
Umberto Lenzi (2008)

Umberto Lenzi (* 6. August 1931 in Massa Marittima, Provinz Grosseto; † 19. Oktober 2017 in Rom) war ein italienischer Filmregisseur und Drehbuchautor, der hauptsächlich mit Exploitationfilmen bekannt wurde. Besondere Verdienste erwarb er sich zudem durch seine dem Poliziotteschi-Genre zugeordneten Filme – harte italienische Polizeifilme der 1970er Jahre. Ferner war er als Buchautor tätig.

Leben und Karriere

Nach seiner Schulzeit arbeitete Lenzi zunächst als Journalist für Lokalblätter, bevor er am Centro Sperimentale di Cinematografia die technischen Aspekte des Filmemachens erlernte, die er bald als Regieassistent und – nach erster Regie 1958 in Griechenland – 1961 mit seinem ersten italienischen Film anwenden konnte. Seither war Lenzi ein verlässlicher Arbeiter in allen gefragten Genres und drehte von Kriminalfilmen, Italowestern und Horrorfilmen bis hin zu Gialli alles, was in Mode und gefragt war. Seine Vielseitigkeit hebt ihn aus der großen Zahl italienischer Genre-Regisseure hervor. 1973 begründete Lenzi mit Il paese del sesso selvaggio das Genre des italienischen Kannibalenfilms. 1976 schuf er mit Napoli violenta einen der eindrucksvollsten italienischen Polizeifilme, der unter anderem durch eine rasant inszenierte Motorradfahrt durch Neapel auffällt. Später führte er bei dem umstrittenen Kannibalenfilm Die Rache der Kannibalen (1981) sowie der Filmadaption des Comics Kriminal (1966) Regie. Außerdem drehte er mit Das Rätsel des silbernen Halbmonds den letzten Film, der in Deutschland unter dem Etikett Edgar-Wallace-Film herauskam. Tatsächlich ähnelte dieser Film jedoch den bereits etablierten italienischen Gialli und beruhte nicht auf einem Stoff von Edgar Wallace.<ref>Umberto Lenzi auf MyMovies (italienisch)</ref>

Die Drehbücher zu seinen Filmen schrieb Lenzi oftmals zusammen mit seiner Frau Olga Pehar.

Lenzi gehörte zu den letzten bedeutenden Regisseuren aus der Blütezeit des italienischen Genrekinos. Anfangs am Rande der Filmkunst und als Vertreter des Kommerzkinos geschmäht, wurde seine Bedeutung später in weiten Kreisen von Filmexperten und Fans geschätzt. Im Jahr 2004 war Lenzi Gast der Filmbiennale in Venedig, in deren Rahmen Orgasmo (1969) gezeigt wurde.

Im neuen Jahrtausend widmete sich Lenzi neben einer Kolumne in der Filmzeitschrift „Notturno“ dem Schreiben von Kriminalromanen.<ref>Umberto Lenzi: Morte al cinevillaggio. Coniglio editore, 2008, ISBN 978-88-6063-252-4.</ref>

Lenzi verstarb am 19. Oktober 2017; er war im Bezirk Ostia hospitalisiert worden. Die Todesursache ist unbekannt.<ref name="death">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Morre Umberto Lenzi, ícone do cinema policialesco italiano.] Istore, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Filmografie (Auswahl)

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Regie

Regieassistenz

  • 1960: Die Hölle am gelben Fluß (Apocalisse sul fiume giallo) – Regie: Renzo Merusi
  • 1961: Die Abenteuer der Totenkopfpiraten (Il terrore dei mari) – Regie: Domenico Paolella

Drehbuch

  • 1965: Heiße Grüße vom C.I.A. (A 008, operazione sterminio)
  • 1968: Der Sohn des schwarzen Adlers (Il figlio di Aquila Nera) – Regie: Guido Malatesta

Darsteller

  • 1958: Amore e chiacchiere
  • 2015: Eaten Alive! The Rise and Fall of the Italian Cannibal Film

Weblinks

Commons: Umberto Lenzi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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