Zum Inhalt springen

Thomas Baumgartner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. Januar 2026 um 09:45 Uhr durch imported>Aka (Abkürzung korrigiert, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Thomas Baumgartner (* 15. Juli 1892 in München; † 27. Mai 1962 in Kreuth) war ein deutscher Maler. Er wurde v. a. als Porträtist bekannt.

Leben

Nach einer Ausbildung auf der Mal- und Zeichenschule von Hermann Groeber erhielt er auf der Großen Internationalen Ausstellung im Münchner Glaspalast mit 21 Jahren 1913 die Goldmedaille für sein Porträt „General von Keller“. Darauf folgte das Bild „Seiner Majestät des Königs von Bayern“.

Am Tegernsee wurde er mit Georg Hirth bekannt, dem Gründer und Herausgeber der „Jugend“, einer Zeitschrift, von der der Begriff „Jugendstil“ stammt. Von Hirth erhielt er einen Porträtauftrag für dessen Freund Ludwig Thoma. Hirth empfahl ihn auch an die Münchner Akademie.

Die Künstlervereinigung „Die Frauenwörther“ auf der Insel Frauenchiemsee gründete er 1920 zusammen mit Hiasl Maier-Erding (1894–1933) und Constantin Gerhardinger (1888–1970).<ref>Fritz Aigner: Die Frauenwörther. Gründungszeit 1920-1925. Ausstellung Torhalle auf Frauenchiemsee (1980).</ref> Baumgartner galt als gefragter Porträtist, er porträtierte u. a. auch Künstlerkollegen wie Joseph Wopfner und Constantin Gerhardinger. Seit 1934 lebte er in Kreuth.<ref>Thomas Baumgartner. In: Gailer Künstlerdatenbank. Abgerufen am 2. Januar 2026.</ref>

Baumgartner war auch in der Zeit des Nationalsozialismus ein erwünschter Künstler, von dem verschiedene Werke im 1938 eröffneten Haus der Deutschen Kunst ausgestellt wurden, darunter auch Bauern beim Essen,<ref name="Klee33">Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 33f.</ref> und 1941 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im selben Haus Der Kampf des Arztes mit dem Tod. Am 1. Juli 1943 wurde er trotz Titelsperre durch Hitler zum Professor ernannt.<ref name="Klee33"/>

Auch nach dem Krieg lebte und arbeitete er weiter in Kreuth. Baumgartner malte häufig Personen des bäuerlichen Lebens. Orientierte er sich in der malerischen Ausführung anfangs noch an Hermann Groeber, wurde in den 1920er Jahren der Hintergrund einfarbiger. Sie Konturen nahmen an Bedeutung zu und die Individualität der Charaktere wurde von ihm stärker hervorgehoben. Porträts des Spätwerks waren hingegen „fast schon fotorealistisch“.<ref>Thomas Baumgartner. In: Neumeister - Münchener Kunstauktionshaus. Abgerufen am 2. Januar 2026.</ref>

Weblinks

Literatur

  • Tizia Koese: Vom Malerlehrling zum Starporträtisten, Katalog zur Werkschau von Thomas Baumgartner, Wildbad Kreuth 1999

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein