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Burg Elmstein

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Burg Elmstein
Datei:Burg Elmstein 01.JPG
Burg Elmstein – Ansicht des Burgfelsens und der Ruine der Schildmauer

Burg Elmstein – Ansicht des Burgfelsens und der Ruine der Schildmauer

Alternativname(n) Elbstein
Staat Deutschland
Ort Elmstein
Entstehungszeit vermutlich 12. Jahrhundert
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Ruine
Ständische Stellung Pfalzgrafen
Geographische Lage 49° 21′ N, 7° 56′ OKoordinaten: 49° 21′ 7,9″ N, 7° 55′ 57,8″ O
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Höhenlage 290 m ü. NHN
Burg Elmstein (Rheinland-Pfalz)
Burg Elmstein (Rheinland-Pfalz)

Die Burg Elmstein – anfangs Burg Elbstein – ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Spornburg auf einem 290 Meter hohen Bergsporn an der nördlichen Seite des Speyerbachtales im Pfälzerwald über dem Ort Elmstein im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz.

Lage

Die Burg befindet sich am Südwesthang des Schloßbergs oberhalb der gleichnamigen Ortsgemeinde. Zur einstigen Burganlage gehörten die unmittelbar südlich liegenden Straßen Burgweg und Berggasse. Die Anlage gliedert sich in eine ältere Kernburg und eine später hinzugekommene Vorburg.<ref>Jürgen Keddigkeit: Baubestand der Burgruine Elmstein. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 116.</ref>

Beschreibung

Von der einstigen Burganlage blieben Reste des Berings, Palas und der Schildmauer erhalten.

Geschichte

Die Burg wurde vermutlich vor dem 13. Jahrhundert als Pfalzburg zur Sicherung des Talweges errichtet. Eine erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahr 1194 nachgewiesen.<ref>Wolfgang Ross: Viel Steine gab's und wenig Brot. Anmerkungen zur Siedlungsgeschichte Elmsteins. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 9.</ref><ref>Fridolin Heintz: Besitzer und Lehensnehmer Des Elbstein (Elmstein). In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 112.</ref> Die Lehensleute hatten das Amt der Schenken inne. Die Burg war im Besitz der Kurpfalz. Zwischen 1220 und 1230 wurde die untere Ringmauer errichtet. Kaiser Ludwig der Bayer überließ die Burg 1329 seinem Vetter, dem Pfalzgrafen. Von 1419 bis 1437 war die Burg als pfalzgräfliches Lehen im Besitz des Grafen Johann V. von Sponheim. 1466 wurde die Burg von Kurfürst Friedrich I. an Erhard von Remchingen verpfändet.

1492, als sich die Besitzverhältnisse änderten, erhielt Heinrich von Pagk vom Kurfürsten Philipp die Burg als Lehen.<ref>Fridolin Heintz: Besitzer und Lehensnehmer Des Elbstein (Elmstein). In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 115.</ref> Im Bauernkrieg (1525) wurde die Burg Elmstein beschädigt. Pfalzgraf Johann Casimir erbte die Burg 1576. Auch im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg beschädigt. 1689 wurde sie im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört und die Ruine ging in Privatbesitz über. Zudem wurden ihre Überreste von der örtlichen Bevölkerung als Steinbruch für den Häuserbau genutzt.<ref>Fridolin Heintz: Besitzer und Lehensnehmer Des Elbstein (Elmstein). In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 115.</ref>

Das Gebäude ist die sechste Station der im März 2022 von der Verbandsgemeinde Lambrecht eingerichteten Audiotour „Felsenkönig“.<ref>Wald, Holz, Stolz: mit dem Felsenkönig durch Elmsteiner Geschichte. In: elmstein.de. 20. März 2022, abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref><ref>Felsenkönig Audiotour Infotafel 6. Abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref>

Literatur

  • Arndt Hartung, Walter Hartung: Pfälzer Burgenbrevier: Aufbaustudien. 6. Auflage. Pfälzische Verlagsanstalt, Ludwigshafen 1985, ISBN 3-9801043-0-3, S. ?.
  • Fridolin Heintz: Besitzer und Lehensnehmer Des Elbstein (Elmstein). In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 1126–115.
  • Walter Herrmann: Auf rotem Fels – Ein Führer zu den schönsten Burgen der Pfalz und des elsässischen Wasgau. DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2004, ISBN 3-7650-8286-4, S. 48–49.
  • Jürgen Keddigkeit: Baubestand der Burgruine Elmstein. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 116–118.
  • Jürgen Keddigkeit, Alexander Thon, Karl Scheurer, Rolf Übel: Pfälzisches Burgenlexikon, Band 1: A-E. 2. Auflage, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern, Kaiserslautern 2003, ISBN 3-927754-51-X, S. 473–483.
  • Günter Stein: Burgen und Schlösser in der Pfalz. Weidlich, Frankfurt/Main 1976, ISBN 3-8035-8356-X, S. ?.
  • Alexander Thon (Hrsg.): Wie Schwalbennester an den Felsen geklebt. Burgen in der Nordpfalz. Schnell & Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1674-4, S. 40–43.
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Bad Dürkheim (PDF; 5,1 MB). Mainz 2023.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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