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Yvonne Loriod

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Datei:Loriod Messiaen.jpg
Yvonne Loriod und Olivier Messiaen 1982.
Datei:Donaueschingen Donaueschinger Musiktage; Yvonne Loriod am Flügel - W134Nr.077327 - Willy Pragher.jpg
Yvonne Loriod am Flügel bei den Donaueschinger Musiktagen 1964.

Yvonne Loriod <phonos file="LL-Q1860 (eng)-Exilexi-Yvonne Loriod.wav">anhören</phonos>/? (* 20. Januar 1924 in Houilles bei Paris; † 17. Mai 2010 in Saint-Denis) war eine französische Pianistin und Komponistin.

Leben

Bereits im Alter von 14 Jahren beherrschte die Pianistin Yvonne Loriod mit dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach, allen 27 Klavierkonzerten von Wolfgang Amadeus Mozart, den 32 Sonaten für Klavier von Ludwig van Beethoven und dem Gesamtwerk von Frédéric Chopin ein außergewöhnlich umfangreiches Repertoire.

Sie studierte am Conservatoire de Paris, wo Darius Milhaud und Olivier Messiaen zu ihren Lehrern zählten. Hier erweiterte sie ihr Repertoire um Werke der Impressionisten wie Claude Debussy und Maurice Ravel. Loriod wandte sich auch konsequent zeitgenössischen Komponisten zu, so Arnold Schönberg, André Jolivet, Pierre Boulez und anderen.

Mit 25 Jahren wurde sie 1949 Professorin am Pariser Konservatorium. Sie war Solistin bei den französischen Erstaufführungen des ersten und des zweiten Klavierkonzerts von Béla Bartók. Konzertreisen führten sie in viele Metropolen Europas, nach Nordafrika sowie Nord- und Südamerika. 1958 wurde sie Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 1967 bis 1989 lehrte sie am Conservatoire de Paris. Daneben war sie auch bei den Darmstädter Ferienkursen<ref>Juana Zimmermann: Darmstadt 1947. 30. September 2020, abgerufen am 24. Juli 2025.</ref> und Donaueschinger Musiktagen aktiv.

1961 wurde Yvonne Loriod die zweite Ehefrau von Olivier Messiaen. Sie war die wichtigste und oftmals die erste Interpretin von Messiaens Werken für oder mit Klavier und verwaltete auch sein musikalisches Erbe. Ihre Schwester Jeanne Loriod (1928–2001) war als Ondes-Martenot-Virtuosin ebenfalls eng mit dem Werk Messiaens verbunden.

Yvonne Loriod starb 2010 in Saint-Denis.<ref>Le Monde, Quelle AFP, abgerufen am 5. Juni 2010</ref><ref>Meldung in Le Figaro, abgerufen am 18. Mai 2010</ref>

Literatur

  • Peter Asimov: Yvonne Loriod, Ultramodernist: Preliminary Glimpses of a Compositional Legacy. In: Mariateresa Storino and Susan Wollenberg (Hrsg.): Women composers in new perspecives, 1800–1950: genres, contexts and repertoire. Brepols, Turnhout 2023 (Specvlvm mvsicae; 49), ISBN 978-2-503-60630-9, S. 265–290
  • Juana Zimmermann: „Jedenfalls werden wir uns alle dort treffen“ – Frauen bei den Darmstädter Ferienkursen 1946–1961. Wolke, Berlin 2025, ISBN 978-3-95593-604-4.
  • Philipp Quiring: Komponistin wider Willen. Die Musikerin Yvonne Loriod-Messiaen (1924–2010). In: K. Oehl & B. Sauerwald (Hrsg.): Forschen und Lehren in der Historischen Musikwissenschaft (zugleich Festschrift für Michael Stegemann zum 70. Geburtstag). LIT, Berlin 2026; in: Dortmunder Schriften zur Musikpädagogik und Musikwissenschaft, Band 9, S. 425–433, ISBN  978-3-643-15817-8.

Weblinks

Commons: Yvonne Loriod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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