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Tarkett

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. April 2026 um 16:25 Uhr durch imported>Leuni (Fusion von Sommer-Allibert und Tarkett AG).
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Tarkett

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Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0004188670
Gründung 1997
Sitz La Défense, FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Leitung
  • Fabrice Barthélemy (CEO)
  • Raphaël Bauer (CFO)
  • Eric La Bonnardière (Chairman)
Mitarbeiterzahl 12.907<ref name="GB2018">Geschäftsbericht 2018. In: www.tarkett.com. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref>
Umsatz 2,84 Mrd. Euro (2018)<ref name="GB2018"/>
Branche Bodenbeläge
Website www.tarkett.com
Stand: 31. Dezember 2018

Tarkett ist ein französisches Unternehmen im Bereich Fußböden und Sportbeläge.<ref>Registration Document 2018. Tarkett, abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> Mit seiner Produktpalette, darunter Vinylboden, PVC-Boden, Linoleum, Teppich, Parkett, Laminat, Kunstrasen und Laufbahnen für Athleten, beliefert die Unternehmensgruppe Kunden in mehr als 100 Ländern weltweit über seine Marken Tarkett, Desso, Johnsonite, Tandus Centiva, Tarkett Sports, FieldTurf und Beynon. Tarkett beschäftigt 12.000 Mitarbeiter und verfügt über 35 Industrieanlagen. Das Unternehmen verkauft jeden Tag 1,3 Millionen Quadratmeter an Bodenbelägen für Krankenhäuser, Schulen, Wohnungen, Hotels, Büros, Geschäfte und Sportplätze.<ref>Über Tarkett. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref>

Das operative Geschäft der Gruppe für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz wird von der Tarkett Holding GmbH in Ludwigshafen gelenkt. Der Sitz des Unternehmens ist in Paris.

Geschichte

Sommer-Allibert

1972 wurden Allibert, ein 1913 gegründetes Unternehmen,<ref name=":0">History. Tarkett. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> das sich zu Kunststoffprodukten für die Automobil- und Wohnungswirtschaft<ref name=":1">Derdak, Thomas; Grant, Tina (1998). "Sommer-Allibert S.A". International Directory of Company Histories. 19. St. James Press. pp. 406–409. 2019, ISBN 1-55862-353-1.</ref> entwickelt hatte, und Sommer, ein 1880 gegründetes Unternehmen,<ref name=":0" /> das sich auf Boden- und Wandbeläge spezialisiert hatte, zu Sommer-Allibert zusammengeführt. Der damalige Allibert-CEO Bernard Deconinck entwarf die Fusion und leitete anschließend Sommer-Allibert.

Das in Nanterre ansässige Unternehmen wurde in den nächsten Jahren vor allem durch die Akquisition kleinerer Wettbewerber ausgebaut. Das Automobilgeschäft der Gruppe konzentrierte sich damals hauptsächlich auf Frankreich. Das Geschäft mit Boden- und Wandverkleidungen (insbesondere PVC-Verkleidungen) expandierte durch Europa, Nordamerika und Asien, darunter ein Joint Venture mit dem amerikanischen Hersteller Rubbermaid 1989 bis 1992. 1989 wurde Deconinck Chef einer Holding (im Besitz der Familie Deconinck) mit einem bedeutenden Anteil an Sommer-Allibert und die tägliche Geschäftsführung wurde auf Mark Assa übertragen.<ref name=":1" />

In den 1990er Jahren versuchte das Unternehmen, seine Marktposition als Automobilzulieferer zu stärken.<ref name=":2">Plastics - Sommer-Allibert's new face. Abgerufen am 15. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es erhöhte seine Umsätze mit großen Herstellern wie Volkswagen, BMW, Ford, Nissan, Peugeot und Saab. In Europa und in den Vereinigten Staaten wurden die Produktionsstätten für Autoteile ausgebaut.<ref name=":1" />

Tarkett AG

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Ehemalige Fabrik der Tarkett AG in Luxemburg

Anders Martensson eröffnete 1885 eine Holzverarbeitungsanlage für Möbel in Malmö, Schweden. Im Jahr 1886 wurde es zu einem Unternehmen mit dem Namen Malmö Woodworking Factory<ref name=":3">Pederson, Jay P.; Whiteley, Laura E. (1999). "Tarkett Sommer AG". International Directory of Company Histories. 25. St. James Press. pp. 462–464. ISBN 1-55862-367-1.</ref> (AB Malmö Snickerifabrik). 1889 übernahm der Investor R.F. Berg die Kontrolle. Er eröffnete ein zweites Werk in Limhamn und begann mit der Produktion von Holzfußböden, insbesondere Parkett. 1907 starb Berg und Ernst Wehtje kaufte das Unternehmen. Nach verschiedenen Rückschlägen verkaufte Wehtje die meisten kleinen Betriebe des Unternehmens, konzentrierte sich in den 1920er Jahren fast ausschließlich auf die Holzfußbodenindustrie und benannte sie in Limhamns Snickerifabrik um. 1925 wurde das Unternehmen unter der Leitung von Hugo Wehtje wieder in Limhamns Golvindustri AB umbenannt. Die Produktion wurde von Limhamn nach Liljeholmen verlagert. 1938 führte das Unternehmen die Lindemann-Platte (eine gebrauchsfertige Parkettplatte) ein, die größer und damit kostengünstiger zu verlegen war als die bisherigen Kleinplatten. In den folgenden Jahren erwarb das Unternehmen Konkurrenten auf dem schwedischen Markt, trat in das Geschäft mit Laminatfußböden ein und führte 1946 einen Kunststoffersatz für Holzbeläge, bekannt als Tarkett, ein, der zu einem Verkaufserfolg wurde. Unter der nächsten Führung, Urban Wehtje, begann das Unternehmen, ein internationales Netzwerk aufzubauen und diversifizierte seine Produktion von Holz- und Kunststoffbelägen für den Innenausbau.
In den 1960er Jahren verkauften die Wehtjes einen bedeutenden Teil der Anteile des Unternehmens und 1967 wurde es an der schwedischen Börse als Tarkett notiert.<ref name=":3" />

1970 wurde Tarkett von der Svenska Tändsticks AB<ref name=":3" /> übernommen (wiederum von Stora in den 1980er Jahren)<ref name=":4">Springer (Hrsg.): Arpi, B.; Wejke, Per (1999). "The Tarkett Case". ISBN 978-0-333-79425-8, S. 343–356.</ref> und 1978 mit dem Teppichhersteller Aneplas fusioniert.<ref name=":3" /> Das Unternehmen setzte seine Expansion in Europa und Nordamerika fort. Ende der 1980er Jahre beschloss der damalige CEO Lars Wisén, es mit dem deutschen Rivalen Pegulan zu fusionieren, und der Hauptsitz wurde von Schweden nach Frankenthal Deutschland, verlegt. Die neue Gesellschaft, die aus der Fusion hervorging, hieß Tarkett-Pegulan (später Tarkett AG) und Wisén wurde deren CEO.<ref name=":3" /><ref name=":4" /> 1994 verkaufte Stora die Gesellschaft an die Investmentunternehmen CWB Capital Partners und Goldman Sachs Investment Bank.<ref>Plasteurope.com. 28 February 1994. Retrieved 4 June 2017. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref>

Datei:Tarkett-HQ-BBPMB-.jpg
Früherer Tarkett Firmensitz in Nanterre, Frankreich

Fusion von Sommer-Allibert und Tarkett AG

Ende der 90er Jahre traf Wisén Assa und überzeugte ihn davon, die Innenverkleidungsabteilung von Sommer-Allibert auf die Tarkett AG zu übertragen. Im Gegenzug würde Wisén Sommer-Allibert die Kontrolle über mindestens 50 % der Aktien der Tarkett AG von den Aktionären übernehmen.<ref name=":4" /> Die beiden Parteien stimmten dem Deal zu, welcher im Juni 1997 bekannt gegeben wurde.<ref name=":2" /> Sommer-Allibert sicherte sich im Oktober desselben Jahres über 60 % Anteile der Tarkett AG (seither im Besitz der Tarkett Sommer AG). Der Zusammenschluss war sowohl an der Pariser (über Sommer-Allibert S.A.) als auch an der Frankfurter Börse (über Tarkett AG) notiert. Wisén führte weiterhin das Innenverkleidungsgeschäft der Tarkett Sommer AG-Sommer-Allibert von Deutschland aus, wurde aber 1998 entlassen und die Kontrolle an die französische Zentrale übertragen.<ref name=":4" /> Im Jahr 2000 veräußerte Sommer-Allibert seinen Automobilbereich und verkaufte ihn an Faurecia.<ref name=":5">Sommer-Allibert, devenu Tarkett, vise la Bourse (in French). Le Figaro. Retrieved 2 June 2017. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> Faurecia erwarb auch die restlichen börsennotierten Aktien der Sommer-Allibert, die nicht mehr notiert waren. Im April 2002 gründete Tarkett-Sommer mit dem serbischen Hersteller Sintelon ein Joint-Venture-Unternehmen namens Takett-Sintelon.<ref>b92.net (in Serbian). 20 March 2002. Retrieved 25 January 2018. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref>

Im Jahr 2003 begannen alle Unternehmensbereiche, den Handelsnamen Tarkett zu verwenden. Im Jahr 2004 schloss der Geschäftsbereich Tarkett Sports eine Allianz mit dem kanadischen Kunstrasenhersteller FieldTurf<ref>Breining, Becky: Athletic Facility Design. Retrieved 3 June 2017. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 15. Oktober 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.athleticfacilitydesign.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> bevor er 2005 die Kontrolle darüber übernahm.<ref name=":6">All Business, a D&B company. Retrieved 19 September 2005. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> 2006 wurde die Tarkett AG vollständig von Sommer-Allibert übernommen und ebenfalls von der Börse genommen.<ref name=":6" /> 2007 wurde die Investmentgesellschaft KKR zusammen mit der Familie Deconinck Miteigentümer.<ref>Bolger, Andrew: Financial Times. Retrieved 16 June 2017. 11. November 2013, abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> Im Jahr 2008 benannte sich Sommer-Allibert in Tarkett S.A. um.<ref name=":5" /> Im Jahr 2013 wurde das Unternehmen durch einen Börsengang wieder an die Börse gebracht,<ref name=":7">Tarkett. p. 5. Retrieved 2 June 2017. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> KKR verkaufte 25 % seiner Anteile, während die Deconincks über die Hälfte der Anteile hielten.<ref name=":7" /> Im Jahr 2015 wurde der Hauptsitz von Nanterre zum Tour Initiale in La Défense verlegt.<ref>Tarkett. 4 March 2015. Retrieved 2 June 2017. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref>

Desso, Hersteller von Objekt-Teppichböden, wurde 2015 von Tarkett übernommen. Die Produktionsstätten befinden sich in Waalwijk, Niederlande, und Dendermonde, Flandern.

Eigentümer

Die Aktionärsstruktur des Unternehmens stellt sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt dar:

Konzert-Tarkett-Teilnahme*: 90,4 %

Streubesitz: 9,6 %

*Tarkett-Beteiligung, Société Investissement Deconinck, Expansion 17 SCA und Global Performance 17 S.CA. (die beiden letztgenannten gehören zur Wendel-Gruppe) und die mit der Familie Deconinck verbundenen Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft handeln seit dem vereinfachten Übernahmeangebot für Tarkett-Aktien im Jahr 2021 gemeinsam.<ref>UNIVERSAL REGISTRATION DOCUMENT 2024. Abgerufen am 6. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Tätigkeitsbereich

Tarkett produziert hauptsächlich Bodenbeläge für Wohnungsbau, Bildungswesen, Gesundheitswesen, Einzelhandels- und Gastronomieeinrichtungen sowie Sportstätten.<ref name=":8">Tarkett. Retrieved 2 June 2017. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> Das Unternehmen verfügt über 36 Industriestandorte und ist in über 100 Ländern präsent. Zu den von Tarkett verwendeten Marken gehören Tarkett, Pegulan, Sommer, Febolit, Desso und andere.<ref name=":3" />

Zertifizierung

Im Juni 2013 erhielten Fiberfloor-Produkte die Zertifizierung Asthma- und Allergiefreundlich.<ref name=":8" />

Das Unternehmen Tarkett wendet bei der Entwicklung und Herstellung seiner Produkte seit 2011 die Cradle-to-Cradle-Prinzipien an. Für die Marke Desso begann dieser Prozess bereits 2008.<ref>Cradle to Cradle. www.c2ccertified.org, abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref><ref>Cradle to Cradle. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> Neben Produkten mit Cradle-to-Cradle-Zertifikat wurden Bodenbeläge aus dem Hause Tarkett auch mit dem UmweltzeichenBlauer Engel“<ref>www.blauer-engel.de. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> sowie dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.<ref>www.umweltzeichen.at. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref> Die Tarkett Holding GmbH selbst ist heute ebenfalls FSC-zertifiziert, was eine durchgehende Produktkette (Produktkettenzertifizierung) gewährleisten soll.<ref>info.fsc.org. Abgerufen am 15. Oktober 2019.</ref>

Weblinks

Commons: Tarkett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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