Spezia Calcio
| Spezia Calcio | ||||
| Vereinswappen von Spezia Calcio | ||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Spezia Calcio S.r.l. | |||
| Sitz | La Spezia, Italien | |||
| Gründung | 10. Oktober 1906 | |||
| Farben | weiß, schwarz | |||
| Präsident | Charlie Stillitano | |||
| Website | speziacalcio.com | |||
| Erste Fußballmannschaft | ||||
| Cheftrainer | Luca D’Angelo | |||
| Spielstätte | Stadio Alberto Picco | |||
| Plätze | 12.244 | |||
| Liga | Serie B | |||
| 2024/25 | 3. Platz | |||
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Spezia Calcio ist ein 1906 gegründeter italienischer Fußballverein aus der ligurischen Stadt La Spezia. Weitere Bezeichnungen sind I Aquilotti („Die Adler“) und I Bianconeri („Die Weiß-Schwarzen“).
Heimspielstätte des Vereins ist das rund 12.000 Plätze fassende Stadio Alberto Picco.
Geschichte
Die Anfänge
Am 10. Oktober 1906 gründete der Schweizer Kaufmann Hermann Hurny zusammen mit anderen Schweizern die Fußballabteilung des Sport Club Spezia. Der Verein spielte in der Folge zumeist auf der Piazza d’Armi gegen Seeleute, deren Schiffe gerade im Hafen von La Spezia lagen. Am 20. November 1911 entstand der Spezia FC, als erster Präsident wurde Francesco Corio gewählt. Erster Kapitän und auch erster Torschütze des Spezia FC war Alberto Picco. Letzterer fiel wenige Jahre später während des Ersten Weltkriegs, im Alter von lediglich 20 Jahren. Seine erste offizielle Partie bestritt der Verein am 20. Januar 1912, anlässlich eines Freundschaftsspieles gegen Virtus Juventusque aus Livorno. Das Spiel endete mit einem 2:2 und Alberto Picco erzielte dabei den ersten Treffer für die Adler. 1919 wurde das Stadion nach Alberto Picco benannt, dessen Namen das Stadion noch heute trägt. In der Meisterschaft 1920 änderte man die Trikotfarbe, neu war die Vereinsfarbe Weiß und Schwarz und nicht mehr Himmelblau wie zuvor. Diese Vereinsfarben wurden aufgrund der damaligen Topmannschaft Pro Vercelli gewählt, die ebenfalls weiße Trikots und schwarze Shorts trug.
Der Gewinn der Meisterschaft (1943/44)
In der Saison 1943/44 fand trotz aller Kriegswirren eine italienische Fußballmeisterschaft statt. Jedoch konnten kriegsbedingt nur Mannschaften aus Norditalien teilnehmen. Dabei wurden zuerst regionale Ausscheidungsspiele durchgeführt. La Spezia wurde in die Ausscheidungsrunde D der Emilia-Romagna eingeteilt. Die Adler waren zu jener Zeit Führungslos, da der letzte Präsident Coriolano Perioli in ein deutsches Konzentrationslager geschickt worden war. Giacomo Semorile, der einzige Verbleibende aus der ehemaligen Führung, beschloss, eine in La Spezia stationierte Truppe, die (Vigili del Fuoco Spezia (de: Freiwillige Feuerwehr von La Spezia)) zu kontaktieren, damit diese dem Spezia FC Spieler zur Verfügung stellen sollte, damit der Verein an der Meisterschaft teilnehmen konnte. Die Truppenleitung genehmigte dies. Und so fusionierte die AC Spezia mit den Vigili del Fuoco Spezia und der neue Verein wurde in VV.F. Spezia umbenannt. Als Trainer konnte Ottavio Barbieri verpflichtet werden, der bereits mit CFC Genua die Meisterschaft gewonnen hatte und der in seiner Jugend Nationalspieler gewesen war.
Qualifikation
La Spezia spielte in der Gruppe D gegen Corradini Suzzara, Fidentina, Orlandi G. Busseto und die AC Parma. La Spezia belegte den ersten Platz mit 13 Punkten vor Corradini Suzzara. Die ersten beiden Vereine qualifizierten sich für die nächste Runde. Hierbei traf VV.F. Spezia erneut auf Corradini Suzzara, auf Carpi und den FC Modena. Auch hier belegte Spezia am Ende souverän Platz 1 und zog somit in die Halbfinalrunde der Region Emilia-Romagna ein. Hierbei traf man auf den FC Bologna. Spezia gelangen zwei Siege und somit erreichte VV.F. die Finalrunde.
Finalrunde
Hier traf man auf den AC Venedig und den Grande Torino. Im ersten Spiel trennten sich Spezia und Venedig mit einem 1:1-Unentschieden. Das zweite Spiel konnte VV.F. gegen Turin knapp mit 2:1 für sich entscheiden. Im letzten Spiel zeigte Turin noch einmal seine Klasse und gewann mit 5:2 gegen Venedig. Damit war die Überraschung perfekt, VV.F. war der neue italienische Meister.
Anerkennung
Einen Tag nach dem überraschenden Sieg von La Spezia erklärte die FIGC, der italienische Fußballverband, dass dieses Turnier keine reguläre Meisterschaft war und dass somit La Spezia nicht den Scudetto, sondern nur die Kriegsmeisterschaft gewonnen habe. Dies, obwohl vor und während der Meisterschaft das Turnier als offizielle italienische Meisterschaft bezeichnet worden war. Nach vielen Jahren, in denen La Spezia die Anerkennung des Scudettos gefordert hatte, verlieh am 22. Januar 2002 die FIGC La Spezia einen Ehrentitel für den Gewinn der Meisterschaft 1943/44 mit der Möglichkeit, diesen Titel für immer auf den Trikots und im Wappen tragen zu dürfen. Etwas, was sonst nur Mannschaften mit mindestens 10 Scudetti erlaubt ist.
Die Saison 2005/06
Spezia beendete die Saison 2005/06 mit 63 Punkten, sieben Zähler vor dem zweitplatzierten CFC Genua, auf dem ersten Platz und stieg direkt in die Serie B auf. Die Mannschaft hatte sich während der Saison durch seine Heimstärke (insgesamt 14 Heimsiege) und seine treffsicheren Stürmer Massimiliano Guidetti (15 Tore und damit Torschützenkönig) und Massimiliano Varricchio (13 Tore) ausgezeichnet. Während der Saison gewann Spezia zudem erstmals gegen Genua 1893 und gewann die Supercoppa der Serie C; im Finalspiel setzte man sich gegen die SSC Neapel durch.
100. Jubiläum
Zum hundertjährigen Bestehen im Jahre 2006 wurde ein neues Vereinswappen und ein neues Trikot präsentiert. Die erste Partie 2006 bestritt Spezia gegen Pro Patria, anlässlich dieser Partie trug die Mannschaft von Spezia Calcio ein historisches Trikot.
Partnerschaft mit Kwara
Seit August 2011 führt Spezia eine Partnerschaft mit der Kwara Football Academy (KFA) aus Ilorin, Nigeria. Beide Vereine einigten sich auf einen Austausch von nigerianischen Jugendlichen, die in Italien einer Ausbildung nachgehen sollen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Il Kwara Football Academy ospite dello Spezia Calcio ( des Vorlage:IconExternal vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Ehemalige Spieler
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- Datei:Flag of Italy.svg Massimo Agostini
- Datei:Flag of France.svg Lucien Agoumé
- Datei:Flag of Italy.svg Enrico Albertosi
- Datei:Flag of Italy.svg Sergio Battistini
- Datei:Flag of Italy.svg Sergio Bertoni
- Datei:Flag of Italy.svg Roberto Bordin
- Datei:Flag of Italy.svg Sergio Borgo
- Datei:Flag of Italy.svg Renato Buso
- Datei:Flag of Italy.svg Riccardo Carapellese
- Datei:Flag of Italy.svg Daniele Carnasciali
- Datei:Flag of Italy.svg Mario Castellazzi
- Datei:Flag of Italy.svg Eusebio Castigliano
- Datei:Flag of Germany.svg Jeff Chabot
- Datei:Flag of Brazil.svg Diego Farias
- Datei:Flag of Romania.svg Dorin Goian
- Datei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Davor Jozić
- Datei:Flag of Italy.svg Lorenzo Lollo
- Datei:Flag of Italy.svg Fabrizio Lorieri
- Datei:Flag of Italy.svg Andrea Mazzantini
- Datei:Flag of Italy.svg Luca Mondini
- Datei:Flag of Italy.svg Federico Munerati
- Datei:Flag of Italy.svg Davide Nicola
- Datei:Flag of North Macedonia.svg Goran Pandev
- Datei:Flag of Italy.svg Roberto Piccoli
- Datei:Flag of Italy.svg Giuseppe Pillon
- Datei:Flag of Italy.svg Tommaso Pobega
- Datei:Flag of Italy.svg Ercole Rabitti
- Datei:Flag of Italy.svg Gino Rossetti
- Datei:Flag of Italy.svg Fausto Salsano
- Datei:Flag of Italy.svg Giuseppe Sannino
- Datei:Flag of Italy.svg Riccardo Saponara
- Datei:Flag of Italy.svg Luigi Scarabello
- Datei:Flag of Italy.svg Luciano Spalletti
- Datei:Flag of Italy.svg Claudio Terzi
- Datei:Flag of Italy.svg Sauro Tomà
- Datei:Flag of Italy.svg Cristian Zaccardo
Ehemalige Trainer
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- Datei:Flag of Italy.svg Ottavio Barbieri
- Datei:Flag of Italy.svg Sergio Bertoni
- Datei:Flag of Croatia.svg Nenad Bjelica
- Datei:Flag of Italy.svg Domenico Di Carlo
- Datei:Flag of Italy.svg Loris Dominissini
- Datei:Flag of Italy.svg Vincenzo Italiano
- Datei:Flag of Italy.svg Attilio Lombardo
- Datei:Flag of Italy.svg Andrea Mandorlini
- Datei:Flag of Italy.svg Devis Mangia
- Datei:Flag of Italy.svg Ferruccio Mazzola
- Datei:Flag of Hungary.svg Ferenc Molnár
- Datei:Flag of Italy.svg Enzo Robotti
- Datei:Flag of Italy.svg Gino Rossetti
- Datei:Flag of Italy.svg Giuseppe Savoldi
- Datei:Flag of Italy.svg Michele Serena
- Datei:Flag of Italy.svg Giovanni Stroppa
- Datei:Flag of Italy.svg Gian Piero Ventura
- Datei:Flag of Hungary.svg József Viola
Vereinsrekorde
- Höchster Sieg: 9:0 AC Spezia – Savona 1907 FBC in der Saison 1935/36 und 9:0 AC Spezia – Taranto Sport in der Saison 1939/40.
- Höchste Niederlage: 7:0 Atalanta Bergamo – AC Spezia in der Saison 1932/33.
- Rekordspieler: Osvaldo Motto mit 447 Einsätzen
- Rekordtorschütze: Giovanni Costa mit 80 Toren
Weblinks
- Offizielle Website von Spezia Calcio (italienisch, englisch)
Einzelnachweise
<references />
US Avellino 1912 | SSC Bari | Carrarese Calcio | US Catanzaro 1929 | FC Cesena | FC Empoli | Frosinone Calcio | SS Juve Stabia | Mantova 1911 | FC Modena | AC Monza | Calcio Padova | FC Palermo | Delfino Pescara 1936 | AC Reggiana | Sampdoria Genua | Spezia Calcio | FC Südtirol | FC Venedig | Virtus Entella