Kirchschletten
Kirchschletten Markt Zapfendorf
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(99)&title=Kirchschletten 50° 1′ N, 10° 59′ O
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| Höhe: | 302 (294–313) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,31 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 99 (31. Dez. 2025)<ref name="Einwohner">Zahlen, Daten, Fakten > Einwohnerentwicklung. In: zapfendorf.de. Abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 96199 | |||||
| Vorwahl: | 09547 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Kirchschletten (bambergisch: Kärchschliädn) ist ein Gemeindeteil des Marktes Zapfendorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Kirchschletten hat eine Fläche von 2,312 km². Sie ist in 270 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8563 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Kirchschletten (092202). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 9. Dezember 2025.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Dezember 2025.</ref>
Geografie
Das Pfarrdorf liegt auf freier Flur an der Aspach, einem linken Zufluss des Mains. Die Kreisstraße BA 6 führt nach Oberoberndorf (1 km östlich) bzw. nach Roth (1,7 km südlich). Die Kreisstraße BA 47 führt die Bundesautobahn 73 unterquerend nach Zapfendorf (3 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verbindet mit Reuthlos (1 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen gemessener Luftlinie).</ref> Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte
Die Umgebung war bereits in der vorchristlichen Zeit besiedelt, wie zahlreiche Funde belegen.
Kirchschletten wurde im Jahre 1125 erstmals urkundlich erwähnt. Jedoch dürfte der Ort schon im 8. Jahrhundert bestanden und gegen Ende des 8. Jahrhunderts eine gewisse regionale Bedeutung gehabt haben. Mit großer Wahrscheinlichkeit befand sich in Kirchschletten eine der 14 Slawenkirchen, die im Rahmen der Slawenmission Kaiser Karls des Großen errichtet wurden. Einer der Gründe für diese Annahme ist das Johannespatrozinium und die Gründung des Ortes durch die Slawen. Der Name Kirchschletten, 1124 Sleten und 1125 Sletin genannt, ist wohl slawischer Herkunft. Schletten (tschechisch Sletina) bedeutet salziges Wasser, Sauerwasser, Sumpf, Moorgrund. Der Talgrund des Aspachtals war in der Vergangenheit sehr sumpfig und ist heute noch sehr quellenreich.
Der Gutshof von Kirchschletten wurde 1143 erstmals urkundlich erwähnt. Er gehörte bis zur Säkularisation den Fürstbischöfen von Bamberg.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kirchschletten aus 31 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Memmelsdorf aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten die Freiherren Karg von Bebenburg. Grundherren waren
- die Freiherren Karg von Bebenburg: 1 Schloss, 6 Sölden, 5 Gütlein, 2 Tropfhäuslein – 1 Hof mit Hofhäuslein, 2 Sölden;
- das Kloster Michelsberg: 1 Häuslein;
- die Bamberger Patrizier Zollner vom Brand: 1 Hof, 5 Sölden, 1 Sölde mit Wirtshaus, 1 Söldengütlein, 1 Haus mit Stadel;
- die Gemeinde: 1 Hirtenhäuslein, 1 Tropfhäuslein.<ref name="W135">H. Weiß: Bamberg, S. 135f.</ref>
Im Jahre 1802 kam Kirchschletten an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kirchschletten dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Oberoberndorf zugewiesen. 1818 entstand die Ruralgemeinde Kirchschletten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).<ref name="W250">H. Weiß: Bamberg, S. 250.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 2,353 km².<ref name="OV 1961" />
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Kirchschletten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Zapfendorf eingemeindet.<ref></ref><ref>Zapfendorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Dezember 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Kirchschletten gibt es 12 Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Zapfendorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 2, 5, 6: Wohnstallhäuser
- Haus Nr. 4: Bauernhaus mit Stall und Scheune
- Haus Nr. 10, 18: Bauernhäuser
- Haus Nr. 13: Wohnteil eines Bauernhauses
- Haus Nr. 26: Pfarrhof
- Haus Nr. 27: Ehemalige Schule
- Haus Nr. 28: katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer mit Friedhofsmauer
- Haus Nr. 30: Abtei Maria Frieden mit Ziehbrunnen
- Bildstock
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- ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 14: Fachwerkstadel
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Kirchschletten gibt es zwei Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 143 | 172 | 154 | 154 | 169 | 164 | 163 | 162 | 172 | 177 | 164 | 167 | 160 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 34 | 30 | 30 | 29 | 28 | ||||||||
| Quelle | <ref name="W250"/> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 136, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 832, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 127 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1002, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 949 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 993 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Kirchschletten ist römisch-katholisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Johannes der Täufer.<ref name="W135"/><ref name="OV 1961"/>
Vereine
In Kirchschletten bestehen folgende Vereine:
- Freiwillige Feuerwehr Kirchschletten
- Soldaten- und Kameradschaftsverein Kirchschletten, Oberoberndorf, Reuthlos und Peusenhof
- Obst- und Gartenbauverein Kirchschletten, Oberoberndorf und Reuthlos
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kirchschletten. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 110 (Digitalisat).
- Thomas Gunzelmann (Hrsg.): Pfarrei Kirchschletten 1698-1998. Festschrift zum 300jährigen Jubiläum der Pfarrei Kirchschletten. Zapfendorf 1998, darin u. a. Thomas Gunzelmann: Die Dörfer der Pfarrei Kirchschletten, S. 183–224 (PDF)
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3769698843 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Kirchschletten. In: zapfendorf.de. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kirchschletten in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kirchschletten im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
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Kirchschletten | Lauf | Oberleiterbach | Oberoberndorf | Reuthlos | Roth | Sassendorf | Unterleiterbach | Weihersmühle
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Ort im Landkreis Bamberg
- Geographie (Zapfendorf)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg)
- Ersterwähnung 1125
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1972
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Bamberg
- Deutscher Ortsname slawischer Herkunft