Altonaer Ofen
Altonaer Öfen sind gemauerte Räucheröfen, die um die Wende zum 20. Jahrhundert erfunden wurden und in denen noch in traditioneller Weise über offenem Holzfeuer geräuchert wird. Sie wachsen in der Regel pyramidenförmig in die Höhe, enden in einem Schornstein und haben gegenüberliegende Eisentüren mit Lüftungsschlitzen. Zum Garen wird in der Regel Buchenholz verwandt. Für die goldgelbe Färbung und einen besonders delikaten Geschmack folgt in einem weiteren Schritt das Räuchern über Erlenholz. Mehrfach am Tag müssen die Flammen von den Räucherern geschürt werden. Diese traditionelle Räucherweise ist langwierig und arbeitsaufwändig.
Demgegenüber werden in modernen Gasräucheröfen Fische mit Gasflammen gegart, während aus einem Raucherzeuger zusätzlich Rauch in die Räucherkammer geblasen wird. Neue Altonaer Öfen werden praktisch nicht mehr zugelassen, da sie entweder die verschärften Umweltauflagen nicht mehr erfüllen oder das Interesse der Nachbarschaft an geringerer Geruchs- und Rauchbelästigung höher bewertet wird.<ref>Sabine Knappe: So wird heute Fisch geräuchert – Die Stadt der Bücklinge. In: abendblatt.de. 15. Mai 1999, abgerufen am 17. Januar 2026.</ref><ref>Deborah Knür: Viel Rauch um Makrele, Aal und Sprotte. In: welt.de. 10. Oktober 2004, abgerufen am 17. Januar 2026.</ref>
Siehe auch
Unter der Bezeichnung Altonaer Füllofen beschreibt der Gießener Otto Buchner 1868 einen Heizofen.<ref>Otto Buchner: Die zweckmäßigsten und elegantesten Zimmeröfen und Zimmerkamine mit sparendster Holz-, Kohlen- und Torfbefeuerung. In: Eine Gesellschaft von Künstlern, technischen Schriftstellern und Fachgenossen (Hrsg.): Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke. Band 150. Weimar 1868, S. 66–71 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Weblinks
- Thomas Joerdens: Viel Rauch um Fisch Bericht in der taz vom 7. April 2009
Einzelnachweise
<references />