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Kleesalz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Februar 2026 um 11:20 Uhr durch imported>Sabine Faepi (Die Entdeckung des Salzes 1668 geht der Identifizierung weit voraus).
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Strukturformel
Struktur des Kleesalzes
Allgemeines
Name Kleesalz
Andere Namen
  • Kaliumhydrogenoxalat
  • Monokaliumoxalat
  • Oxalsäure Monokalium-Salz
  • Sauerkleesalz
Summenformel C2HKO4
Kurzbeschreibung

weiße geruchlose Kristalle<ref name="hc">potassium binoxalate MSDS (Hummel Croton) (PDF; 34 kB), abgerufen am 27. Dezember 2019.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 204-873-0
ECHA-InfoCard 100.004.431
PubChem 23662386
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 128,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,04 g·cm−3 (Hydrat)<ref name="hc" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.794">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="uh">Tenax Spa: TeEtch, abgerufen am 27. Dezember 2019.</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 312​‐​302
P: 264​‐​270​‐​280​‐​301+312​‐​302+352​‐​312​‐​321​‐​330​‐​362+364​‐​501<ref name="uh" />
Toxikologische Daten

7500 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="hc" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kleesalz, manchmal auch Bitterkleesalz genannt, ist ein im Waldsauerklee (Oxalis acetosella) enthaltenes, gesundheitsschädliches Kaliumsalz der Oxalsäure (Kleesäure), die korrekte Bezeichnung ist Kaliumhydrogenoxalat mit der Formel KHC2O4.<ref name="crc"> David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-82.</ref>

Eigenschaften

Kleesalz besitzt ein monoklines Kristallsystem.<ref>Jean d' Ans: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer, 1998, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 504 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das Monohydrat von Kleesalz verliert ab etwa 100 °C sein Kristallwasser.<ref name="hc" />

Verwendung

Kleesalz wird zur Reinigung von Mineralien eingesetzt, da sich damit limonitische Überzüge und Krusten entfernen lassen. Wässrige Lösungen von Kleesalz werden auch zur Entfernung von Rostflecken aller Art empfohlen, auch für das Entfärben der bläulichen Eisenflecken auf Eichenholz.
Kleesalz ist das Standardpoliermittel für Marmor.

Entdeckung

1668 beschrieb Samuel Duclos<ref>Samuel Du Clos: Histoire de l'Académie Royale des Sciences. Tome I. Depuis son établissement en 1666 jusqu'à 1686. Paris 1733. p 57. In: google books. google, 1733, abgerufen am 24. Februar 2026 (französisch).</ref> in den Abhandlungen der Pariser Académie Royale des Sciences die Gewinnung eines „essentiellen Salzes“ (sel essentiel) aus Sauerampfer (Rumex). Duclos charakterisierte die Substanz als sauer und identifizierte ihre Ähnlichkeit zum Weinstein (Tartarus). Erst die späteren Arbeiten von Wiegleb und Carl Wilhelm Scheele (1776) klärten auf, dass dieses bereits im Apothekerwesen etablierte Salz das Kaliumsalz einer eigenständigen Säure, der Oxalsäure, darstellt.

Einzelnachweise

<references />